Donnerstag, 30.3.2017
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Naturgarten - Artenvielfalt in der Stadt

Projektvorstellung - Projektaktionen - Teilnahme am Projekt - Downloads und Unterlagen
 

naturelement
Auch städtisch angelegte Gärten können naturnahe Bereiche und heimische Pflanzen aufweisen...
Das Projekt:

Mit diesem Projekt möchte der NABU einer breiten Öffentlichkeit Möglichkeiten zur Erhaltung oder Verbesserung der Artenvielfalt aufzeigen. Angesprochen für die praktische Umsetzung von konkreten Maßnahmen im Rahmen des Projektes werden hier insbesondere Schulen, Kindergärten, Altenheime, Vereine u. ä. mit öffentlich zugänglichen Flächen.

Zusammen mit solchen Projektpartnern wird der NABU ausgewählte Maßnahmen planen und gemeinsam in die Tat umsetzen.

Artenvielfalt, was ist das eigentlich?

Artenvielfalt ist das Maß für die Vielfalt der biologischen Arten, also der verschiedensten Tier- und Pflanzenarten innerhalb eines Lebensraumes. Es kann anzeigen, wie gesund ein Ökosystem ist.

Jedoch denken viele Menschen bei Artenvielfalt an den Regenwald mit seinen unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Und tatsächlich leben ca. 80 % aller auf der Erde bekannten Arten nur dort. Doch Artenvielfalt findet man auch vor der eigenen Haustür und immer mehr im städtischen Bereich. Teilweise ist die Artenvielfalt in der Stadt höher als auf dem Lande. Trotzdem ist die Artenvielfalt weltweit in den letzten 30 Jahren insgesamt um 40 % zurückgegangen.

trockenmauer
Eidechse - auch bei uns im Norden sind Eidechsen in einem naturnahen Gelände durchaus zu finden...
Die Hauptursachen des Artenschwundes:
  • Biotopvernichtung, Zerschneidung und Versiegelung der Landschaft sowie deren Umwandlung in bewirtschaftete Monokulturen, aktuell Maisanbau für Biogasanlagen (Vermaisung)
  • Ausbeutung der biologischen Ressourcen (z. B. Überfischung, übermäßiges Fangen, Jagen, Sammeln)
  • Veränderung der Umwelt durch Verschmutzung oder Klimaveränderung
  • Verdrängung einheimischer Arten durch invasive (eingewanderte) Arten

insektenwand
Insektenwand - die kann man natürlich auch in kleiner bauen...
Mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Artenvielfalt auf einer Fläche :

  • Aufstellen von Insektenwänden für Wildbienen
  • Anpflanzen von Hecken, Wildstauden, Obstbäumen und Küchenkräutern
  • Pflanzung von heimischen Wildgehölzen und nektarreichen Stauden
  • Anbringung von Nisthilfen für Kleinsäuger, z. B. Winter- und Frühlingsunterschlüpfe für Igel und Sommerquartiere für Fledermäuse
  • Anbringung von Nisthilfen für Vögel
  • Einrichtung einer Schmetterlingswiese als Nahrungshabitat
  • Anlegen von Trockenmauern mit Wildstauden und Unterschlupfmöglichkeiten für Echsen und Wohnraum für Insekten
  • und und und...

Viele Tipps und Möglichkeiten, was in Gartenbereich und Grünanlagen konkret zur Förderung der heimischen Pflanzen- und Tierwelt zu tun ist, haben wir hier zusammengestellt...

Beispielhafte Aktionen im Rahmen des Projektes:

hochbeet
Errichtung des Hochbeets mit der Gartenbau-AG der Freien Waldorfschule Oldenburg
Hochbeet gebaut und bepflanzt

Bereits kurz nach Projektstart meldete sich der Heilpädagogische Zweig der Freien Waldorfschule Oldenburg. Zusammen mit der Garten-Bau-AG errichtete der NABU im September an nur 2 Nachmittagen ein Hochbeet. Es wurden fleißig Natursteine gestapelt und der Innenraum mit Mutterboden aufgefüllt.

