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NABU ruft auf zur Wahl des Vogels des Jahres 2026 Amsel, Rebhuhn, Schleiereule, Waldohreule und Zwergtaucher kämpfen um den TitelOldenburg, Oldenburger Land, d. 2.9.2025: Am 2. September starten NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) wieder die öffentliche Wahl zum Vogel des Jahres – alle können mitmachen und entscheiden, wer 2026 die Krone der Vogelwelt tragen soll. Es kandidieren Amsel, Rebhuhn, Schleiereule, Waldohreule und Zwergtaucher. „Das ist eine bunte Mischung: Die Amsel kennt wohl jedes Kind, der Zwergtaucher dürfte eher nicht so geläufig sein. Mit dem Rebhuhn ist eine stark gefährdete Vogelart der Agrarlandschaft dabei. Und dann stehen noch zwei Eulenarten zur Wahl“, sagt Mario Göwert, Leiter der Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land. „Jeder dieser Kandidaten bringt ein wichtiges Naturschutzthema mit, das unsere Aufmerksamkeit benötigt – jeder der fünf hat es verdient, gewählt zu werden.“
Die Amsel (Turdus merula) ist einer der bekanntesten Singvögel. Ihr melodisch-melancholischer Gesang ist weithin zu hören, wenn sie abends in einem hohen Baum oder auf dem Dachfirst singt. Gut geht es ihr in naturnahen Gärten mit heimischen Sträuchern als Rückzugsort und Futterquelle. Städtische Grünflächen sollten extensiv gepflegt werden und überhaupt mehr Grün in die Städte gebracht werden. Der Wahlslogan der Amsel lautet darum: „Beeren statt Beton!“ Sie ist derzeit nicht gefährdet. In den vergangenen Jahren machte ihr aber immer wieder das tödliche Usutu-Virus zu schaffen, das sich in heißen Sommern unter Amseln ausbreitet.
Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist stark gefährdet. Um 1990 brach sein Bestand stark ein. Da der Hühnervogel auf Wiesen, Feldern und Brachflächen lebt, beeinträchtigen intensive Landwirtschaft und großflächige Monokulturen seinen Lebensraum. Mit dem Slogan „Für Felder voller Leben!“ fordert dieser Kandidat eine naturverträgliche Landwirtschaft, mehr ökologischen Anbau und weniger Ackergift. 1991 war das Rebhuhn schon einmal Vogel des Jahres.
Die Schleiereule (Tyto alba) wohnt häufig in Kirchtürmen und alten Scheunen. Doch durch Sanierungen und Vergitterung von Einfluglöchern findet sie immer weniger Brutplätze. „Gib mir dein Dach!“, ist darum ihr Slogan. Helfen kann man ihr durch spezielle Nistkästen, die sie gern annimmt. Die nächtliche Jägerin mit ihrem auffälligen weißen Herzgesicht wird durch die intensive Landnutzung bedroht, bei der häufig auch Rodentizide, die Mäuse dezimieren sollen, eingesetzt werden. Wühl- und Spitzmäuse sind die Hauptnahrung der Schleiereule.
Die Waldohreule (Asio otus) sieht aus wie ein kleinerer, schlankerer Uhu. Ihre auffälligen „Ohren“ sind keine, sondern Federpuschel ohne Hörfunktion. Die Wahlohreule lebt gern in lichten Wäldern und jagt – wie die Schleiereule – Wühl- und Spitzmäuse in strukturreichen Landschaften. Zum Brüten nutzen Waldohreulen gern verlassene Krähen- und Greifvogelnester. Alte Bäume sind ein Muss in ihrem Lebensraum – ob im Wald, Park oder auf dem Friedhof. Bei der nächtlichen Jagd fliegt sie wie alle Eulenarten lautlos und ortet ihre Beute akustisch. Ihr Wahlslogan lautet: „Ohren auf, Vielfalt an!“
Der Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) ist als kleinster heimischer Taucher so zart, dass er auf den ersten Blick wie ein Entenküken wirkt. Da er auf natürliche, saubere Gewässer angewiesen ist, lautet sein Wahlslogan: „Tauchen statt Trockenlegen!“. Sein meist schwimmendes Nest baut der scheue Zwergtaucher in der Uferzone, gut versteckt zwischen Schilf und anderen Pflanzen. Zu Gesicht bekommt man den Vogel kaum, hören kann man ihn dagegen gut: Sein Balztriller „bibibibibibibibi“ ist sehr auffällig.
Ab 2. September ist das virtuelle Wahllokal unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum 9. Oktober, 11 Uhr, kann abgestimmt werden. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Der aktuelle Vogel des Jahres ist der Hausrotschwanz.
Mehr Infos und Stimmabgabe www.vogeldesjahres.de
Medieninfoseite mit Grafiken, Fotos und Vogelstimmen: www.NABU.de/medieninfos-vogelwahl
Vogelporträts: www.NABU.de/vogelportraets
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Mario Göwert, Leiter NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600
Hinweis zum Foto: Hausrotschwanz „Vogel des Jahres 2025“
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Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
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