Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
Igel und Maulwurf auf der Spur Mitmachen bei bundesweiter Meldeaktion vom 18. bis 28. SeptemberOldenburg, Oldenburger Land, d. 15.9.2026: „In der Natur bekommt man diese beiden heimlichen Gartenbewohner nur selten zu Gesicht“, weiß Mario Göwert von der NABU-Regionalgeschäftsstelle in Oldenburg. „Igel und Maulwürfe führen ein eher verborgenes Leben. Während Igel vor allem nachts und in der Dämmerung aktiv sind, verbringen Maulwürfe den größten Teil ihres Lebens unter der Erde. Beide Arten sind auf naturnahe Lebensräume angewiesen. Der Verlust strukturreicher Gärten und Landschaften, der Einsatz von Pestiziden und die intensive Versiegelung von Flächen setzen ihnen zunehmend zu. Dabei sind Igel und Maulwürfe mehr als nur interessante Gartenbewohner. Als Indikatoren für den Zustand unserer Umwelt können sie uns wichtige Hinweise darauf geben, wie es um unsere Lebensräume und damit um die biologische Vielfalt bestellt ist.“
Um mehr über die Verbreitung und die Bestände der beiden Arten zu erfahren, findet vom 18. bis 28. September zum siebten Mal die bundesweite Mitmachaktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ statt. Beobachtungen können mit Datum und Fundort unter www.igelsuche.de gemeldet werden – möglichst mit Foto und weiteren Hinweisen zur Sichtung. Auch tote Tiere, beispielsweise an Straßen gefundene Igel oder Maulwürfe, können gemeldet werden.
Die gesammelten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein. Denn bislang gibt es keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Igel und Maulwürfe in Deutschland vorkommen. Besonders im Herbst, wenn Igel und Maulwürfe verstärkt auf Nahrungssuche gehen, bietet sich eine gute Gelegenheit, ihre Aktivitäten zu beobachten und zu dokumentieren.
Ein umfassendes Monitoring kann dazu beitragen, die Entwicklung der Bestände besser zu verstehen und langfristig geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Ziel der Meldeaktion ist es daher, möglichst viele Daten zu sammeln und mittel- bis langfristig Populationstrends zu erkennen.
„Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, des NABU und des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV).
Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird derzeit noch als „ungefährdet“ geführt.
Mehr Informationen und Beobachtungen melden: www.igelsuche.de
Für alle, die ihren Garten naturnah gestalten und damit Lebensraum für Igel und Maulwürfe schaffen möchten, hält die NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land die Info-Pakete „Naturnaher Garten“ und „Igel“ bereit. Die beiden Pakete können gegen Einsendung von Briefmarken im Wert von jeweils 8 Euro bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Stichwort „Naturnaher Garten“ oder „Igel“ Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, angefordert werden.
Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Regionalgeschaeftsstelle Oldenburger Land, goewert[at]nabu-oldenburg.de, Tel 0441-25600, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
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