Donnerstag, 9.12.2021
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Igel nicht einsammeln
NABU warnt vor falsch verstandener Tierliebe

Oldenburg, d. 11.11.2021:
"Wie jeden Herbst erhalten wir in unserer NABU-Geschäftsstelle zur Zeit wieder ungezählte Anrufe zum Thema Igel," berichtet Bernd Ziesmer, Biologe beim Oldenburger Naturschutzbund NABU. "Darunter finden sich leider auch viele Menschen, die es natürlich gut meinen, aber vermeintlich hilflose oder zu kleine Igel aufnehmen und im Keller oder im Schuppen wegsperren und füttern."

Das ist laut NABU falsch verstandene Tierliebe. Denn Igel als Wildtiere gehören in die Natur und nicht in den Keller. "Wenn die Igel nicht die kalten Außentemperaturen spüren können, dann stellen sie sich auch nicht auf ihre Winterruhe ein. Sie müssten dann den ganzen Winter durch gefüttert werden!" meint Bernd Ziesmer. "Übrigens ist es nach Bundesnaturschutzgesetz sogar verboten, Igel aus der Natur zu entnehmen, wenn sie nicht offensichtlich krank oder verletzt sind - und dann gehören sie zum Tierarzt."

"Da die meisten Igel in August und September zur Welt kommen, tauchen im Herbst auch immer wieder sehr kleine Tiere in unseren Gärten auf. Das liegt in der Natur der Igel und ich denke, wir sollten nicht versuchen, die Natur zu korrigieren," meint der Biologe und bittet, wirklich nur kranke und verletzte Tiere zur Versorgung durch einen Tierarzt aufzunehmen. Danach sollten sie umgehend wieder ausgesetzt werden. Um den Igeln im Siedlungsbereich zu helfen, sei es viel wichtiger, ungestörte Bereiche mit Strauchwerk und Laub im eigenen Garten bereitzustellen. Hier kann sich der Igel selbst für den Winter einen geschützten Ort suchen. Tipps zur Gestaltung eines igelfreundlichen Gartens sind in der NABU-Gechäftsstelle am Schlosswall 15 erhältlich.

Presserechtlich verantwortlich: Bernd Ziesmer, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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