Freitag, 18.5.2012
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Turmfalken - Artenschutz in der Stadt

Webcam Thomas-Kirche - Projektvorstellung - Der Turmfalke
 

Webcam Thomas-Kirche:

In der Thomas-Kirche in Oldenburg-Ofenerdiek wurde eine Webcam in einem Turmfalkenkasten installiert. In diesem Nistkasten brüten schon seit mehreren Jahren regelmäßig Turmfalken und auch in diesem Jahr scheinen sie ihr gewohntes Heim wieder beziehen zu wollen. Seit Anfang Mai 2012 zeigen sich die Tiere regelmäßig im Kasten und arbeiten bereits eine kleine Brutmulde aus...

Die Aktion ist Teil eines gemeinsamen Projektes des NABU Oldenburger Land mit der Telekom Deutschland. Die Kosten für die Webcam und für die Übertragung hat freundlicherweise die Telekom Deutschland übernommen.

Als Ansprechpartner für die Telekom Deutschland konnten wir Herrn Werner Meyer von der Region Nord und Herrn Heinz Kirchhof von der Nachhaltigkeitsabteilung gewinnen. Die Installation der Kamera erfolgte durch die Firma Elektro Berger aus Oldenburg. Unser Dank gilt auch der Kirchengemeinde der Thomas-Kirche, allen voran dem Küster, Herrn Andreas Scheinert, der schon seit Jahren bei den Arbeiten am Turmfalkenkasten und seiner Betreuung behilflich ist.

Wir danken für die Unterstützung:

 

Erfolgreiche Brut im Turmfalkenkasten...
Das Projekt:

Im Rahmen des bundesweiten NABU-Projektes "Lebensraum Kirchturm" haben sich die Mitglieder des NABU Oldenburger Land Johannes Bartner und Melanie Witte zur Aufgabe gemacht, Nistkästen für Turmfalken in Kirchtürmen in Oldenburg und weiterer Umgebung anzubringen.

Zurzeit werden etwa 80 dieser Spezialkästen für Turmfalken durch die beiden Ehrenamtlichen betreut.

Der Turmfalke:

Der Turmfalke, allerorts bekannter kleiner Greifvogel, wurde im Jahr 2007 zum "Vogel des Jahres" gewählt. Grund war, dass auch im Falle des Turmfalkens eine Bestandsreduzierung zu beobachten war.

Turmfalken brüten naturgemäß in Felswänden mit Nischen oder auch in größeren Bäumen. Sie bauen keine aufwändigen Nester, sondern legen ihre Eier auf den Boden des Brutplatzes ab. Seltener benutzen sie auch alte verlassene Nester von Krähen oder Tauben. Der Turmfalke fühlt sich vor allem im offenen Gelände wohl, nutzt aber auch sehr gern Siedlungsränder zur Brut, wobei er zur Jagd dann Flächen im Umkreis von mehreren Kilometern nutzt. In dörflichen Siedlungen und Stadträndern lassen sich spezielle Turmfalkenkästen sehr gut in der Höhe an Kirchtürmen anbringen, wodurch dem Turmfalken die Nistplatzsuche gerade im Flachland sehr erleichtert wird.

Einige Wochen später...
Turmfalken sind äußerst geschickte und schnelle Flieger; typisch ist ihr Rüttelflug, womit sie bei der Jagd Ausschau nach Beute halten. Sie stürzen sich dann aus der Luft gezielt herab. Turmfalken sind ausschließliche Bodengreifer. Vor allem Kleinsäuger wie Mäuse stellen die Hauptnahrungsquelle dar. Aber auch kleine Vögel, Reptilien, Amphibien und größere Insekten gehören zum Beutespektrum.

Von April bis Mai legt das Weibchen meist 5-6, selten bis zu 9 Eier. Die Eier sind meistens rotbraun gefleckt. Die Brut dauert etwa 4 Wochen. Die Aufzucht der Jungen betreiben die Turmfalkenpärchen gemeinsam.

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