Samstag, 21.4.2018
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Libellen auf der Spur

Projekt: Projektvorstellung - Seminare - Kartierungs-App - Kartierung - Projektflächen
Libellen: Artengruppen - Entwicklung - Lebensräume - Gefährdung

 

Kleinlibelle (Frühe Adonislibelle) mit getrennten Augen, angelegten nahezu identischen Flügeln und zierlichem Körperbau
Artengruppen der Libellen - ein Überblick

In Norddeutschland leben etwas über 70 Libellenarten. Diese sind in die Unterordnungen Klein- und Großlibellen eingeteilt, welche sich leicht voneinander unterscheiden lassen. Innerhalb dieser Unterordnungen finden sich bei den Kleinlibellen vier und bei den Großlibellen fünf Familien, die hier kurz mit ihren auffälligsten Merkmalen vorgestellt werden.

1. Kleinlibellen:

Kleinlibellen sind gut daran zu erkennen, dass ihr Augenpaar deutlich voneinander getrennt ist. Außerdem sind ihre Vorder- und Hinterflügel nahezu identisch. Im Gegensatz zu den Großlibellen können sie ihre Flügel in Ruhestellung zusammenfalten. In Deutschland sind die Kleinlibellen mit vier Familien vertreten: Prachtlibellen, Teichjungfern, Schlanklibellen, Federlibellen.

Männchen der Gebänderten Prachtlibelle; die Weibchen haben durchscheinende Flügel und einen schwächer gefärbten Körper
Prachtlibellen (2 Arten in Norddeutschland):

Merkmale:
Flügelspannweite: 6-7 cm
Körperlänge: ca. 5 cm und damit die größten Kleinlibellen
Alle Flügel farbig
Flügel der Weibchen durchsichtig grün oder braun
Flügel der Männchen erzblau

Charakteristisch ist vor allem die Flugweise der Prachtlibellen; sie ähnelt mehr der von Schmetterlingen als dem typischen Libellenflug.

Lebensweise:
Die Prachtlibellen sind vor allem Bewohner von sauberen langsam fließenden Flüssen und Bächen, in denen sich auch die Larven der Tiere entwickeln; an Seen und Teichen findet man sie selten.

Gemeine Binsenjungfer - ein typischer Vertreter der Teichjungfern; diese Art erträgt auch temporär austrocknende Gewässer
Teichjungfern (7 Arten in Norddeutschland):

Merkmale:
Körperfarbe metallisch grün oder beige
Rechteckiges Flügelrandmal so lang wie zwei oder drei Flügelzellen
Sitzen überwiegend, halten dabei die Flügel meist halb geöffnet

Lebensweise:
Die Teichjungfern bewohnen Tümpel und Teiche mit Binsen-Röhrichten
Manche Arten bewohnen Tümpel, die episodisch austrocknen; Eier und Larven überleben Trockenzeiten gut und entwickeln sich nach erneuter Wasserzufuhr vergleichsweise schnell

Eine der bei uns häufig zu findenden Schlanklibellenarten: die Hufeisen-Azurjungfer; kräftig blaues Männchen und schwächer gefärbtes Weibchen
Schlanklibellen (17 Arten in Norddeutschland):

Schlanklibellen sind mit 17 nachgewiesenen Arten in Niedersachsen unsere artenreichste Kleinlibellen-Familie

Merkmale:
Rautenförmiges Flügelrandmal so lang wie eine Flügelzelle
Körperfarbe blau, rot, grün mit schwarzen Zeichnungsmustern
Kopfoberseite hinten meist mit Flecken oder einem Streifen
Die Weibchen haben meist grüne und blaue Grundfarben mit unterschiedlicher Schwarzzeichnung

Lebensweise:
Schlanklibellen bewohnen hauptsächlich stehende Gewässer und Moore; neu geschaffene Gewässer in Kiesgruben, in Steinbrüchen, Baggerseen oder auch Gartenteiche besiedeln sie schnell.

Zwei Arten (Helm-Azurjungfer, Vogel-Azurjungfer) siedeln nur in kleinen Wiesenbächen oder fließenden sonnigen Gräben.