Statt eines Zaunes steht nun ein Hochbeet an der Grundstücksgrenze. Bepflanzt mit nektarreichen Stauden wie z.B. Minze, Thymian, Färberkamille und verschiedenen Sedum-Arten (Mauerpfeffer) bietet das Hochbeet nicht nur Nahrung für Hummeln und andere Insekten, sondern auch Versteckmöglichkeiten für Eidechsen, Kröten und Laufkäfer.

ohrwurmnester
Schüler der Grundschule Klingenbergstrasse
Ohrwurmhäuser gebastelt und aufgehängt

Im Oktober und November wurden mit Kindern des Stadtteiltreffs Bloherfelde und der Grundschule Klingenbergstraße Ohrwurmhäuser aus Tontöpfen gebaut. Ohrwürmer, auch Ohrenkneifer genannt, sind Fluginsekten und gelten aufgrund ihrer Vorliebe für Blatt- und Schildläuse als Nützlinge im Garten. Auch vertilgen sie gerne kleine Insektenlarven und sogar Mehltaupilze. Tagsüber halten sie sich in Mauerritzen, unter Brettern, Laub, Steinen u. ä. auf, nehmen aber auch gerne künstliche Wohnungen an. Diese werden an Bäume gehängt oder auf den Boden gestellt.

Der Name leitet sich nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, von der Attraktivität des menschlichen Ohres als Behausung ab. Früher wurden Ohrwürmer pulverisiert als Medizin ins Ohr gegeben.

erlenpflanzung
AG „Lebensraum Schule“ pflanzt eine Erle
Ligusterhecke erweitert und Grau-Erlen gepflanzt

Obwohl draußen schon Minus-Temperaturen herrschten, hat die BBS II Wechloy zusammen mit dem NABU Oldenburg Hecken- und Baumpflanzungen vorgenommen. Die Hecke, die leider schon ausgedünnt war, konnte vervollständigt und erweitert werden. Jetzt ist sie Lebensraum, Schutz und Nahrungsquelle für viele verschiedene Vogelarten. Denn im Winter ernähren sich fast alle Vögel von Früchten und Samen. Das ist gerade jetzt besonders wichtig, da die Vögel wegen der dicken Schnee- decke kaum an Futter ran kommen.

Außerdem wurden auf der großen Grünfläche vor dem Schulgelände Grau-Erlen angepflanzt. Sie gelten als ökologisch wertvoll, da sich in und an ihnen zahlreiche Falter und Schmetterlingsarten aufhalten. Bereits im nächsten Frühjahr wird man sich an der Vielzahl der verschiedenen Insekten erfreuen können.
 

gs klingenbergstrasse
Umwelt-AG in der GS Klingenbergstraße (Oldenburg)
Nistkästen Aufhängen in der Grundschule Klingenbergstrasse

Pünktlich zum Start der diesjährigen Brutsaison hat die Umwelt-AG der GS Klingenbergstraße zusammen mit dem NABU Oldenburg Nistkästen angebracht. Die Kinder können direkt vor ihrem Klassenzimmer sehen, wann die Nistkästen besetzt werden und den Sommer über verfolgen, wie viele Insekten die Eltern herbeischaffen müssen, bis die Jungen flügge werden. Sie lernen ganz nebenbei die verschiedenen Vogelarten kennen. Außerdem erfahren sie einiges über die Lebensweise unserer gefiederten Gartenbesucher und die Zusammenhänge in der Natur. Das trägt bei zum Verständnis der Wichtigkeit der Artenvielfalt und der Arterhaltung. Nur so wird man sich später für den Erhalt und den Schutz der Natur einsetzen. Denn was man nicht kennt, wird man nicht vermissen.

Stadtteiltreff Bloherfelde (Oldenburg)
Wohnungsbau für die Gefiederten

Schon Ende letzten Jahres hat der Stadtteiltreff Bloherfelde mit dem NABU gemeinsam Ohrwurmhäuser gebaut und aufgehängt. Oft fehlt es an geeigneten Unterschlüpfen für diesen unscheinbaren Nützling im Garten.

