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Ringelnatterschutz

ringelnatter (natrix natrix)
Ringelnatter (Natrix natrix), ungiftig und doch gefährdet
Die Ringelnatter (Natrix natrix) gehört zu den wenigen heimischen Schlangenarten unseres norddeutschen Raumes. Seit Jahrzehnten steht diese Reptilienart in Deutschland und Niedersachsen unter dem Status „gefährdet“ auf der Roten Liste der bedrohten Tieraten. Die Ringelnatter hat ihren Namen von den zwei ringelförmigen, gelblich-weißen Flecken am Hinterkopf und gehört zu den ungiftigen Schlangen.

Aufgrund zunehmender Zerstörung von Lebensräumen für Ringelnattern durch Flurbereinigungsmaßnahmen und Flächenumbrüche sowie durch Torfabbau und großflächige Entwässerungsmaßnahmen sind in den letzten Jahrzehnten teilweise ganze Reptilienpopulationen ausgelöscht worden.

loyermoor
Blick in die Projektfläche im Loyermoor
In Kooperation mit der Bezirksregierung Weser-Ems, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ammerland und mit finanzieller Unterstützung der Umweltlotterie BINGO konnte der NABU Oldenburg Anfang 2004 eine geeignete Moorfläche in Loy bei Rastede (im Bild unten: A) ankaufen und somit einen Lebensraum der Ringelnatter sichern und verbessern. Eine direkt angrenzende Fläche (B) konnte im Sommer 2004 ebenfalls in Pflege durch den NABU genommen werden.

Ein optimaler Lebensraum für die Ringelnatter besteht im Sommer aus feuchten Wiesen oder extensiv genutzten Weiden mit einigen Tümpeln und Weihern. Die Ringelnatter hält sich gerne im oder am Wasser auf, um dort Frösche, kleine Fische oder Molche zu jagen. Im Herbst verkriechen sich die Tiere im Kompost- oder Totholzhaufen und verfallen dort aufgrund der Kälte und Nahrungsknappheit in eine Winterruhe. In diesen Totholzhaufen legen die Weibchen im Frühjahr 10 bis 30 aneinanderklebende Eier ab.

 

Das Ringelnatterjahr J F M A M J J A S O N D
Winterruhe            
Paarung                    
Eiablage                  
Schlüpfen d. Jungtiere                    

 

luftaufnahme loyermoor
A: Ringelnatter-Projektfläche mit Teichen, B: Ebenfalls NABU-Fläche (Binsenried), C: Landeseigene Flächen
Mit dem Ankauf der 4,6 ha großen Moorfläche im Landkreis Ammerland konnte der NABU Oldenburg einen wichtigen Grundstein für Biotop- und Habitatschutz für Ringelnattern in unserer Region legen - dieses Gebiet wurde schon von dem Landwirt Willi Martens jahrelang extensiv und somit naturschonend genutzt und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft von Flächen, die das Land Niedersachsen zum Schutzzweck angekauft hat (im Foto C).

Alle diese Flächen liegen im geplanten Naturschutzgebiet Loyermoor, das vor allem durch unkultivierte Hochmoorreste mit Moorbirkenwald und kleineren Glockenheiden- und Wollgrasdegenerationsstadien geprägt ist.

teich
Neu angelegter Teich mit ausgedehnten Flachwasser- und Uferzonen
Auf der neu angekauften Fläche sind im Frühjahr drei unterschiedlich große Teiche entstanden. Mit einer Größe von 15 bis 25 m und einer Tiefe von 1,50 bis 1,80 m bieten die Teiche Amphibien und anderen Tiere sichere Überwinterungsmöglichkeiten, ebenso bieten breite Flachuferbereiche Amphibien und Insekten Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme und Eiablage. Der Aushub der Teiche konnte in die anliegenden Gräben verfüllt werden, um somit langsfristig die gesamte Fläche anzustauen zu können.

totholzhaufen
Willi Martens, der den größten Teil der Pflege auf den Projektflächen durchführt; hat übrigens für seinen ehrenamtlichen Einsatz den muna-Preis 2008 des DBU erhalten.
Die gesamte Fläche wird ein bis zweimal im Jahr durch den ehemaligen Besitzer gemäht. Diese extensive Mahd gewährleistet maximalen Schutz der Tiere, die sich im hohen Gras aufhalten und entwickeln können, ohne durch frühe Mahdtermine gefährdet zu werden. Aus diesem Grunde findet die erste Mahd - in Absprache mit den Naturschutzbehörden - nie vor dem 15. Juni statt.

Die Flächen liegen in der Pufferzone des angrenzenden Moorblocks. Das mittelfristige Ziel wird die Anhebung des Grundwasserstandes des Gebietes durch Verfüllung bzw. Anstau der Gräben sein. Dies wird die Entwicklung von Feuchtbiotopen auf gewachsenem Torf begünstigen.

bingo-logoDieses Projekt wird gefördert aus Mitteln der Niedersächsischen Lottostiftung BINGO-Lotto

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Impressum
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Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
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