Freitag, 9.12.2022
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NABU informiert - Nosferatu-Spinne gefährlich ?

Oldenburger Land, d. 29.9.2022:
Achtbeinig, haarig, groß – so lässt sich diese Spinne ziemlich einfach beschreiben. Die Nosferatu-Spinne lässt in diesen Tagen die Herzen vieler Menschen höher schlagen. Immer mehr Sichtungen werden gemeldet und das Erscheinungsbild dieser Spinne erweckt bei vielen Menschen das pure Grausen. Die Zeichnung auf dem Körper erinnert an den namensgebenden Vampir Nosferatu. Bei der Nosferatu-Spinne handelt es sich um eine aus dem Mittelmeerraum stammende Kräuseljagdspinne mit einer Körperlänge von ein bis zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern. Weibliche Individuen sind grundsätzlich etwas größer als die Männlichen. Im Jahr 2005 wurde die Spinne erstmals in Deutschland nachgewiesen. Seitdem hat sie sich wahrscheinlich mit Hilfe des Güter- und Warenverkehrs in ganz Deutschland stark verbreitet, mittlerweile auch im Oldenburger Land. Das Tiere aus südlichen Regionen hier heimisch werden ist kein Einzelfall, andere Arten wie z.B. die gefleckte Weinbergschnecke haben es zuvor auch schon geschafft. Wer also das Glück hat eine Nosferatu-Spinne zu entdecken, der sollte nach Möglichkeit ein Foto von ihr machen und die Sichtung unter www.nabu-naturgucker.de melden.

Wichtig zu wissen ist: Die Nosferatu-Spinne ist grundsätzlich nicht gefährlich. So wie alle Spinnen betäubt die Nosferatu-Spinne ihre Opfer mit Gift und kann anders als bei den heimischen Spinnenarten mit ihren Beißwerkzeugen die menschliche Haut durchdringen. Übermäßige Angst braucht man jedoch nicht zu haben: Die Folgen eines Bisses sind für den Menschen, ähnlich wie bei einem Bienen- oder Wespenstich, in der Regel unproblematisch. Sofern keine Allergie vorliegt, müssen keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Ist man sich unsicher, kann jedoch vorsorglich ein Arzt aufgesucht werden. Zu einem Biss kommt es in der Regel nur dann, wenn sich die Spinne bedrängt fühlt. Wer in der Wohnung ein Exemplar findet, sollte daher nicht versuchen, sie mit bloßer Hand einzufangen. Am besten stülpt man ein Glas über die Spinne, schiebt eine dünne Pappe zwischen Untergrund und Glas und setzt sie ins Freie.

Presserechtlich verantwortlich: Mario Goewert, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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