Freitag, 19.10.2018
Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

Weiter, weiter Tiroler Lech als alpine Arche: Ungebändigter Wildfluss ein Tier- und Pflanzenparadies
NABU-geführte Reise jenseits gängigen Tourismus in die wilden Nordalpen

Oldenburg/Bremen/Hannover/Bremervörde/Garmisch-Partenkirchen, d. 12.11.2017:
Heike Neunaber beugt sich zu dem Zwergstrauch hinunter, der schnell zum Treffpunkt der staunenden Gruppe wird: Eine Deutsche Tamariske, höchst seltener und daher höchst bedrohter Zwergstrauch, zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Und es dauert nicht lange, bis, während die NABU-Naturpädagogin die Lebensweise des raren Strauches erklärt, in der Nähe bunte Schnarrschrecken die Blicke auf sich ziehen. "Sie leben in diesem extremen Lebensraum der weiten Kiesbänke, brauchen diese extremen Temperaturen", erläutert sie, und die Gruppe erinnert sich, dass sie ebendiese spannenden, fast exotisch anmutenden Tiere am Tag zuvor bei der Wanderung an der Isar bei Krün gesehen und bewundert hatten, als sie bei einer Führung des bayerischen NABU-Partners Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) die dortigen, geschützten Lebensräume kennen gelernt hatten.

Die Faszination kennt keine Grenzen - auch im tatsächlichen Sinne, denn der Blick der Teilnehmer dieser NABU-geführten Reise in die wilden Nordalpen schweift weit, unglaublich weit über das unregulierte Kies- und Geröllbett des Tiroler Lechs, "neben der Loire wohl der bedeutendste Wildfluss Europas und mittlerweile zum Naturpark erhoben", wie der zweite Betreuer der Gruppe, NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers aus Oldenburg, berichtet. Bis zu mehreren Hundert Meter breit, in randliche Wälder mit Standorten unzähliger Orchideen vieler Arten übergehend, wird das Tal von Zweitausendern gekrönt. "Wenn wir etwas Glück haben, werden wir nachher am Café Treibholz in Elmen wieder Steinadler über uns sehen!", berichtet Wohlers, während Heike Neunaber auf die am Tiroler Lech brütenden, an diesen hochkomplexen Lebensraum angepassten Vogelarten hinweist, wozu Flussregenpfeifer und Flussuferläufer gehören und sich alle auf die kurze Rückwanderung durch die vom blühenden violetten Hauhechel geprägten Wiesen freuen.

Neben dem Besuch des Tiroler Lechs und der wilden Isar bei Krün stehen auf dem Programm dieser NABU-geführten Reise auch hochalpine Lebensräume wie das Dorado der blühenden Alpenrosen auf dem Kreuzeck über Garmisch-Partenkirchen, ein Besuch im Graswangtal, das schon König Ludwig II. verzauberte und in dem nun Steinadler brüten, geführte Wanderungen zum bedeutendsten Moor der Nordalpen, dem Murnauer Moos und durch blühende LBV-Buckelwiesen mit ihren unzähligen Schmetterlingen sowie ein Besuch des weltweit einzigartigen Alpenzoo in Innsbruck. Aber auch Natur und Geschichte des Werdenfelser Landes - Standort der Tour ist das Hotel am Badersee in Grainau am Fuße der Zugspitze - und des angrenzenden Tirols stehen auf dem Programm dieser Busreise, die bewusst "jenseits des gängigen Tourismus" ihre Schwerpunkte setzt. Dazu gehören auch die Sagen und Märchen, auf die sich Naturpädagogin Heike Neunaber spezialisiert hat. - Die nächste Reise "Im Reich von Steinadler und Gämse: Wilde Flüsse, tiefe Wälder, blühende Almen" (mit einem Abstecher auf der Rückfahrt in den nationalparkwürdigen Steigerwald in Nordbayern mit seinem Baumwipfelpfad) findet - wegen der großen Nachfrage um einen Tag verlängert - vom 26. Juli bis 5. August 2018 - statt. Zustiegsmöglichkeiten bestehen in Oldenburg, Bremen, Hannover und Kassel. Nähere Informationen gibt es unter www.natur-und-reisen.de und unter Tel. 0441 - 25600.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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