Sonntag, 15.9.2019
Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

Wechsel an der Spitze des größten Naturschutzverbandes in der Region Oldenburg
NABU stellt Forderungen zum Klimaschutz

Oldenburg, d. 15.8.2019:
Nach einem Grußwort der Oldenburger Bürgermeisterin Petra Averbeck wurde auf der Mitgliederversammlung der NABU Bezirksgruppe Oldenburger Land am Samstag, den 10. August, die in Oldenburg im Schlauen Haus stattfand, ein neuer Vorstand gewählt.

Rolf Grösch aus Oldenburg, der 15 Jahre Vorsitzender der Bezirksgruppe war und sein Stellvertreter Horst Lobensteiner aus Rastede, der 10 Jahre in diesem Amt war, traten nicht wieder an. Als Nachfolger wählte die Versammlung Hartmut Drebing aus Berne zum Vorsitzenden und Ulrich Vaske aus Dinklage zum Stellvertreter.

Neben den bisherigen Vorstandmitgliedern, die wieder antraten, wählten die NABU-Mitglieder auch zwei neue zusätzliche Beisitzer. Der Frauenanteil im neuen 12-köpfigen Vorstand ist nun auf vier Personen gestiegen.

In seinem Bericht zum abgelaufenen Jahr betonte der scheidende Vorsitzende Rolf Grösch, dass  Schwerpunktthemen wie Insektenschutz eine immer größere Bedeutung für die Arbeit der 36 Orts- und Kreisgruppen im Oldenburger Land bekommen haben. Rolf Grösch dankte den vielen Aktiven in den Ortsgruppen, die die NABU-Arbeit vor Ort verkörperten, angefangen von Pflege von Streuobstwiesen über die Anlage von immer neuen Insektenhotels bis hin zu verschiedenen Artenschutzprojekten, von denen viele ohne die finanzielle Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung nicht möglich gewesen wären.

Besonders der Wunsch nach Blühflächen führte zu vielen neuen, artenreicheren Flächen, sowohl in Privatgärten als auch in gewerblichen Bereichen. „Allerdings seien diese Maßnahmen,“ so Rolf Grösch, „kein Ersatz für eine dringende Veränderung im Agrarbereich!“ Dort fordert der NABU eine Abkehr von der Massentierhaltung und der Maismonokultur. An die Adresse der Landesregierung richtete die Versammlung den Appell, endlich Grenzen für die Gülleüberdüngung in weiten Teilen des Oldenburger Landes zu setzen.

Die NABU Bezirksgruppe betonte ihre Solidarität mit den Klimazielen der "Fridays for Future"-Bewegung und Rolf Grösch forderte von der Bundesregierung, nicht weiter nur heiße Luft zu produzieren und endlich erste Kohle- und Braunkohlekraftwerke vom Netz zu nehmen.

Horst Lobensteiner, der Stellvertreter aus Rastede, erwartet vom Landkreis Ammerland als zuständiger Genehmigungsbehörde, den Schutz des Hankhauser Moores zu garantieren; denn gerade Moore sind entscheidende CO2-Speicher.

In einer Resolution beschloss die Versammlung, dass das erfolgreiche Nachtzugkonzept der Österreichischen Bundesbahn auch über Hannover hinaus bis zur Küste ausgedehnt werden sollte; dies wäre ein weiterer Baustein für eine Verkehrswende.

Auf dem Foto, v.r.n.l.: Horst Lobensteiner, Ulrich Vaske, Hartmut Drebing, Rolf Grösch, Oliver Kraatz (Bezirksgeschäftsführer) und Hans Jürgen Junge (NABU Elsfleth)

Presserechtlich verantwortlich: Rolf Grösch, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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