Federlibellen (1 Art in Norddeutschland):

Merkmale:
Körperfarbe blass gefärbt ohne Metallglanz
Kopfoberseite mit zwei farbigen Streifen
Beine mit verbreiterten Schienbeinen

Lebensweise:
Federlibellen bewohnen langsam strömende Fließgewässer, aber auch vegetationsreiche Seen und Teiche; auch in Kanälen und Fischteichen behaupten sie sich gut.

Großlibelle (Blaugrüne Mosaikjungfer, ein Vertreter der Edellibellen) mit sich berührenden Augen, unterschiedlich geformten, immer abstehenden Flügeln und auffälliger Körpergröße
2. Großlibellen:

Die Großlibellen unterschieden sich (abgesehen von der Körpergröße) in einigen Merkmalen von den Kleinlibellen. So berührt sich das Augenpaar bei den Großlibellen mindestens an einem Punkt (Ausnahme Flussjungfern!). Auch die Flügel unterscheiden sich von denen der Kleinlibellen, denn die Hinterflügel sind am Ansatz breiter als die Vorderflügel. Die Großlibellen können ihre Flügel nicht zusammenlegen, sondern spreizen sie immer seitlich vom Körper ab. In Deutschland sind die Großlibellen mit fünf Familien vertreten: Edellibellen, Quelljungfern, Flussjungfern, Falkenlibellen, Segellibellen

Edellibellen (13 Arten in Niedersachsen):

Merkmale:
Körperfarbe braun, grün, blau oder gelb mit auffälligen Schwarzzeichnungen
Hinterleib ist meist hell und dunkel gescheckt
Weibchen mit Legestachel
Männchen mit Revierflug und -verteidigung

Lebensweise:
Edellibellen bewohnen Tümpel, Teiche, Seen, Kiesgruben, Hochmoore, Niedermoore, Übergangsmoore oder Altarme ohne Strömung

Quelljungfern (2 Arten in Niedersachsen):

Merkmale:
Flügelspannweite von bis zu 10,5 cm
Smaragdgrüne Augen berühren sich nur in einem Punkt
Körperfarbe schwarz mit hellgelben Streifen und Ringen

Lebensweise:
Quelljungfern entwickeln sich in Quellsümpfen und kleinen Bächen hauptsächlich in Laubwäldern im Hügel- und Bergland; die Larven leben eingegraben vier bis sechs Jahre in den Quellabflüssen und Bächen.

Flussjungfern (4 Arten in Niedersachsen):

Merkmale:
Augen weit voneinander entfernt (Ausnahme von der Regel, dass sich bei Großlibellen die Augen berühren!)
Körperfarbe gelb/schwarz oder grün/schwarz

Lebensweise:
Flussjungfern leben an sauberen, natürlichen Bächen und Flüssen und in sandbankreichen Kanalufern; einige Arten bewohnen zusätzlich Stillgewässer wie Seen, Kiesgruben und Baggerseen. Sie fliegen und sitzen gerne auf sonnigen Schotter- und Sandbänken oder flussbegleitenden Wegen. Die Larven entwickeln sich etwas eingegraben in ruhigen Sandbänken innerhalb von zwei bis vier Jahren.

Falkenlibellen (6 Arten in Niedersachsen):

Merkmale:
Augen leuchtend smaragdgrün
Körperfarbe metallisch grün, schwarz oder braun
Hinterleibsanhänge lang und eckig

Lebensweise:
Falkenlibellen haben sehr spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie bewohnen von Büschen umsäumte Teiche, Seen und große Altarme mit großen Schwimmblattzonen in Stromtälern, Sümpfe in Auen sowie Übergangsmoore und Hochmoore im Bergland.

Vierfleck - mit vier Flecken pro Flügelpaar gut zu erkennen; ein Vertreter der Segellibellen
Segellibellen (20 Arten in Niedersachsen):

Merkmale:
Hinterleib und Hinterleibanhänge wirken kurz
Körperfarbe gelb, braun, rot, blau oder schwarz
Im Alter werden die Segellibellen meist dunkeloliv, bläulich oder schwarz ohne Metallglanz

Lebensweise:
Segellibellen bewohnen Teiche, Sümpfe, Übergangsmoore, Seen, Altarme oder Kiesgruben; drei Arten entwickeln sich in kleinen, sonnigen Wiesenbächen oder ruhigen Buchten von Flüssen.

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