Sonntag, 21.1.2018
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Kleine Räume mit großer Wirkung - Mikrolandschaften und ihre Bewohner

Projektvorstellung - Mikrolandschaften - Maßnahmen - Projektbroschüre

Mikrolandschaften für: Neuntöter - Gartenrotschwanz - Rebhuhn - Steinschmätzer - Zauneidechse - Ringelnatter - Schwalbe - Wildbienen

Hecke - Neuntöter:

Der Neuntöter (Lanius collurio) hat seinen Namen aufgrund seines Beuteverhaltens. Als Nahrungsreserve beziehungsweise zur Bearbeitung spießt er Insekten, kleine Vögel oder Mäuse auf Dornen oder spitze Zweige auf. Ein typisches äußerliches Merkmal dieser Singvögel ist ihr falkenähnlicher Oberschnabel, der wie bei Greifvögeln mit einem so genannten Falkenzahn versehen ist.

Das Männchen ist sehr gut an seinem auffälligen schwarzen Augenstreif und seinen grauen Oberkopf und Nacken, der sich deutlich von den rostroten Rücken- und Flügelpartien abhebt, leicht erkennbar. Weibchen und Junge sind demgegenüber eher unscheinbar. Beide besitzen einen braunen Augenstreif, einen rostroten Oberkopf und Rücken. Unterseite und Flanken sind hell mit dunkelbraunen Bogenlinien.

Der Neuntöter ist ein klassischer Bewohner der Hecke. Er besiedelt gerne halboffene, reich strukturierte Landschaften. Hier bewohnt er vor allem trockene und sonnige Landstriche mit ausgedehnten Busch- und Heckenbeständen. Als Heckensträucher nimmt er besonders gerne Schlehe, Weißdorn oder andere dornige Sträucher an, die viel Schutz vor Feinden bieten, und wo der Neuntöter seine Beute an den Dornen aufspießen kann.

Streuobstwiese - Gartenrotschwanz:

Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) gehört zu der Gattung der Rotschwänze. Die roten Schwanzfedern sind namensgebend und ein typisches Kennzeichen. Er ist mit 13 bis 15 cm Länge ein bisschen kleiner und schlanker als der Haussperling, und mit 12 bis 20 Gramm sehr leicht. Männchen und Weibchen sind vom Aussehen sehr verschieden. Die Männchen haben eine auffallend orangefarbene Brust, einen ausgeprägten schwarzen Kragen und eine weiße Stirn. Die Weibchen sind dagegen sehr schlicht gefärbt. Charakteristisch sind natürlich auch hier die roten Schwanzfedern, ansonsten aber hat sie ein beige-weißes Brustgefieder mit einem Hauch orange.

Der Gartenrotschwanz ist ein Langstreckenzieher. Im Winter zieht der Gartenrotschwanz nach Afrika, in die Savannen südlich der Sahara, da er als Insektenfresser im Winter bei uns nicht genügend Nahrung findet. Im Sommer besiedelt er gerne Streuobstwiesen, wo er in alten Baumhöhlen ideale Brutbedingungen vorfindet. Die oberen Wipfel der hochstämmigen Obstbäume dienen als Singwarte, und von den für die Bäume typisch bodennahen Zweigen und Ästen lässt sich der Boden gut beobachten. Obstwiesen bieten reichlich Nahrung für den Gartenrotschwanz, der sich hauptsächlich von Insekten ernährt.

Rebhuhn - Brachstreifen, Krautsäume:

Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein gedrungener etwa 30 cm großer Hühnervogel mit einem rostgelben Kopf und hellgrauer Brust. Erwachsene Rebhühner tragen auf der Brust einen mehr oder weniger stark ausgeprägten dunklen Fleck in Hufeisenform, der bei den Weibchen manchmal fehlt. Dank seines braungrauen Gefieders kann er sich sehr gut in der Landschaft tarnen. Rebhühner fliegen unter lautem Flügelburren auf, dann fliegen sie meist niedrig über dem Boden; abwechselnd mit hastigen Flügelschlägen und Gleitflugstrecken. Sie können trotz ihrer gedrungenen Form sehr schnell rennen.

Der ursprüngliche Steppenvogel, der in Wald- und Heidesteppen zu Hause war, ist heute zum klassischen Kulturfolger geworden. Durch umfangreiche landwirtschaftliche Nutzungen wurde es zum Kulturfolger und bewohnt heute gerne Brachstreifen, Krautsäume und Feldfluren. Rebhühner legen ihr Nest in eine flache Bodenmulde, was aufgrund der intensiven Landwirtschaft und des Verschwindens von Kleinstrukturen allerdings immer schwieriger wird.

Steinschmätzer - Steinhaufen:

Der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) ist mit seinen 15 cm ungefähr so groß wie ein Sperling. Die Männchen sind durch eine graue Kopfoberseite, einen grauen Rücken, schwarze Flügel und eine rahmfarbende Brust gekennzeichnet. Ebenfalls charakteristisch ist der schwarze Augenstreif, oberhalb dessen ein weißer Streifen liegt. Die Weibchen sind ähnlich gefärbt, das Gefieder ist jedoch in brauntönen gehalten. Beide Geschlechter weisen ein gemeinsames Merkmal auf, welches das Wiedererkennen dieser Art im Feld vereinfacht: Der Schwanz ist am Ende und in der Mitte schwarz gefärbt, der Bürzel und die Schwanzseiten sind hingegen weiß. Diese Färbung sieht aus wie ein auf dem Kopf stehendes schwarzes T auf dem Schwanz.

