Donnerstag, 30.3.2017
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Lebensraum Obstwiese - ein Heim für den Höhlenbrüter - der Grünspecht  

Mit Vorliebe am Boden auf der Suche nach Ameisen zu sehen - der Grünspecht
Der Grünspecht im Oldenburger Land:

Der Grünspecht Picus viridis ist von NABU und LBV zum Vogel des Jahres 2014 gewählt worden. In Deutschland ist er nach dem Buntspecht die zweithäufigste Spechtart - der Bestand wird bei etwa 40.000 – 70.000 Brutpaaren vermutet. Die Bestände haben in letzten Jahren zugenommen.

In Niedersachsen ist der Bestand, im Gegensatz zum bundesweiten Trend, auf 2.500 Brutreviere zurück gegangen. Er steht bei uns auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten mit der Stufe drei als gefährdet. Der Grünspecht ist vor allem im Niedersächsischen Tiefland verbreitet mit Schwerpunkten in den Landschaftsräumen Lüneburger Heide, Wendland und Osnabrücker Hügelland. In Bereich Ostfriesisch-Oldenburgische Geest gibt es nur wenige Brutvorkommen, und die Marschen gehören nicht mehr zu seinem Brutgebiet.

Wichtiger Lebensraum für Grünspechte - die Obstwiese
Verbesserung der Lebensräume:

Der Grünspecht besiedelt gerne Randzonen von Laub- und Mischwäldern. Er dringt nur tiefer ins Waldesinnere ein, wenn er dort Waldwiesen, Kahlschläge oder große Lichtungen vorfindet. Ein wichtiger Lebensraum für den Grünspecht sind alte Obstbaumbestände und alte Streuobstwiesen. Sie stellen aufgrund ihrer nachhaltigen extensiven Bewirtschaftung einen optimalen Lebensraum für den Grünspecht dar. Die lückigen Grünlandbestände am Fuße der Obstbäume bieten dem Specht ein optimales Nahrungshabitat, denn mit großer Ausdauer durchsucht er den Boden zwischen den Obstbäumen nach Ameisen.

Aus diesem Grunde wollen wir mit unserem Projekt neue Lebensräume für den Grünspecht schaffen und alte Lebensräume erhalten. Mit der Anlage von Streuobstwiesen und der Pflanzung von 150 Obstbäumen wollen wir dem Grünspecht im Oldenburger Land helfen.

Aber nicht nur Streuobstwiesen und Waldrandzonen bieten dem Grünspecht einen geeigneten Lebensraum, auch Parks und größere Gartenanlagen sind Habitate in denen er sich wohlfühlt. So ist z.B. im Oldenburger Schlossgarten der Grünspecht seit Jahrzehnten zu Hause. Die lichten und aufgelockerten Baumbestände in Kombination mit den offenen Grünlandflächen bieten dem Specht gute Lebensbedingungen und geben einem die Chance, den Grünspecht auch in direkter Umgebung des Menschen zu beobachten. Wenn man Glück hat, kann man dem Specht dann sogar in unmittelbarer Nähe bei der Suche nach Ameisen zusehen.

Vorlage zum Weiterbauen - der NABU-Grünspechtkasten
Versuchsprojekt "Grünspecht-Nistkasten":

Anfangs erscheint es ungewöhnlich, einen Nistkasten für den Grünspecht aufzuhängen, da Spechte sich ja ihre eigenen Bruthöhlen zimmern. Doch häufig nutzen sie auch schon vorhandene Höhlen, sodass die Möglichkeit bestehen könnte, dass der Grünspecht fertige Nistkästen annimmt. In unserem Projekt möchten wir dies ausprobieren und haben im gesamten Oldenburger Land 130 Nistkästen aufgehängt, die anhand eines Meldebogens beobachtet und kontrolliert werden.

Die Nistkästen bestehen aus einem Birkenstamm und haben eine Einfluglochgröße von 45 mm. Der Grünspecht wird das Loch auf 65 mm erweitern. Am besten sollte der Kasten in einer Höhe von 4-6 m aufgehängt werden.

Wusstet ihr schon, warum der Grünspecht bei dem vielen Gehämmere seiner Höhlen keine Kopfschmerzen bekommt? Er verfügt über ein verstärktes Kopfskelett und eine federnde Verbindung zwischen Oberschnabel und Hirnschädel, die wie ein Stoßdämpfer wirkt.

Ergebnisse:

Die 1. Brutvogelkartierung der Grünspechtkästen hat ergeben, dass man in 40% der kontrollierten Kästen eine Starenbrut nachweisen konnte. Damit war der Star der häufigste Bewohner der Kästen. Weiterhin waren Gartenrotschwanz, Kleiber, Haussperlinge und sogar ein Specht eingezogen, hier war es allerdings der Buntspecht.

Im 'Barßeler Obstgarten' pflanzte der NABU Elisabethfehn 40 Obstbäume - zukünftiger Lebensraum für Grünspechte
Streuobstwiesen für den Grünspecht:

Im Rahmen des Projektes wurden im gesamten Oldenburger Land zahlreiche neue Obstwiesen angelegt und viele ältere Wiesen durch Neuanpflanzung ergänzt; hierbei wurden stets regionale hochstämmige Apfelsorten verwendet. Der Grünspecht ist ein typischer Bewohner dieser Streuobstwiesen, hier findet er in den alten Obstbäumen einen Brutplatz und Ameisen bieten ihm ein geeignetes Nahrungsangebot. Neue Obstwiesen sind in Nordenham, in Barßel, in Vechta, in Hatten, in Rastede und in weiteren Gemeinden enstanden.

Kontakt:

Birgit Röttering
Tel. 0441 – 25600
roettering@nabu-oldenburg.de

 

Wir danken den Förderern dieses Projektes:

bingo-logo Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

Hier geht es zur Umwelt-Mitmachkarte der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, dort finden Sie viele weitere geförderte Umweltprojekte...

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Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
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Gestaltung + Technik: ziesmer@nabu-oldenburg.de