Freitag, 20.7.2018
Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

"Früher war Spatzenhausen überall"
NABU verschickt detaillierte Infos zum Spatzenschutz/Baupläne und attraktiver Metall-Sammlerpin dabei

Oldenburger Land, d. 11.9.2017:
Ein fröhliches Tschilpen, ein Huschen vieler graubrauner Vögel am Boden, im Efeu und im Gemüsebeet: alles Vergangenheit? Der NABU gibt Tipps, wie Vogelfreunde am Haus und im Garten zum Schutz der Sperlinge aktiv werden können.

Der NABU macht sich Sorgen um die heimischen Sperlinge, Haus- und Feldsperling, wobei der Feldsperling besonders deutlich zurückgegangen ist, berichtet Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land: „Gerade in den städtischen Bereichen ist insbesondere beim Feldsperling über viele Jahre bereits ein enormer Rückgang zu verzeichnen, und wir fürchten, dass sich dieser Trend langfristig auch beim Haussperling einstellen könnte.

Die Innenstädte, aber auch kleinstädtische und dörfliche Bereiche, werden immer öfter zu gähnenden weißen Flecken auf der `Spatzenlandkarte´. Die Ursachen dürften vielfältig sein“, berichtet der Naturschützer, der sehr häufig von Vogelfreunden angerufen und angesprochen wird, die sich um „ihre“ Spatzen sorgen und diese schmerzlich vermissen: „Städte und Dörfer sind immer uniformer geworden. Wo einst artenreiche Wegränder und vielfältige Nutzgärten ausreichend Nahrung boten, wo Brachen und unversiegelte Flächen existierten, wo Obstwiesen und Grünländer reiche Nahrungsquellen abgaben, wurde versiegelt, vermaist, verödet.

Hinzu kommt ein Mangel an Brutplätzen, etwa durch veränderte Bauweisen von Häusern, sodass die früher allgegenwärtigen Einschlüpfe in die Gebäude wegfielen - eine verheerende Entwicklung, die längst nicht mehr auf die Großstädte beschränkt ist!“, warnt Wohlers. Besonders eklatant wirke sich in der Aufzuchtzeit der jungen Sperlinge der immer offensichtlicher werdende Mangel an Insekten aus, die zur Aufzucht der Jungen als tierisches Eiweiß benötigt würden. „Der Spatz sagt langsam adé“, beklagt der NABU-Geschäftsführer, und ruft daher auf, nun im eigenen Bereich, im Garten und am Haus, aktiv zu werden.

Dazu hält der NABU wichtige Informationen für alle bereit, die ihr eigenes kleines „Spatzenhausen“ Wirklichkeit werden lassen möchten: In der 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen aller Art finden sich auch Baupläne für spatzengeeignete Nistkästen, und in der herrlich bebilderten „Spatzenfibel“ des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) finden sich auf 28 prallen Seiten wertvolle Informationen und Anleitungen zum Spatzenschutz. Ein besonderes Bonmot als Zugabe hat der NABU-Geschäftsführer für alle Spatzenfreunde, die das Infopaket anfordern: Einen kunstvoll gestalteten, farbigen Metallanstecker mit dem Motiv Haussperling aus Großbritannien!

Das Infopaket kann angefordert werden gegen Einsendung von 10 Euro beim

NABU
Stichwort Spatz
Schlosswall 15
26122 Oldenburg

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv
seitenanfang
Impressum
NABU-Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do, 15.00 - 17.00 Uhr
Gestaltung + Technik: ziesmer@nabu-oldenburg.de