Mittwoch, 26.8.2026
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NABU: Eichhörnchen in Not durch Hitze und Trockenheit
Mit naturnahen Gärten und Wasserstellen wirksam helfen

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 21.7.2026:
Die heißen und zugleich trockenen Sommertage machen vielen heimischen Tieren zu schaffen, so auch zunehmend unseren heimischen Eichhörnchen. In den vergangenen Wochen erreichten den NABU immer wieder Meldungen von schwachen oder orientierungslosen Tieren, die offensichtlich Hilfe benötigten. Aber was sind die Gründe dafür?

Dazu Mario Göwert von der NABU-Geschäftsstelle in Oldenburg: „Vor allem in unseren Städten und dicht bebauten Wohngebieten fehlen vielerorts Wasser, Nahrung, Schattenplätze sowie natürliche Rückzugsorte. Unser europäisches Eichhörnchen gilt bislang zwar als nicht gefährdet, aber die jüngste Vergangenheit zeigt, dass auch vermeintlich häufige und anpassungsfähige Arten innerhalb kurzer Zeit stark unter Druck geraten können, wie beispielsweise der Feldsperling, der noch vor wenigen Jahren weit verbreitet war. Aber auch der Igel ist in seiner Bestandsentwicklung stark rückläufig.“
Besonders problematisch ist der fortschreitende Verlust natürlicher Lebensräume. Feldgehölze, alte Bäume und Grünflächen verschwinden zunehmend. Landwirtschaftlich genutzte Flächen werden immer intensiver bewirtschaftet, während Siedlungsbau und Infrastrukturprojekte zusätzliche Naturflächen beanspruchen.

Eichhörnchen leben längst nicht mehr nur in den Wäldern. Auch Parks, Gärten und Innenstädte sind zu wichtigen Lebensräumen geworden. „Wer heimische Haselnusssträucher, Walnussbäume, Buchen oder andere samenreiche Gehölze pflanzt, schafft wertvolle Nahrungsquellen, die zugleich Schatten spenden und Versteckmöglichkeiten bieten“, erklärt Göwert. „Generell ist ein artenreicher, naturnaher Garten mit Laub, wilden Ecken und Wasserstellen die beste Grundlage dafür, dass unsere heimische Tierwelt gut durch einen heißen Sommer kommt.“

Wie kann eine akute Eichhörnchen-Hilfe aussehen, wenn ihr Lebensraum ein Überleben nicht mehr gewährleistet? Zum einen kann geeignetes Futter angeboten werden, beispielsweise ungesalzene Hasel- und Walnüsse, Sonnenblumenkerne oder kleine Mengen Obst. Zum anderen sollten bei längeren Hitzeperioden unbedingt leicht zugängliche Wasserstellen an einem katzensicheren Ort angeboten werden. Dafür eignen sich flache, standsichere Schalen. Ein Stein oder ein Stück Holz in der Schale ermöglicht reingefallenen Insekten einen sicheren Ausstieg. Es muss darauf geachtet werden, dass das Wasser täglich gewechselt und die Schale regelmäßig gereinigt wird.

Was ist zu tun, wenn Jungtiere oder vermeintlich hilfebedürftige Eichhörnchen gefunden werden? Im Sommer sind auch junge Eichhörnchen unterwegs, die teils noch sehr klein sind. Doch nicht jedes allein sitzende Tier benötigt menschliche Hilfe. Erst wenn ein Eichhörnchen verletzt oder apathisch wirkt oder auffällig die Nähe des Menschen sucht, sollte eine Wildtierauffangstation, eine Tierarztpraxis oder die zuständige Untere Naturschutzbehörde kontaktiert werden. Bei stark dehydrierten Tieren kann im Rahmen der Erstversorgung etwas Wasser gereicht werden. Kuhmilch darf jedoch keinesfalls gegeben werden. Weitere Informationen gibt es beim NABU-Artenschutzzentrum Leiferde: https://www.nabuzentrum-leiferde.de/helfen/

Für alle, die ihren Garten für Eichhörnchen optimieren möchten, hält die NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land das Info-Paket „Hilfe für Eichhörnchen“ bereit. Es beinhaltet die Broschüren des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) „Eichhörnchen – Beobachten & Schützen“, den Flyer „Eichhörnchen – So helfen Sie ihnen“ und die NABU-Broschüre „Gartenlust“. Das Paket kann gegen Einsendung von Briefmarken im Wert von 8 Euro bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Stichwort „Eichhörnchen“, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, angefordert werden.

Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Regionalgeschaeftsstelle Oldenburger Land, goewert[at]nabu-oldenburg.de, Tel 0441-25600, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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