Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
Wo verstecken sich Igel und Maulwürfe? Vom 15. bis 25. Mai die heimlichen Gartenbewohner beobachten und meldenOldenburg, Oldenburger Land, d. 12.5.2026: Igel und Maulwürfe sind typische Gartenbewohner und doch bekommt man sie eher selten zu Gesicht. Um mehr über sie zu erfahren, läuft vom 15. bis 25. Mai wieder die bundesweite Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ – bereits zum 6. Mal.
Dazu Mario Göwert, Leiter der NABU-Regionalgeschäftsstelle in Oldenburg: „Je mehr Beobachtungen aus der Bevölkerung gemeldet werden, desto exakter sind die Erkenntnisse daraus. Vor allem die aktuelle Verbreitung der beiden Arten und deren Lebensweisen sind dabei von besonderer Bedeutung. So können auf längere Sicht Populationstrends abgeleitet werden und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen getroffen werden“.
Nicht nur im Garten, auch in Parks und auf Wiesen kann nach den Kleinsäugern Ausschau gehalten werden. Die gemeldeten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein, denn es gibt bisher keine verlässlichen Zahlen zu den Beständen der beiden Tiere in Deutschland.
Bei den Maulwürfen verraten oft nur Erdhaufen ihre Anwesenheit. Daher können auch Maulwurfshügel gemeldet werden. Igel sind vorwiegend in der Dämmerung aktiv und werden so eher selten bemerkt. „Die Wahrscheinlichkeit diese beiden Arten zu beobachten ist im Mai besonders hoch, da sich die Tiere dann in der Paarungszeit befinden und besonders aktiv sind. Gerade die Männchen der beiden Arten sind dann, auf der Suche nach Weibchen, viel unterwegs“, erklärt Göwert. Aber auch verendete Tiere, etwa durch Verkehrstod, können gemeldet werden.
„Viele Menschen ärgern sich über Maulwurfshügel“, so Göwert. „Jedoch sind Maulwürfe für uns sehr nützlich und wichtig, da sie die Böden auflockern und zum ökologischen Gleichgewicht beitragen, indem sie sogenannte Schädlinge wie Drahtwürmer und Rüsselkäferlarven fressen.“ Intensiv genutzte Agrarlandschaften, Stein- und Schottergärten und Mähroboter setzen beiden Kleinsäugetieren stark zu. Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird noch als „ungefährdet“ geführt.
So funktioniert die Teilnahme. Beobachtungen können unkompliziert online gemeldet werden. Neben Datum und Fundort können auch Fotos hochgeladen und Hinweise hinzugefügt werden.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Meldung gibt es unter:
Igelsuche.de
Wer darüber hinaus aktiv werden möchte, kann sich an seine lokale NABU-Gruppe wenden und dort selbst vor Ort im Natur- und Artenschutz mithelfen. Zudem sind Informationen rund um naturnahe Gärten und igelfreundliche Gestaltungsmöglichkeiten von Montag bis Donnerstag in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr oder nach persönlicher Absprache in der NABU-Regionalgeschäftsstelle am Schlosswall 15 in Oldenburg erhältlich.
Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
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