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NABU: Leine los? Noch nicht!
Am 15. Juli endete die gesetzliche Leinenpflicht für Hunde – dennoch ist immer noch Rücksicht geboten

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 21.7.2025:
Der gesetzliche Rahmen für die Brut- und Setzzeit endete am 15. Juli in Niedersachsen und Bremen. Dennoch appelliert die NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land an Hundehalter*innen, die Vierbeiner weiterhin an der Leine zu führen, um die heimische Tierwelt zu schützen.

Während der Brut- und Setzzeit sind Wildtiere nämlich besonders empfindlich gegenüber Störungen und Gefahren. Diese endet jedoch nicht nach dem gesetzlich festgelegten Zeitraum. Auch nach dem 15. Juli sind viele Wildtiere auf unsere Rücksichtnahme angewiesen, insbesondere Nachzügler und Spätbrüter. In vielen Bundesländern gilt eine ganzjährige Leinenpflicht, um genau diesen Schutz zu gewährleisten.

Bei einigen Wildtieren ist der Nachwuchs zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr jung und hat einen unausgeprägten Fluchtinstinkt. Diese jungen Tiere sind besonders gefährdet, wenn sie von Hunden aufgeschreckt werden. Selbst wenn ein Hund erfolglos jagt, kann dies zu großem Stress und Energieverlust bei den Wildtieren führen. Dadurch werden sie geschwächt und in Zeiten, die von Nahrungsengpässen und Wassermangel geprägt sind, kann das den nachträglichen Tod bedeuten.

Eine besondere Gefahr besteht für Bodenbrüter wie beispielsweise Fasane, Rebhühner, Wachteln, Feldlerchen und Wiesenpieper, die ihre Nester am Boden anlegen. Der Nachwuchs solcher am Boden lebenden Arten ist durch freilaufende Hunde besonders stark gefährdet. Deshalb empfiehlt der NABU Niedersachsen grundsätzlich, Hunde in naturnahen Gebieten an der Leine zu führen – auch außerhalb der Brut- und Setzzeit. In Naturschutzgebieten gilt ohnehin das ganze Jahr über die Leinenpflicht für Hunde sowie das Wegegebot. Ausgewiesene Betreuungs- und Ruhezonen müssen dort beachtet werden. Andernfalls droht ein Bußgeld.

„Durch das freiwillige Anleinen leisten Hundehalter*innen einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wildtiere und tragen so dazu bei, dass unsere Natur und Artenvielfalt erhalten bleibt“, so Mario Göwert, Leiter der NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land.

Tipps zum Schutz der Vögel während der Brut- und Setzzeit

Die NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land empfiehlt für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur folgende Verhaltensregeln:

• Hunde an der Leine: Hunde werden von anderen Tieren immer als Bedrohung gesehen. In vielen Bundesländern gilt daher im Sommerhalbjahr oder ganzjährig Leinenzwang. Bis Ende August sollte man auf den Einsatz von sogenannte Schleppleinen verzichten! Das Aufsammeln der Hinterlassenschaften sollte sich für verantwortungsvolle Hundehalter von selbst verstehen.

• Hauskatzen nicht herumstreunen lassen: Katzen gelten als exzellente Jäger, sowohl am Tage, wie auch in der Nacht. Sie sind sehr gute Beobachter und finden fast jedes Nest in ihrer Umgebung. Bedingt durch ihre Kletterkünste und Sprungkraft ist kaum eines vor ihnen geschützt und so werden ausgemachte Brutplätze in der Regel restlos ausgeplündert. Ebenfalls töten Katzen eine Unmenge an Kleinsäugern, häufig sind es die nützlichen Spitzmäuse, die sich in unseren Gärten von Insekten und Schnecken ernähren.
Deshalb ist es wichtig, dass Katzen in der Zeit von April bis August nachts nicht herumstreunen und der Auslauf tagsüber unter Beaufsichtigung erfolgt.

• Nicht vom Weg abkommen: Wer im Offenland auf den Wegen bleibt, minimiert Störungen in der Brut- und Setzzeit automatisch. In fast allen Naturschutzgebieten gilt ohnehin ein strenges Wegegebot, dort sollte man unbedingt die ausgewiesenen Betreuungs- und Ruhezonen beachten. Das gilt auch für Flüsse und Seen.

• Abstand halten: Unbedingt ausgewiesene Betreuungs- und Ruhezonen in Schutzgebieten beachten. Sie markieren Bereiche, in denen sensible Arten sich zurückziehen. Das gilt auch für Flüsse und Seen.

• Leise statt laut: Ob Musik oder laute Stimmen: Lärm stört nicht nur andere Erholungssuchende, sondern vor allem viele Tiere. Diese sind meist deutlich lärmempfindlicher als wir Menschen.

• Nichts hinterlassen: Abfall ist nicht immer zu vermeiden, ob Plastik oder Bananenschalen. In der Natur hat er aber nichts zu suchen. Bitte unbedingt wieder mit nach Hause nehmen.

• Nicht zündeln: Rauchen, Grillen und offenes Feuer werden schnell zu einer großen Gefahr. Viele unterschätzen auch den Schaden, den achtlos weggeworfene Zigarettenstummel anrichten. Diese enthalten viele Schadstoffe und Plastik, die so unkontrolliert in unsere Natur gelangen und sich dort anreichern.









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Für Rückfragen:
Mario Göwert, NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600


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Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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