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NABU: Vögel bei anhaltender Trockenheit unterstützen Mit Wasserstellen, Lehmpfützen und heimischen Pflanzen Wildtiere willkommen heißenOldenburg, Oldenburger Land, d. 20.5.2025: Die Trockenheit macht nicht nur unseren Pflanzen zu schaffen – auch die heimische Vogelwelt leidet zunehmend unter ausbleibendem Regen, versiegelten Flächen und fehlender Nahrung. „Jedoch können Gartenbesitzende dem entgegenwirken und Amsel, Wildbiene & Co. in der trockenen Jahreszeit unterstützen. Gerade jetzt ist ein naturnah gestalteter Garten mit Wasserstelle, Lehmpfütze und heimischen Gehölzen mehr als nur ein schöner Anblick – er wird zur lebensrettenden Oase für viele Tierarten“, erklärt Mario Göwert vom NABU Oldenburger Land.
Wasser ist Leben – auch für Vögel
Wenn es nicht regnet, finden Vögel kaum natürliche Wasserstellen. Deshalb sind Vogeltränken besonders wichtig. Schon eine einfache flache Schale kann wertvolle Dienste leisten – vorausgesetzt, das Wasser wird täglich erneuert und die Schale regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt, um Keime abzutöten. Wichtig ist: Die Wasserstelle sollte erhöht stehen, um Katzen und andere Fressfeinde fernzuhalten.
Wer mehr Platz hat, kann auch einen Gartenteich mit flachem Ufer anlegen, in dem Bachstelze & Co. baden und trinken können.
Lehmpfützen für Schwalben – Hilfe für bedrohte Nestbauer
Ein oft übersehener Aspekt: Viele Vögel, besonders Schwalben, brauchen feuchten Lehm zum Nestbau. Doch genau dieser fehlt immer häufiger – versiegelt durch Asphalt und Beton, während die anhaltende Trockenheit ihr Übriges tut. Wer ihnen helfen möchte, legt im Garten eine einfache Lehmpfütze an. Dafür braucht es nur Lehm, Wasser und etwas Stroh, angerührt in einer flachen Mulde oder Wanne. Wichtig: Die Pfütze sollte in Nestnähe liegen und möglichst offen sein, damit Räuber keine Deckung finden.
Heimische Pflanzen: Natürliches Buffet für Vögel
Ein vogelfreundlicher Garten bietet mehr als Wasser. Heimische Gehölze wie Weißdorn, Holunder oder Schlehe tragen nährstoffreiche Beeren, die viele Vogelarten ernähren – besonders in Trockenzeiten, wenn Insekten seltener sind. Auch sogenannte "Unkräuter", Laubhaufen oder Kompost bieten wertvolle Lebensräume. Der Weißdorn allein zieht Hunderte Insektenarten an – eine wichtige Nahrungsquelle für insektenfressende Vögel wie den Zilpzalp.
Tipp: Wilde Ecken, lebendige Vielfalt
„Strukturvielfalt ist das A und O eines naturnahen Gartens. Wildrosenhecken, Totholzhaufen, offene Natursteinmauern und ein Komposthaufen bieten Schutz und Nistmöglichkeiten, zudem finden viele Tiere dort ihre Nahrung. Künstliche Nisthilfen – vor allem Halbhöhlen für seltenere Arten wie den Hausrotschwanz oder Grauschnäpper – sind besonders hilfreich, weil oftsmals alte Bäume mit Hohlräumen fehlen“, so Mario Göwert und ergänzt „essenziell ist zudem der Verzicht von Pestiziden. Sie vergiften nicht nur Insekten, sondern auch Tiere die sich von solchen ernähren, wie Vögel, Igel und Fledermäuse.“
Wer heute seinen Garten naturnah gestaltet, tut aktiv etwas für den Erhalt der Artenvielfalt. Besonders während der aktuellen Trockenheit kommt es auf jedes Wasserbecken, jede Beere und jede schattige Ecke an. Mit einfachen Mitteln schaffen Gartenbesitzende kleine Paradiese – in denen Vögel nicht nur überleben, sondern auch singen, baden und brüten können.
Für alle, die ihren Garten so gestalten möchten, dass Wildtieren auch in trockenen Zeiten genügend Nahrung und Wasser zur Verfügung steht, hält die NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land ein Informationspaket bereit. Es besteht aus der Broschüre „Gartenlust“, die auch Tipps zum Bau eines Gartenteichs enthält, und der Broschüre „Vögel im Garten“. Das Paket kann gegen Einsendung von Briefmarken im Wert von 8 Euro bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Stichwort „Gartenlust“, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, angefordert werden.
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Hinweise an die Redaktion
Für Rückfragen:
Mario Göwert, NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, mario.goewert@nabu-niedersachsen.de, Tel. 0441 25600
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Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
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