Samstag, 30.5.2026
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Finken im Fokus: NABU ruft zur „Stunde der Gartenvögel“ auf
Vom 8. bis 10. Mai heißt es wieder: eine Stunde beobachten, Vögel melden und wichtige Daten für den Naturschutz liefern

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 5.5.2026:
Welche Vögel leben direkt vor unserer Haustür, welche Arten werden seltener und wie geht es unseren heimischen Finken, Spatzen, Meisen und Amseln? Antworten darauf sucht der NABU gemeinsam mit dem bayerischen Partner LBV bei der 22. bundesweiten „Stunde der Gartenvögel“. Vom 8. bis 10. Mai 2026 sind alle Menschen eingeladen, eine Stunde lang Vögel zu zählen und ihre Beobachtungen zu melden.

Mitmachen kann jede Person, gezählt wird überall
Ob im Kleingarten in Vechta, auf dem Balkon in Delmenhorst oder im Oldenburger Innenhof: Jede Meldung hilft, ein genaueres Bild der Vogelwelt in unseren Gärten, Parks und Balkonen zu bekommen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig. Wer Freude an der Natur hat und sich eine Stunde Zeit nimmt, kann mitmachen.
„Die Stunde der Gartenvögel ist ein verlässlicher Indikator dafür, wie sich die Bestände unserer heimischen Vogelarten entwickeln“, berichtet Mario Göwert, Leiter der NABU-Regionalgeschäftsstelle in Oldenburg. „Anhand der gesammelten Daten können Bestandsabnahmen einzelner Vogelarten frühzeitig erkannt werden, was wiederum gezielte Artenschutzmaßnahmen ermöglicht. Zudem lassen sich Veränderungen im regionale Zugverhalten der Sommergäste wie Pirol, Trauerschnäpper und Nachtigall erkennen. Wichtig ist, je höher die Beteiligung - desto genauer ist das Ergebnis“, erläutert Göwert.

Niedersachsen liefert wichtige Daten zur Vogelwelt
Im vergangenen Jahr beteiligten sich in Niedersachsen knapp 6.400 Menschen an der Aktion. Sie meldeten rund 135.850 Vögel aus 4.427 Gärten und Parks. Damit liefert die Aktion nicht nur schöne Naturmomente, sondern auch wertvolle Daten über die Entwicklung der Vogelbestände vor der eigenen Haustür.

Finken stehen in diesem Jahr besonders im Fokus
In diesem Jahr richtet der NABU den Blick besonders auf Finken. In den vergangenen Monaten wurden regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet. Ein möglicher Grund sind Trichomonaden, einzellige Parasiten, die sich vor allem dort verbreiten können, wo viele Vögel an Futterstellen oder Wasserstellen zusammenkommen. Für Finken kann eine Infektion tödlich enden. Der NABU Niedersachsen empfiehlt deshalb, Futterstellen sauber zu halten und jetzt im Frühjahr möglichst auf das Füttern zu verzichten, da die Tiere ausreichend Nahrung in der Natur finden. Wer weiter füttert, sollte hygienische Futtersäulen verwenden, damit Vögel nicht im Futter laufen und es verunreinigen. Werden kranke oder tote Vögel an einer Futterstelle entdeckt, sollte das Füttern sofort eingestellt und die Wasserstelle entfernt werden.

Naturnahe Gärten sind die beste Hilfe
Langfristig hilft ein naturnaher Garten mehr als jede Futterschale. Heimische Sträucher, Wildobsthecken, Wildblumen, Stauden, Laub, Totholz und ein kleiner Teich bieten Vögeln Nahrung, Schutz und Brutplätze. Auch weniger Mähen kann viel bewirken, denn blühende Wiesen ziehen Insekten an, die besonders während der Jungenaufzucht lebenswichtig sind.

Eine Stunde zählen, bis zum 18. Mai melden
So funktioniert die Teilnahme: Gezählt wird an einem beliebigen Tag vom 8. bis 10. Mai eine Stunde lang. Beobachtet werden kann im Garten, im Park, auf dem Balkon oder vom Fenster aus. Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die innerhalb dieser Stunde gleichzeitig zu sehen war. Wer also erst zwei Amseln und später drei Amseln gleichzeitig sieht, meldet drei Amseln. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de oder über die kostenlose App „NABU-Vogelwelt“ gemeldet werden. Meldeschluss ist der 18. Mai 2026. Auf der NABU-Webseite stehen außerdem Bestimmungshilfen, Porträts häufiger Gartenvögel, ein Vogeltrainer und aktuelle Zwischenstände zur Verfügung.

Auch Kinder können die Vogelwelt entdecken
Auch Kinder können mitmachen: Für Schulen, Kitas und Kindergruppen bietet die NAJU vom 4. bis 8. Mai die „Schulstunde der Gartenvögel“ an. Dabei können junge Naturforscherinnen und Naturforscher Vögel auf dem Schulhof, im Garten oder im nahegelegenen Park entdecken und melden.

Die Materialien zur „Stunde der Gartenvögel“ sind in der Geschäftsstelle am Schlosswall 15 in Oldenburg zu den Öffnungszeiten erhältlich, von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr oder nach Terminabsprache unter 0441-25600.


Hintergrund
Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine der größten wissenschaftlichen Mitmachaktionen Deutschlands. Sie wird vom NABU und dem LBV organisiert und findet 2026 bereits zum 22. Mal statt. Die Ergebnisse zeigen langfristige Trends bei häufigen Vogelarten im Siedlungsraum und machen sichtbar, wie sich Gärten, Parks und Grünflächen als Lebensräume verändern.
Mehr Infos: www.stundedergartenvoegel.de
Pressebilder, Grafiken und eine Zählhilfe zum Abdruck: www.NABU.de/sdg-Medieninfos

Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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