Im März diesen Jahres konnten in den Bäumen in der Nähe des Stadtteil-Treffs 4 Nistkästen angebracht werden. Jetzt haben Kleiber, Star, Blau- und Kohlmeise einen neuen Unterschlupf bekommen. Denn für genügend Nahrung, um die Vögel auch anzulocken, ist bereits gesorgt. Auf einer Rasenfläche unmittelbar vor Reihenhäusern haben Freiwillige des Treffs kleine Gemüsebeete angelegt.

Davon hat der Stadtteiltreff Kreyenbrück gehört und sich ebenfalls gemeldet, um am Projekt teil zu nehmen. Nachdem die fleißigen Gärtner im Rahmen des Projektes „Internationale Gärten“ mehrere Gemüsebeete vor dem Gebäude angelegt hatten, sollte die Fläche gezielt für Vögel interessanter gestaltet werden. Und zwar mit dem Aufhängen von Nistkästen. Am Tag des offenen Gartens wurden von der Projektleitung verschiedene Nistkästen vorgestellt. Zudem wurde erläutert wie und wo man Nistkästen aufhängt, und dass sie nach Ende der Brutsaison gereinigt werden. Dies soll eine zu hohe Zahl an Parasiten und anderen Schädlingen vermeiden, die den Jungvögeln im nächsten Jahr zu schaffen machen können. Anschließend wurden 3 Kästen gemeinsam aufgehängt: Kohlmeise, Blaumeise und Star haben nun neue Wohnungen erhalten.

Stadtteiltreff Kreyenbrück (Oldenburg)
Diese werden sicher fleißig bei der Vertilgung zahlreicher Schadinsekten helfen, so dass die Gemüse- Beete weitestgehend verschont bleiben.

kgv bloherfelde
Neue Fledermauskästen für den KGV Bürgerfelde
KGV Bürgerfelde schafft Sommerquartiere für Fledermäuse

Gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden des Kleingarten-Vereins, Irma und Helmuth Stöver, wurden Fledermaus-Kästen angebracht. Denn viele der über 20 in Deutschland heimischen Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Die Gründe sind fast ausschließlich auf den Menschen zurück zu führen. Durch die intensive Landwirtschaft und das vielerorts Fehlen alter Baumbestände mangelt es den Tieren an geeigneten Quartieren aber auch an genügend und vor allem insektizid-freier Nahrung.

Schon länger beobachten die Kleingärtner die „Flugkünstler der Nacht“ über dem Gelände und wollen den Fledertieren einen geeigneten Unterschlupf bieten. In einer Höhe von ca. 4 Metern wurden die Kästen am Baum befestigt. Wichtig ist, dass die Handflügler (Chiroptera) einen freien Anflug haben. Der Kasten sollte also nicht hinter Gebüsch oder über Ästen angebracht werden. Aufgrund der unterschiedlichen Bepflanzung der einzelnen Parzellen finden auf dem Gartengelände viele Insekten Nahrung, die wiederum potentielle Beute für die Fledermäuse sind.
 

domicil
Hochbeet auf dem Gelände des Seniorenheims 'Domicil' in Oldenburg
Duft- und Fühlbeet auf Augenhöhe

Nachdem im Spätsommer einige Nistkästen und ein Insektenhotel auf dem weitlälufigen Gelände des Seniorenheims Domicil aufgestellt wurden, kam noch ein Hochbeet hinzu. An einer sonnigen Stelle vor dem Teich des Seniorenheims wurde mit Hilfe einiger Mitarbeiter und der Geschäftsführung ein ca. 3 m langes Hochbeet errichtet. Duft- und Fühlpflanzen wie Oregano, Lavendel und Thymian wurden angepflanzt. Die Senioren können nun über 15 verschiedene Kräuter ertasten, riechen und schmecken = Natur erleben mit allen Sinnen. Besonders das persönliche Erleben der Pflanzenwelt hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Und das ist die Grundlage für den Erhalt der Artenvielfalt.
 

