Sonntag, 17.5.2026
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NABU: Der August gehört den Fledermäusen
Wenn die „Schönen der Nacht“ ihre Flügel ausbreiten

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 4.8.2025:
Der Fledermausmonat August ist da und mit ihm hat die Hochsaison der „Schönen der Nacht“ begonnen. Fledermäuse sind faszinierende Säugetiere die mit 16 Arten im Oldenburger Land vertreten sind. Diese hochspezialisierten Jäger der Nacht ernähren sich vorwiegend von Insekten wie Mücken, Fliegen, Käfern und Spinnen und erfüllen damit eine wichtige Funktion für das ökologische Gleichgewicht.

Mario Göwert von der NABU-Bezirksgeschäftsstelle Oldenburger Land erklärt: „Fledermäuse jagen mithilfe ihrer Ultraschall-Echoortung. Diese hilft ihnen nicht nur bei der Beutesuche, sondern auch bei der Orientierung in der Dunkelheit. Sie erreichen je nach Art Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern und sind damit beeindruckende Flieger.“ Die größte heimische Art ist das Große Mausohr mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern, die kleinste Fledermaus, die Mückenfledermaus, ist dagegen nur etwa 4,5 Zentimeter groß.

Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind Fledermäuse zunehmend gefährdet. Intensive Land- und Forstwirtschaft sowie die Zerstörung natürlicher Quartiere durch menschliche Eingriffe führen dazu, dass viele traditionelle Schlafplätze verloren gehen. Winterquartiere in Höhlen, Stollen oder Kellern wurden verschlossen oder die Tiere wurden dort immer wieder gestört. Sommerliche Tagesschlafplätze fehlen unter anderem, weil in den bewirtschafteten Forsten kein Altholzbestand geduldet wird. In Dachstühlen verenden die in Kolonien lebenden Säugetiere, wenn giftige Holzschutzmittel eingesetzt werden, oder sie werden vertrieben, weil die Dächer hermetisch verschlossen werden.

In Niedersachsen sind Populationen wie die der Hufeisennase bereits vollständig verschwunden. Viele Arten sind auf intakte Quartiere angewiesen, doch diese werden immer seltener. Der Schutz der Fledermäuse ist daher gesetzlich geregelt. Sie stehen unter internationalem Schutz durch Abkommen wie EUROBATS sowie im Bundesnaturschutzgesetz. Das Töten oder Stören der Tiere sowie das Entfernen ihrer Quartiere ist verboten.

Mario Göwert betont: „Der August ist für Fledermäuse eine besondere Zeit: Die Jungtiere lernen fliegen und selbstständig jagen, während sich die Tiere zudem auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.“ Anlässlich der internationalen Batnight am 30. und 31. August können die wendigen Insektenjäger bei zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland beobachtet werden, so auch in der Region Oldenburger Land. Die Batnight findet traditionell am letzten vollständigen Augustwochenende in 38 Ländern weltweit statt. In Deutschland organisiert der NABU die Batnight. Die Veranstaltungstermine finden Sie unter:www.NABU.de/Batnight.

Wer sich zum Thema Fledermäusen persönlich informieren möchte oder sich sogar aktiv beim Schutz dieser seltenen Tiere einbringen möchte, ist in der NABU-Bezirksgeschäftsstelle Oldenburger Land am Schlosswall 15 in 26122 Oldenburg herzlich willkommen. Neben einer Fledermaus-Fachgruppe gibt es dort Fledermauskästen in verschiedenen Größen sowie entsprechende Broschüren. Die Geschäftsstelle ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geöffnet oder auch nach persönlicher Terminvereinbarung unter 0441-25600 oder per Mail: mail@nabu-oldenburg.de.





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Für Rückfragen:
Mario Göwert, NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600


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Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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