Montag, 20.11.2017
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NABU Oldenburger Land: Vor Glyphosat-Verbot nicht wegducken!
"Totalherbizide müssen angesichts des Insektensterbens der Vergangenheit angehören!"

Oldenburger Land, d. 28.10.2017:
Der NABU Oldenburger Land schließt sich Forderungen an die Bundesregierung an, für ein schnellstmögliches und endgültiges Verbot von Glyphosat zu sorgen. "Niemand darf sich vor dem unumgänglich notwendigen Verbot von Glyphosat wegducken", mahnte NABU-Bezirksvorsitzender Rolf Grösch. "Angesichts des dramatischen Insektensterbens und der Nachweisbarkeit von Glyphosatrückständen bis in Lebensmittel hinein müssen deratige Totalherbizide der Vergangenheit angehören!" bekräftigte Grösch des im Oldenburger Land mehr als 10.000 Mitglieder starken Naturschutzverbandes. Gerade auch zwischen Wangerooge und Dümmer, im Oldenburger Land, sei erkennbar, wie ausgeräumt die agrarindustriell geprägte Landschaft geworden sei - "daran können auch lobenswerte Initiativen für Blühstreifen nicht viel ändern; es muss eine nachhaltige Agrarwende wenden, in der heimische Blütenpflanzen ihren Platz haben - an Feld-, Graben- und Ackerrändern, an und in Weiden, auf vielen Flächen. Durch Totalherbizide als Flächen-Pflanzenvernichter entblößte Flächen sind für Insekten verloren; ebendiese benötigem wir jedoch zum Überleben. Der Mensche wird ebenso wie das gesamte Ökosytem nicht weiter bestehen können, wenn die Insekten mit derartig beängstigender Geschwindgkeit dahinsterben - gerade auch durch Nahrungsmangel infolge Totalherbiziden - , wie es sich derzeit darstellt - sie fallen als Bestäuber der Wild- und Kulturpflanzen sowie als unverzichtbare Nahrung für Vögel, Fledermäuse und Kleinsäuger aus."

NABU-Bezirksvorsitzender Rolf Grösch appellierte zudem an Landkreise und Kommunen im Oldenburger Land, "ein Zeichen zu setzen, und im eigenen Wirkungsbereich jedwelche Totalherbizide zu verbannen." Er unterstrich, dass die Bevölkerung in ihrer Breite diese ablehnende Haltung zu Glyphosat und anderen Totalherbiziden "sichtbar teilt".

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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