kräuterspirale
Blick 'auf' die neue Kräuterspirale...
Kräuterspiralen angelegt

Gemüsebeete wurden bereits geschaffen und Nistkästen aufgehängt. Nun haben die fleißigen Gärtner der Stadtteiltreffs Bloherfelde und Kreyenbrück zusammen mit dem NABU Kräuterspiralen angelegt. In nur wenigen Stunden konnten so auf kleiner Fläche (ca. 1,5 m Durchmesser) über 15 verschiedene Kräuter gepflanzt werden. Darunter Lavendel, Schnittlauch, Petersilie, Tripmadam, Zitronenmelisse und Minze. Diese bieten verschiedenen Tieren Nahrung.

Eine Kräuterspirale beherbergt Pflanzen mit unterschiedlichen Boden- und Lichtansprüchen. Wobei oben die Pflanzen stehen, die wenig Wasser benötigen. Nach unten hin wird der Boden feuchter. Durch die Steine wird Sonnenwärme gehalten, so dass Kräuter aus verschiedenen Klimazonen wachsen können. Auch Tiere wie Echsen und Käfer wissen dies zu nutzen. Sie wärmen sich auf den Steinen auf und können sich zwischen den Steinen verstecken.

Eine Kräuterspirale ist nach dem Prinzip der Permakultur angelegt. Sie wird auch „Nichts-tun-Landwirtschaft“ genannt, da sie im Vergleich zu üblichen Beeten wenig Arbeit macht. So hat man mehr Zeit, seinen Garten zu genießen und die Artenvielfalt zu bestaunen.
 

schmetterlingspflanzen
Schmetterlings-Aktivisten im Marschweg-Garten in Oldenburg
Schmetterlings-freundliche Stauden mit Schmettlings-AG gepflanzt

Schon seit einigen Wochen gab es die Idee, im Marschweg-Garten (von der Umweltstiftung Weser-Ems dem NABU zur Verfügung gestellt) Pflanzen speziell für Schmetterlinge zu pflanzen. An einem sonnigen Nachmittag im September wurden dann die ersten Spatenstiche für ein Schmetterlingsbeet gestochen. Das war nicht so leicht wie gedacht, denn es musste erst der Grassoden entfernt werden, um Platz für ein Beet zu schaffen. Eingesetzt wurden Wasserdost, Baldrian, Blutweiderich, Lichtnelke und Mädesüß.

Schmetterlings-Raupen sind oft auf eine oder einige wenige Pflanzen spezialisiert. Gibt es diese Pflanzen nicht, gibt es die entsprechenden Schmetterlinge nicht mehr. Die Schmetterlinge legen ihre Eier auch ganz gezielt auf diese sogenannten Futterpflanzen, damit sie nach dem Schlüßfen Nahrung finden ohne weit fliegen zu müssen. Es ist also wichtig, dass wieder vermehrt solche Kräuter und Stauden angepflanzt werden.

apfelbaum
Reichlich Ernte...
Apfelpflück- und Schautag im NABU-Garten

Anfang Oktober fanden an zwei Nachmittagen Apfelpflück- und Apfelschautage statt. Zu pflücken gab es alte, einheimische Apfelsorten wie Krügers Dickstiel, James Grieve, Pannemanns Tafelapfel, Schöner aus Herrenhut und Schöner aus Nordhausen.

Währenddessen konnte man sich auf dem 2.000 qm großen Gartengelände, von der Umweltstiftung Weser Ems zur Verfügung gestellt, auch über naturnahe Gartengestaltung informieren. Denn selbst im kleinsten Garten ist Platz, der Artenvielfalt auf die Sprünge zu helfen. Und die private Gartenfläche in Städten beträgt über 10 %, gleich hinter landwirtschaftlich und forstwirtschaftlicher Fläche. Jeder kann also selbst dazu beitragen, die Artenvielfalt zu sichern und sogar zu erhöhen.

pflanzaktion
Pflanzaktion in Blankenburg
Beerensträucher und Apfelbaum auf dem Gelände Kloster Blankenburg angepflanzt

Viel Glück mit dem Wetter hatten alle fleißigen Helfer bei der Pflanzaktion in Blankenburg. Schnell waren Beerensträucher und Apfelbaum eingepflanzt. Sie werten das Gelände, das an einen Wald grenzt, ökologisch auf. Bisher konnte nur wenig Neues gepflanzt werden. Denn die Pfauen, die sich frei auf dem Gelände bewegen, zernagen jeden kleinen Strauch.

