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nabu: trinkwasser - bodenversiegelung - lebendige flüsse - gewässerrenaturierung - amphibien - banc d´arguin

Trinkwasser - wertvoller Lebensquell

(Wasserreserven - Spartipps - Abwasser - Gartenbereich)

Die Wasserreserven der Erde

Etwa 70% der Erde sind von Wasser bedeckt, es ist - zumindest in unseren Breiten - nahezu allgegenwärtig. Und dennoch ist Wasser ein wertvolles Element, das mit Sorgfalt verwendet werden sollte! Denn von den gesamten Wasservorräten der Erde liegen 97% als Salzwasser vor; von den verbleibenden 3% sind wiederum zwei Drittel in den Pol- und Gebirgsregionen als Eis gebunden. Weniger als 1% der Wasserreserven der Erde stehen in Form von Grundwasser zur Verfügung - und ein großer Teil hiervon liegt in für uns unerreichbarer Tiefe...

Während in regenarmen Weltengegenden das Grundwasser an sich selten ist, sind die Problempunkte in unserer Region andere:

  • ausreichende Verfügbarkeit von unbelastetem Grundwasser
  • ökologische Folgeschäden aufgrund punktuell sehr hoher Entnahmemengen und damit einhergehender Grundwassersenkungen
  • erhebliche Belastungen der Umwelt durch Reststoffe in den Abwässern

rundweg baum und natur
Eine "Allee der Bäume des Jahres" ist Teil des Lehrpfades "Baum und Natur" auf dem Gelände des Wasserwerkes Holdorf (OOWV)
Von ersterem können gerade die Trinkwasserversorger im südlichen Oldenburger Raum ein Liedchen singen: durch die sehr intensive landwirtschaftliche Nutzung in den letzten Jahrzehnten ist es vielerorts zu unvertretbaren Nitratbelastungen im Grundwasser - und somit im potentiellen Trinkwasser gekommen. Mit verschiedensten Maßnahmen wird hier seit einigen Jahren (beispielsweise durch den OOWV) erfolgreich daran gearbeitet, die Grundwasserqualität wieder zu verbessern - Mittel hierzu sind Extensivierung der Landwirtschaft, Umstellung auf biologische Landwirtschaft oder ähnliches.

Ein Absinken der Grundwasserpegel mit möglicherweise gravierenden Folgen für die Landschaft im Fördergebiet beruht auf einer nicht an die Grundwasserneubildung angepassten Grundwasserförderung. Hiervor schützen verantwortungsvolles Management und Monitoring der Wasserversorger - aber auch der bewussste Umgang mit dem Trinkwasser seitens der Endverbraucher; JedeR kann aktiv werden und ohne große Einbußen im täglichen Komfort seinen Beitrag zum Erhalt unserer Grundwasserreserven leisten!
 

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Spartipps für den Haushalt

Der "Deutsche Durchschnittsbürger" verbraucht im statistischen Mittel etwa 120 Liter Wasser täglich - erfreulicherweise mit sinkender Tendenz. Wer intelligent mit Trinkwasser wirtschaftet, kommt jedoch bequem mit etwa 80 bis 100 Litern pro Tag und Person aus. Nachfolgend ein paar Spartipps für den (Wasser-)Haushalt:

Duschbäder verbrauchen weniger Wasser als Wannenbäder - besonders hoher Spareffekt, da für die tägliche Körperreinigung der größte Wasseranteil verbraucht wird; Einhandmischer sind sparsamer als konventionelle Mischarmaturen mit zwei getrennten Hähnen.

  • Zweitgrößter Verbraucher ist die Toilettenspülung - hier kann meist mit extrem wenig Aufwand eine Taste mit Sparfunktion eingebaut werden.
  • Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen - hier lohnt sich die Anschaffung eines sparsamen Gerätes doppelt: jeder nicht verbrauchte Liter Trinkwasser muss auch nicht erhitzt werden; evtl. höhere Anschaffungskosten rechnen sich schon nach kurzer Zeit! 

