Sonntag, 17.5.2026
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Mit dem Frühling fliegen die ersten Hornissenköniginnen
NABU: Invasive asiatische Variante früher als die europäische Verwandtschaft unterwegs

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 9.4.2026:
Die Insektensaison nimmt allmählich Fahrt auf. Bei milden Frühlingstemperaturen zeigen sich neben Schmetterlingsarten wie Admiral und Zitronenfalter auch immer mehr Bienen, Hummeln und Wespen. Bei den meisten staatenbildenden Arten überleben nur die Königinnen die kalte Jahreszeit. Das gilt auch für unsere größten Wespen, die Hornissen. Auffällig ist, dass im Beobachtungsportal NABU-naturgucker.de aktuell deutlich häufiger Asiatische als Europäische Hornissen gemeldet werden. „Wer dachte, der knackige Winter würde der invasiven Art zusetzen, hat sich geirrt. Vespa velutina kommt in ihrer asiatischen Heimat vor allem im Gebirge vor. Das ist wohl der Grund dafür, dass sie frostige Temperaturen gut verträgt und deshalb auch die Winterverstecke schon frühzeitig verlässt“, erläutert Mario Göwert, Leiter der Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land.
Zu Saisonbeginn sind die befruchteten Königinnen beider Arten zunächst auf der Suche nach einem geeigneten Neststandort. Die Vorjahresnester werden nicht mehr bezogen. Während Europäische Hornissen nur ein Nest bauen und immer mehr erweitern, errichten Asiatische Hornissen im Frühjahr ein sogenanntes Primärnest und im Sommer ein neues, größeres Nest. Das Primärnest wird eher niedrig angebracht, die Sommernester entstehen hoch oben in Baumkronen. Die Tiere ernähren sich vor allem von Baumsäften, Nektar und Obst, an die Larven wird dagegen eiweißreiche Nahrung in Form erbeuteter Insekten verfüttert.
Die Flugzeit der Asiatischen Hornisse dauert grundsätzlich länger als die der Europäischen Hornisse, die sich bereits im Oktober in ihr Winterquartier zurückzieht, während die Asiatische Hornisse sogar noch im November aktiv ist. Im Frühjahr legt die asiatische Spezies dann schon ab März los, unsere heimischen Königinnen bleiben etwa einen Monat länger im Versteck.
„Die Asiatische Hornisse wurde vom Menschen nach Frankreich eingeschleppt, von wo sie sich in die Nachbarländer ausbreitet“, ergänzt Göwert, „in Deutschland erfolgt die Besiedlung von Westen nach Osten und von Süden nach Norden, wobei die östlichen Bundesländer, bis auf Sachsen-Anhalt noch weitgehend frei von der Asiatischen Hornisse sind.“ Beobachtungen beider Arten – möglichst mit Foto – können unter www.NABU.de/Vespavelutina gemeldet werden.


Wer sich über Hornissen persönlich informieren möchte oder sich sogar aktiv beim Schutz dieser seltenen Tiere einbringen möchte, ist in der NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land herzlich willkommen. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr oder auch nach persönlicher Terminvereinbarung. Die Geschäftsstelle ist erreichbar unter 0441-25600 oder per Mail an mail@nabu-oldenburg.de.

Für alle Interessierten hält der NABU ein Infopaket bereit, bestehend aus der umfangreichen Bauplansammlung für Insekten und der Broschüre „Bienen, Wespen und Hornissen“. Es kann angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU Oldenburg, Schlosswall 15 in 26122 Oldenburg, Stichwort „Hornissen“.


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Hinweise an die Redaktion
Für Rückfragen:
Mario Göwert, NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600

Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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