Freitag, 19.10.2018
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Klimawandel: NABU Oldenburger Land mahnt konkrete Schritte an
"Das Oldenburger Land ist besonders stark betroffen!"

Oldenburger Land, d. 8.11.2017:
Anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn mahnt der NABU Oldenburger Land schnelle und ganz konkrete Schritte zum Klimaschutz an: "Klimaschutz ist keine Kür, sondern muss Pflicht sein! Gerade das Oldenburger Land wird die Auswirkungen des sich rapide verschärfenden Klimawandels schmerzhaft zu spüren bekommen", sagte Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers in Oldenburg. "Wir bekamen in den vergangenen Wochen nur einen Vorgeschmack, was auf uns zukommen dürfte - das Sturmtief Xavier gab seine Visitenkarte ab; ebensolche Stürme und noch viel heftige und häufigere werden über unser flaches Land hinwegziehen und verheerende Schäden hinterlassen", zeigte Wohlers auf, und fuhr fort: "Und immer höher auflaufende Sturmfluten werden auch mit den raffiniertesten Küstenschutzmaßnahmen nicht mehr aufzuhalten sein. Als Menetekel kann und muss in diesen Tagen das dramatische Abschmelzen des Eises in Nordost-Grönland gesehen werden, das bei weiterem Fortschreiten zu einem starken Anstieg des Meeresspiegels beitragen dürfte!" zeigte sich Wohlers von der Rapidität des Klimawandels schockiert. "Hinzu kommen werden heißere Sommer und enorme Starkregenperioden, die auch zu Schäden führen werden, die Fauna und Flora verändern werden und der Landwirtschaft zu schaffen machen werden, wenn jetzt kein Umsteuern gelingt! Klimaschutz ist Überlebensfrage!"

Der NABU hoffe daher auf Signale der Bonner Weltklimakonferenz, die nach dem Pariser Klimaabkommen weitere konkrete Maßnahmen zeitnah zur Folge haben sollten, insbesondere zum Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger - "Die Verbrennung von Kohle und Öl ist die dümmste Form der Nutzung, eigentlich nichts anderes als Verschwendung nach Denkmustern von vorgestern", sagte Wohlers - und deren Ersatz durch erneuerbare Energieträger sowie Effizienzsteigerung und - "was oft zu kurz kommt" - Energieeinsparung. Auch eine Wende im Agrar- und Verkehrsbereich sei überlebensnotwendig. "Es kommt nun darauf an, die Bremsspur des 'Tankers der Energieverschwendung' zu verkürzen", sagte der NABU-Geschäftsführer, "deshalb gilt es, keine Zeit zu verlieren!" Auch die in den Koalitionsverhandlungen steckenden Berliner Parteien seien gefordert, dem "Klimaschutz aus Überlebensgründen Priorität einzuräumen!"

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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