Die stacheligen Beerensträucher sollen jetzt die Pfauen von dem Gemüsebeet fern halten, das nicht eingezäunt ist. Zudem bieten heimische Sträucher nicht nur Schutz vor Räubern. Sie tragen oft bis in den Winter hinein Früchte und ernähren somit viele Vögel und Kleinsäuger. Auch dem Igel und der Haselmaus ist mit einer kleinen Hecke als schützenden Unterschlupf geholfen.

schülergruppe
Schüler der GS Etzhorn und Dietrichsfeld
Apfelbäume gepflanzt und Naschgarten angelegt

Im Rahmen dieses Projektes wurden mit den Schülern der GS Etzhorn und der GS Dietrichsfeld heimische Apfelbäume gepflanzt und ein sogenannter Naschgarten angelegt. In diesem wachsen jetzt Stachel-, Brom-, Him- und Johannisbeere, also heimische Beerensträucher, um die sich die Kinder eigenverantwortlich kümmern werden. Dabei soll natürlich das Naschen nicht zu kurz kommen. Zudem bieten die stacheligen Sträucher Unterschlupf und Nistmöglichkeiten für unterschiedliche Vogelarten und Kleintiere.

schülergruppe
Schüler der Schule Sandkruger Straße mit neu gepflanztem Apfelbaum
Schulgelände mit vielen Elementen ökologischer gestaltet

Mitte Oktober haben Schüler der Schule Sandkruger Straße Apfelbäume gepflanzt. Die Äpfel sind schon für den nächsten Herbst zum Backen von Kuchen und anderen Leckereien eingeplant. Zuvor konnte die Kräuterspirale vervollständigt und Stauden gepflanzt werden. Außerdem konnte noch ein Insektenhotel aufgestellt werden. Ein Beet mit wildbienenfreundlichen Pflanzen dient den schlüpfenden Insekten ab dem nächsten Jahr als erste Nahrungsquelle. Für sie wird es immer schwieriger, Nahrung und geeigneten Wohnraum zu finden. Wildbienen benötigen hohle Pflanzenstängel, Mauerritzen oder Totholz zum Nestbau. Doch die sind dank allzu gründlicher Gärtner und häufigem Einsatz von Pestiziden und anderen Giften kaum noch vorhanden. Schon mit einem Bündel aus Schilf kann man den Tieren im eigenen Garten eine neue Wohnung und Nistplatz schaffen.

schülergruppe
Schüler der Paul-Maar-Schule
Insektenhotel aufgestellt:

Kurz bevor es draußen so richtig frostig wurde, konnte auf dem Gelände der Paul-Maar-Schule ein großes Insektenhotel aufgestellt werden. Darin werden die unterschiedlichsten Insekten ihre Eier ablegen oder den Winter verbringen.

Nachdem die Kinder der Klasse 1b zunächst weitreichend über die zu erwartenden Insekten informiert wurden, ging es an die praktische Arbeit. Schilfmatten wurden zurecht geschnitten, Holzscheiben angebohrt und selbst mitgebrachte Naturmaterialien in die Fächer gefüllt, wie zum Beispiel Lochziegel und Tannenzapfen. Letztere ziehen Florfliege und Marienkäfer an. Beides Vertilger von jeder Menge Thripsen, Blatt- und Wollläusen, also gern gesehene Gäste im Garten.

