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NABU: Der Frühling klopft an die Tür Der NABU Niedersachen gibt praktische Tipps für selbst gebaute NisthilfenOldenburg, Oldenburger Land, d. 17.2.2026: Noch sind die Nächte kühl, doch die Tage werden spürbar länger. Der Frühling steht bereits in den Startlöchern und es dauert nicht mehr lange, bis die Schneeglöckchen und Krokusse blühen. Dann summen die ersten Bienen und Hummeln durch die Gärten. Schon jetzt hört man mancherorts die ersten morgendlichen Reviergesang, wie die der Stare. Damit unsere gefiederten Freunde rechtzeitig geeignete Brutplätze finden, empfiehlt der NABU Niedersachsen, die verbleibende Winterzeit für den Bau von Nisthilfen zu nutzen. „Der Frühling kommt stets schneller als gedacht. Wer jetzt im Sinne der Natur aktiv wird, kann Vögeln und anderen Tieren optimale Startbedingungen für die Brutsaison bieten“, sagt Mario Göwert, Leiter der Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land.
Mehr als der klassische Meisenkasten
Viele Menschen denken beim Thema Nisthilfen zunächst an den klassische Meisenkasten. Doch die Vielfalt möglicher Bruthöhlen ist deutlich größer. Neben Nistkästen für Blau-, Kohl-, Tannen- und Sumpfmeisen lassen sich auch spezielle Kästen für den Kleiber anfertigen. Der auffällige Vogel ist bekannt für seinen kräftigen Gesang und das flinke Klettern an Baumstämmen. Er bevorzugt geräumige Nisthöhlen, die er mit Rindenstücken und großen Blättern auspolstert. Auch der Star nimmt gerne größere Bruthöhlen an, die bis spätestens Mitte März aufgehängt werden sollten.
Nistplätze für spezialisierte Vogelarten
Auch für Garten- und Waldbaumläufer gibt es geeignete Nisthilfen. Dabei handelt es sich um schalenartige Kästen mit einer seitlich direkt am Stamm liegenden Öffnung, bei denen ein möglichst grobborkiger Baumstamm die Rückwand bildet. Zusätzlich können sogenannte Nischenkästen für Halbhöhlenbrüter gebaut werden. Dazu zählen Grauschnäpper, Garten- und Hausrotschwanz sowie die Bachstelze.
Hilfe für Gebäudebrüter
Der Mauersegler profitiert ebenfalls von gezielten Nisthilfen. Die beeindruckenden Dauerflieger sind von Anfang Mai bis Anfang August über unseren Städten und Dörfern unterwegs. Sie nehmen Nistkästen besonders gut an, wenn diese in größerer Zahl und in ausreichender Höhe an Gebäuden angebracht werden.
Nisthilfen auch für Zaunkönig, Greifvögel und Eulen
Selbst für den Zaunkönig gibt es eine eigens entwickelte Nisthöhle, die sich mit etwas handwerklichem Geschick bauen lässt. Darüber hinaus können größere und große Nistkästen für Turmfalke, Schleiereule und andere größere Vogelarten angefertigt werden. Ein naturnaher Garten, ein Park, ein Schulgarten oder auch das Gelände von Sportvereinen und Unternehmen bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten.
Von zusätzlichen Lebensräumen profitieren auch andere Tiere. Eichhörnchen nehmen spezielle Kobelkästen mit zusätzlichem Fluchtloch gerne an. Ergänzend dazu sind Nisthilfen für Insekten sowie Tagesquartiere für Fledermäuse wertvolle Beiträge zum Artenschutz.
Info-Paket mit Bauplänen und Hintergrundwissen
Die NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land unterstützt Interessierte mit einem umfangreichen Info-Paket. Es enthält eine Sammlung von Bauplänen für unterschiedliche Nisthilfen, das Mauersegler-Baubuch des bayerischen NABU-Partners Landesbund für Vogelschutz in Bayern sowie eine Farbbroschüre über das Eichhörnchen und seine Lebensweise inklusive Bauanleitung für einen Kobelkasten. Das Info-Paket kann gegen Einsendung einer 10-Euro-Banknote beim NABU Oldenburger Land angefordert werden. Stichwort „Nisthilfen PLUS“, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
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Hinweise an die Redaktion
Für Rückfragen:
Mario Göwert, NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600
Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
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