Mittwoch, 21.8.2019
Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

Auf den Spuren des sagenhaften Zugspitzgeists und bei unzähligen Orchideen
Unter NABU-Leitung können auch dieses Jahr fantastische Landschaften Europas klimafreundlich erlebt werden

Oldenburg/Bremervörde/Hannover/Garmisch-Partenkirchen/Grainau, d. 21.1.2019:
Ein Raunen geht durch die Gruppe, die sich in den Schatten der alten Bergfichten am Rande des alten Waldes beim Zugspitzdorf Grainau gelagert hat. "Und tatsächlich war es der Zugspitzgeist, der den Nebel, düstre Wolken, Blitz und Donner erscheinen ließ!" sagt Naturpädagogin Heike Neunaber, und fährt mit der Sage fort, die seit Jahrhunderten die Menschen des Werdenfelser Landes nicht nur rund um Deutschlands höchsten Berg begeistert. Dabei schweift der Blick der Reisegruppe, die unter fachkundiger Leitung des NABU die "wilden Nordalpen" des bayerischen Werdenfelser Landes und des angrenzenden Nordtirol zehn Tage lang erkundet, immer wieder zu den Baumriesen, zu denen Heike Neunaber so viel berichtet hatte, was ihre ökologische Funktion im Bergwald betrifft: Tannenhäher lassen sich krächzend vernehmen, Sommergoldhähnchen hüpfen federleicht durch das Geäst und Eichhörnchen jagen an einem Stamm hintereinander her. Neunaber, die sich auf die Sagen und Märchen der Region spezialisiert hat, beendet die Sage, und die Gruppe bricht auf zur Wanderung. Es dauert kaum eine Minute, bis von den ersten Wanderern die Frage an die NABU-Aktive kommt, um welche Orchideenarten es sich handelt, die in großer Anzahl am Wegrand stehen. Auch zahlreiche Schmetterlinge ziehen die Aufmerksamkeit der Wandergruppe auf sich: Bläulinge, Kaisermantel, sogar zwei Schwalbenschwänze gaukeln über die Waldlichtung der millionenfach blumenbestandenen Wiesen! -



Die Reisegruppe ist unter fachkundiger Leitung des NABU Niedersachsen unterwegs; die Reise in die "wilden Nordalpen" ist eine aus dem bunten Reigen der Reisen, die auch in diesem Jahr in besonders attraktive Landschaften Europas führen - wie seit 20 Jahren, "und stets jenseits des gängigen Tourismus", wie Rüdiger Wohlers betont, der das Reiseprogramm 1998 begründete: "Uns kommt es darauf an, hinter die Kulissen zu schauen - Natur, ihre ganze Faszination und Zerbrechlichkeit, ihre Vielfalt und ihren Schutz hautnah zu zeigen, wie es Normaltouristen vermutlich unbekannt bleiben würde", betont der NABU-Mitarbeiter. "Selbst in Bereichen wie den Nordalpen, die von vielen Touristen besucht werden, ist dies möglich, wenn man andere Schwerpunkte setzt und von Fachleuten informiert wird." Bei der Alpenreise führen vor Ort erfahrene Mitarbeiter - Fachbiologen - des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) in vielfältige Lebensräume wie die Alpenflüsse, Bergwiesen und zum wohl bedeutendsten Moorkomplex der nördlichen Alpen, dem Murnauer Moos, in dem unter anderem der seltene Wachtelkönig seine Heimat findet, sowie an die Röhrichte des nahen Staffelsees, der bei der Reise per Rad umrundet wird. Auch in den österreichischen Naturparks Karwendel und Tiroler Lech - hier insbesondere am breiten Bett des ungezähmten Flusses, des wohl bedeutsamsten Europas nach der Loire - mit seinen unzähligen Orchideen stehen im Mittelpunkt der beliebten Reise; dabei sind Steinadlersichtungen bereits ein "Normalfall" ...



"Wir reisen grundsätzlich klimafreundlich", betont Rüdiger Wohlers vom NABU: "Es ist für uns selbstverständlich, dass wir auf Flugreisen verzichten und nur im modernen Reisebus unterwegs sind. Schließlich möchten wir verantwortungsbewusst handeln und die Welt auch nach uns noch erhalten sehen!" sagt Wohlers. Dies gilt auch für die anderen Reiseziele, die unter NABU-Leitung erkundet werden können - "bei denen neben der Natur stets auch Kultur, Geschichte und Alltagsleben mit im Mittelpunkt stehen!". Das von Jahr zu Jahr geänderte Programm umfasst in diesem Jahr ein breites Angebot: Masuren in Nordostpolen, Ungarn und der Neusiedler See, Schleswig-Holstein zur Vogelzugzeit und die bezaubernde, facettenreiche Provence im Süden Frankreichs gehören dazu. Für 2020 sind neue Ziele ergänzend geplant - "alles authentisch und aus erster Hand, keine Klischees", sagt Rüdiger Wohlers. - Eine Übersicht der Reisen findet sich unter www.natur-und-reisen.de; das Programm kann angefordert werden unter 0511 - 9110575. - Denn ganz sicher findet die Sage vom Zugspitzgeist viele neue begeisterte Zuhörer. Und viele neue Bewunderer wird´s bei den Orchideen und den Schmetterlingen geben ...


Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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