Mittwoch, 19.8.2026
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Laut sind Saatkrähen nur kurze Zeit
NABU weist auf Verwechslungsgefahr mit Rabenkrähen hin

Oldenburg, Oldenburger Land, d. 23.6.2025:
In diesen Tagen sind die Saatkrähenkolonien besonders voll und besonders laut. Das führt beim NABU zu vermehrten Nachfragen. Doch Mario Göwert, Leiter der Geschäftsstelle NABU Oldenburger Land, kann beruhigen: „Die Jungvögel sind jetzt flügge und die Vögel geraten in Aufruhe. Die große Anzahl der Tiere sorgt deshalb für einen erhöhten Lärmpegel.“ Doch bald fliegen die Jungtiere aus und verteilen sich etwas. Damit wird es auch wieder ruhiger in den Kolonien der Saatkrähen, die bis zu hundert Nester umfassen können und in der Regel in den Kronen von Baumgruppen gebaut werden.
Im Gegensatz zu den Saatkrähen brüten Rabenkrähen einzeln. Nur die nicht-brütenden Tiere ziehen in kleinen Schwärmen herum. Allesfresser sind beide Arten, doch bei der Saatkrähe überwiegt pflanzliche Kost. „Saatkrähen suchen verschiedene Körner, Regenwürmer und andere Kleintiere gern in größeren Trupps auf Wiesen und Äckern“, beschreibt Göwert ein Kriterium zur Unterscheidung der beiden Krähenarten. Dabei schreiten die Saatkrähen in der Regel über die Fläche, während Rabenkrähen sich eher hüpfend fortbewegen. „Auf den ersten Blick sehen die beiden Arten recht ähnlich aus“, erklärt Göwert, und deshalb werden sie häufig verwechselt oder gar für dieselbe Art gehalten. Beide besitzen schwarzes Gefieder und sind in etwa gleich groß. Der Schnabelgrund von Saatkrähen ist jedoch hellgrau und ihre Beine sind mit einem Federkranz versehen. „Es wirkt nicht so, aber Krähen sind Singvögel und der verwandte Kolkrabe ist sogar der größte Singvogel der Welt“, betont der Vogelkundler vom NABU begeistert.
Viele Menschen empfinden die Rufe der Saatkrähen als nervend und wenig erträglich – was Göwert in manchen Fällen nachvollziehen kann. Aber die geschützten Saatkrähen zu vergrämen, hat oft wenig dauerhaften Erfolg und ist ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde ohnehin nicht erlaubt. Nicht selten bilden sich nach dem Zerstören einer Kolonie mehrere neue, dann meist mit noch mehr Tieren. Das liegt daran, dass sie innerhalb einer Kolonie konkurrieren, so kämen in der Regel erst gar nicht alle Exemplare zum Brüten, so Göwert.
„Bei der Diskussion um die Saatkrähen scheint oft vergessen zu werden, welchen wertvollen Dienst diese Vögel als Gesundheitspolizei bei der Beseitigung von Aas und auch als Schädlingsbekämpfer auf dem Acker leisten“, fordert Göwert abschließend zu einem Perspektivwechsel Krähen auf.


Fragen zu diesem Thema können an die NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land am Schlosswall 15 in 26122 Oldenburg gerichtet werden. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr oder nach Terminvereinbarung Zudem werden Fragen unter der Telefonnummer 0441-25600 oder Mail an mail@nabu-oldenburg.de. Beantwortet.

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Mario Göwert, NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600


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Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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