Einen guten Teil des täglichen Wasserbedarfs kann man natürlich allein schon durch achtsamen Umgang mit dem kostbaren Nass einsparen: Wasserhähne beispielsweise in Arbeitspausen beim Spülen oder beim Einseifen unter der Dusche abstellen - das spart literweise jeden Tag und schont die Umwelt im Handumdrehen...

Für manchen Einsatz wie die Toilettenspülung oder die Gartenbewässerung ist Trinkwasser deutlich "überqualifiziert": es ist die reine Verschwendung, solche Haushaltsfunktionen mit dem oft unter großem Aufwand aufbereiteten Grundwasser zu bedienen. Wer Zugriff auf die Wasserversorgung des eigenen Hauses hat, sollte über sinnvolle Regenwassernutzung nachdenken (s. weiter unten...)!
 

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Abwasser

abfluss
Jeder Tropfen, der unsere Abwasserrohre passiert, kehrt in den weltweiten Wasserkreislauf zurück...
Abwasser sparen - wie das? Dies geht vor allem über die Entsiegelung der hausnahen Flächen; jeder in den Boden versickerte Liter Wasser ist potentielles Grundwasser, das - vielleicht in vielen Jahren - einmal als Trinkwasser zu Ihnen zurückkehren kann! Außerdem belasten die ungeheuren Wassermengen nach starken Regenereignissen nur unnötig die Abwasserentsorgung, wenn sie über Regenrinnen und versiegelte Flächen der Kanalisation zugeführt werden (mehr zur Bodenversiegelung...).

Aufgabe der Abwasserentsorger ist es, die Abwässer möglichst unbelastet wieder in die Natur zu entlassen - auch hier können Sie helfen, indem Sie grobe Verschmutzungen wie Speise- oder Fettreste vor dem Spülen über Ihre Bio-Tonne entsorgen; dass keine giftigen Abfälle wie Farbreste oder Lösungsmittel ins Abwasser geraten sollten versteht sich von selbst - der Abfluss ist kein Ort für Sondermüll...
 

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Wasser im Gartenbereich

Jeder erfahrene Gartenbesitzer weiß das Regenwasser zu schätzen - es kommt nicht nur als "Geschenk des Himmels" zu uns, sondern ist dem Leitungswasser sogar überlegen: Regenwasser ist nunmal die natürliche Wasserquelle für Pflanzen und abgestandenes und temperiertes Wasser ist kaltem Trinkwasser in diesem Bereich deutlich überlegen; Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken!

morgentau an blatt
Jedes Blatt im Garten ist ein aktiver Regenfänger - Tau am frühen Morgen
Auffangen lässt sich Regenwasser am leichtesten in Regentonnen, die in jedem Baumarkt zu erstehen sind. Schließen Sie die Gefäße doch einfach an eine Regenrinne an (Sie wissen ja: genutztes Regenwasser ist gespartes Abwasser!). Stellen Sie die Tonne unbedingt in schattigen oder halbschattigen Bereichen auf, damit biologische Zersetzungsprozesse von eventuellen Verunreinigungen verlangsamt werden. Deckel drauf und dann kann schon fast nichts mehr passieren...

Wenn Sie Ihren jungen Pflänzchen im Nutzgarten nun in Trockenzeiten persönlich und gezielt mit der Gießkanne "nasse Füße" besorgen, dann haben sie es deutlich besser als bei Dauerberegnung aus der Trinkwasserleitung: Leitungswasser ist zu kalt, dauerhafte Beregnung verhärtet den Boden und Pflanzen mögen Wasser im Wurzelbereich - aber gar nicht gern auf den Blättern...

Sollten Sie über eine Regenwasser-Zisterne verfügen, so können Sie sich glücklich schätzen: Ihr Wasservorrat für den Garten ist damit ja quasi unbegrenzt und mit einer Pumpe versehen können Sie sogar den Wasserstand in Ihrem Naturteich mit diesem feuchten Vorrat in Trockenzeiten regulieren!
 

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Impressum
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Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
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