Bereits im nächsten Frühjahr werden die ersten „Interessenten“ wie Mauerbiene und Mörtelbiene aus nächster Nähe zu beobachten sein. Und das völlig ungefährlich, denn Wildbiene und Co. sind äußerst friedfertige Tiere, die zudem einen großen Anteil an der Bestäubung von Kulturpflanzen haben. Noch ein Grund mehr, ihnen ein Zuhause im eigenen Garten anzubieten.

seniorengruppe-insektenhotel
Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheims Bloherfelde vor dem neuen Insektenhotel
Im Pflegeheim großes Insektenhotel aufgestellt:

Zum Abschluss dieses 1,5-jährigen Projektes wurde noch ein großes Insektenhotel aufgestellt. Zusammen mit einigen Bewohnern und der Leitung des Pflegeheims Bloherfelde wurde mit dem Befüllen der Fächer begonnen. Viel Schilf aus dem eigenen Garten wurde dafür zurecht geschnitten und zusammen gebunden. Ebenso wurden Holzblöcke mit Löchern in unterschiedlichen Größen versehen. Denn unterschiedliche Insekten benötigen verschieden große Niströhren.

Inspiriert von diesem Hotel für Wildbiene & Co. plant das Pflegeheim auf der Fläche davor ein Hochbeet anzulegen. Darauf sollen wildbienenfreundliche Pflanzen gepflanzt werden, die den Insekten als Nahrung dienen, sobald sie die Brutröhren verlassen haben.

Insgesamt also nicht nur eine ökologische Bereicherung für den Garten. Auch die Bewohner können tagkräftig bei der Planung und Gestaltung mitmachen und beim Spazieren über den Hof die verschiedenen Tiere und Pflanzen bewundern. Artenvielfalt vor der Haustür!

Projektleiterin Alida Eilers
Teilnahme am Projekt:

Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen und eine weitere Teilnahme ist leider nicht möglich. Wir bedanken uns bei unserer Projektleiterin Alida Eilers für den engagierten Einsatz in Sachen Artenvielfalt ganz herzlich!

Wer zum Thema eine Maßnahme oder eine Frage hat, kann sich jederzeit an die NABU-Geschäftsstelle wenden - vielleicht können wir ja weiterhelfen...:

Projekt Naturgarten - Artenvielfalt in der Stadt:
Alida Eilers
NABU Oldenburg
Schlosswall 15
26122 Oldenburg
Tel.: 0441-25600
Mail: mail@nabu-oldenburg.de

Privatgärten:

Wer keine öffentlich zugängliche Fläche hat, die in diesem Projekt erfasst werden könnte - wer aber einen privaten Garten sein eigen nennt, kann natürlich auch aus der Vielfalt der Möglichkeiten schöpfen, um die Artenvielfalt schon auf relativ kleinen Raum erkennbar zu vergrößern. Beispiele und Gedanken dazu finden sich beispielsweise hier...

Sogar wer keinen Garten hat, kann etwas für die heimische Tierwelt tun. Indem beispielsweise Küchenkräuter wie Thymian, Minze, Lavendel u. ä. auf den Balkon oder in einen Pflanzkübel vor die Tür gestellt werden. Diese bieten mit ihren Blüten eine nektarreiche Nahrung z. B. für Hummeln und andere Insekten. Dabei können die Tiere aus direkter Nähe beobachtet werden. Natur in der Stadt ist gleichzeitig Lebensqualität, Erfahrungshorizont und Erholung.

Projektunterlagen:

1. Einen Flyer zur Zielsetzung des Projektes, zu den Möglichkeiten der Kooperation und alle Kontaktdaten finden sich im Download des Projekt-Flyers als PDF-Datei...

2. Das Projektheft 'Naturgarten - Artenvielfalt in der Stadt' ist inzwischen leider vergriffen!

3. Es stehen auch Artenlisten zur Auswahl von Bäumen und Wildstauden zur Verfügung.

 

Wir danken den Förderern dieses Projektes:

bingo-logo Die Niedersächsische Bingostiftung für Umwelt- und Entwicklungszusammenarbeit
 
Die Umweltstiftung Weser-Ems
 
Die Oldenburgische Landesbank

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seitenanfang
Impressum
NABU-Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do, 15.00 - 17.00 Uhr
Gestaltung + Technik: ziesmer@nabu-oldenburg.de