Sonntag, 17.5.2026
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NABU: Gefiederter Sommergast sucht Unterkunft
Dem Mauersegler unter die Flügel greifen: Jetzt Brutplätze an Gebäuden schaffen

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 5.8.2025:
Anfang August fliegen unsere Mauersegler aus Norddeutschland zurück in ihre west- und südafrikanischen Überwinterungsgebiete. „Das ist genau die richtige Zeit um neue Brutkästen für das nächsten Jahr anzubringen. Denn bedingt durch die energetische Sanierung gibt es für gebäudebrütende Arten wie Mauersegler immer weniger Nistmöglichkeiten. Auch andere Vogelarten wie Haussperlinge, Rauch- und Mehlschwalben geraten dadurch zunehmend unter Druck“, so Mario Göwert von der NABU Bezirksgeschäftsstelle Oldenburger Land in Oldenburg. „Wer jetzt Nisthilfen für Mauersegler aufhängt kann sie dann ab dem 01. Mai an seinem Haus erwarten, wenn sie aus ihren Winterquartieren in Westafrika nach Tausenden Flugkilometern zu uns zurückkehren. Dann suchen sie direkt nach Brutmöglichkeiten. Hierzu zählen Hohlräume unter Dachziegeln oder hinter Verschalungen. Natürlich werden auch die besagten Nisthilfen sehr gerne angenommen“, so Göwert.

Mauersegler, die von manchen Menschen mit Schwalben verwechselt werden, aber mit gut 40 Zentimetern Flügelspannweite deutlich größer sind als diese, werden nicht ohne Grund als „Sommervögel“ bezeichnet, weil sie sich nur ein gutes Vierteljahr in unseren Breiten aufhalten. Sie sind dem Menschen bereits vor Jahrhunderten mit dem Entstehen der Dörfer und Städte gefolgt; vom einstigen Felsbrüter wurden sie zu einer Art, deren „Felsen“ künftig höhere Häuser waren und deren „Schluchten“ die Straßen, berichtet der NABU. Und genau dort sind ihre wendigen Flugmanöver untrennbar mit den schrillen „sriiiii“-Rufen verbunden, die zum Sommer gehören wie Biergarten und Radtour!


Mauersegler verbringen fast ihr gesamtes Leben in der Luft – ihre kurzen Stummelbeinchen deuten auch bereits darauf hin. Tatsächlich fangen sie ihre Nahrung im wendigen Flug, Insekten, oftmals bis in atemberaubende 3.000 Meter Höhe, nehmen dort auch Flüssigkeit auf, schrauben sich hinauf und schlafen im Flug – und sogar die Paarung klappt in den Lüften! Auch das durch Speichel zusammengehaltene Nistmaterial, Halme, Federn, Haare und anderes, werden dort aufgeschnappt. Nur eines geht so nicht: die Brut! Diese findet in den erwähnten Hohlräumen statt.

In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen von NABU-Projekten in der Stadt Oldenburg bereits viele Nistkästen erfolgreich angebracht. Diese wurden dort an den unterschiedlichsten Gebäuden befestigt, wie Schulen, Industriehallen und sogar hoch unter der Theaterkuppel, jedoch nie unter 6 Metern Höhe! Auch eine ganze Reihe Privathäuser wurden mit den Nisthilfen ausgestattet.

Wer sich zum Thema Mauersegler bzw. Gebäudebrüter persönlich informieren möchte oder sich sogar aktiv beim Schutz dieser Tiere einbringen möchte, ist in der NABU-Bezirksgeschäftsstelle Oldenburger Land am Schlosswall 15 in 26122 Oldenburg herzlich willkommen. Neben der Fachgruppe „Artenschutz an Gebäuden“ gibt es dort Mauerseglernisthilfen sowie entsprechende Fachbroschüren. Die Geschäftsstelle ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geöffnet oder auch nach persönlicher Terminvereinbarung unter 0441-25600 oder per Mail: mail@nabu-oldenburg.de.

Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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