Der Steinschmätzer besiedelt als Bodenvogel gerne offenes, übersichtliches Gelände. Typische Biotope sind Gebirge und Küstendünen. Steinschmätzer bauen ihre Nester bevorzugt in Felsspalten, auf Steinhaufen oder auch in Steinhöhlen.

Steinhaufen bieten aber nicht nur Lebensräume für Steinschmätzer, sondern auch Versteck- und Sonnenplätze für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten.

Zauneidechse - Trockenmauern:

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) wirkt mit ihren kurzen Beinen und ihrem kurzen Schwanz etwas gedrungen. Sie kann eine Gesamtlänge von bis zu 22 cm erreichen. Die Färbung der Zauneidechse variiert je nach Geschlecht, Alter und Jahreszeit sehr stark. Ein typischen Erkennungsmerkmal ist jedoch ihre Rückenzeichnung: Zwei helle Seitenstreifen verlaufen längst über den Rücken und Schwanz. Dazwischen liegt ein brauner Mittelstreifen der mit schwarzen Flecken versehen ist. Auch die Flanken der Tiere zeigen ein Fleckenmuster, das zum Teil aus schwarz umrandeten weißen Augenflecken besteht. Während der Paarungszeit färbt sich die Kopf-, Rumpf- und Bauchseite der Männchen grün.

Die Zauneidechse bevorzugt halboffenes Gelände wie Heideflächen, Mager-, Trocken- und Halbtrockenrasen. Geeignete Lebensräume sind aber auch Waldwege, Brachflächen und Trockenmauern. Trockenmauern bestehen in der Regel aus Natursteinen und bieten durch die entstehenden Hohlräume Unterschlupf für Insekten, Reptilien, Amphibien und Möglichkeiten zum Sonnennbaden für wechselwarme Tiere.

Ringelnatter - Totholzhaufen:

Der wissenschaftliche Name der Ringelnatter (Natrix natrix) bedeutet Wasserschlange und tatsächlich ist die Ringelnatter eine gute Schwimmerin. Auch ihren Nahrungsbedarf, bestehend aus Amphibien, deckt sie größtenteils im Wasser ab. Ihr bevorzugter Lebensraum sind langsam fließende oder stehende Gewässer, in deren Nähe die Ringelnatter sowohl Sonnplätze als auch schattige, bodenfeuchte Stellen mit Unterschlupfmöglichkeiten finden kann.

Zur Eiablage sucht sich das Weibchen bevorzugt Substrate wie Mist-, Kompost-, Laub- oder Totholzhaufen aus, in denen sie im Sommer 10 bis 30 aneinanderklebende Eier ablegt. Hier wird durch Gärung Wärme abgegeben und somit können die kleinen Nattern selbstständig schlüpfen. In diesen Totholzhaufen überwintern manchmal auch die Ringelnattern, die ab Oktober aufgrund von Kälte und Nahrungsknappheit in eine Winterruhe verfallen.

Schwalbe - Kleingewässer:

Schwalben sind ausgesprochene Zugvögel und erfreuen sich im norddeutschen Raum großer Beliebtheit. Jährlich zum Frühjahr kommen sie aus dem Süden zurück, um hier im Norden nach geeigneten Brutplätzen zu suchen. Wir unterscheiden hier zwischen Mehlschwalben und Rauchschwalben. Die Mehlschwalbe nistet außen an Gebäuden, hat eine sehr helle Unterseite und einen weniger gegabelten Schwanz als die Rauchschwalbe. Die Rauchschwalbe ist gut an dem rötlichen Gesicht zu erkennen und dem tief gegabelten Schwanz. Sie brütet vorzugsweise in Gebäuden landwirtschaftlicher Betriebe, wo sie ein offenes Nest aus kalk- und tonhaltigem Erdmaterial baut.

Bei ihrem Nestbau sind Schwalben auf Tümpel und Kleingewässer angewiesen, denn als Nistmaterial verwenden sie kleine feuchte Erd- und Lehmkügelchen, die sie mit Stroh, Grashalmen oder Federn vermischen und schließlich an Mauern, Hauswände oder Dachvorsprünge kleben.

Wildbienen - Hohlräume:

Es gibt über 500 Wildbienenarten in Deutschland. Ihnen allen ist gemein, dass sie im Gegensatz zu der Honigbiene solitär leben, also keine großen Staaten bilden. Die kleinsten Vertreten werden nur 3-4 mm groß, die größten hingegen 30 mm. Die große Artenvielfalt entspricht auch einer großen Variabilität im Aussehen und Gestalt der Wildbienen. Erkennen kann man sie am besten an ihrer meist pelzigen Behaarung.

Je nach Art besiedeln Wildbienen unterschiedliche Lebensräume, so sind sie z.B. in lichten Wäldern, Hochmooren, auf blütenreichen Wiesen und in vielen anderen Biotopen anzutreffen. Oft sind die verschieden Arten jedoch auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert, daher sind sie auch sehr anfällig gegenüber Veränderungen. Auch im Nestbau weisen die Wildbienen eine große Variabilität auf. Viele Weibchen graben als Nester Brutröhren in den Boden oder in Holz. Es werden aber auch gerne Pflanzenstängel oder verlassen Schneckenhäuser und andere Hohlräume zum Nestbau genutzt. In die jeweiligen Niströhren werden einzelne Brutzellen angelegt, die mit Pollen und Nektar versorgt werden und schließlich wird in jede Brutzelle ein Ei abgelegt.

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