Donnerstag, 19.7.2018
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Großenkneten: NABU appelliert in Brief an Gemeinderatsmitglieder, keine gewerblichen Erweiterungen bei Ställen zuzulassen
Eindringlicher Appell

Großenkneten, d. 6.9.2017:
In einem Brief an alle Mitglieder des Gemeinderates der Gemeinde Großenkneten hat der NABU Oldenburger Land an diese appelliert, angesichts der diskutierten Bauleitplanung dafür zu sorgen, dass keine gewerblichen Erweiterungen von Tierhaltungsställen zulässig gemacht werden, eventuelle Erweiterungen zudem dem jeweiligen bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb entsprechen müssten sowie "die Gesamt-Immissionen aus der Landwirtschaft nicht gesteigert, sondern langfristig verringert werden", wie Rolf Grösch, Bezirksvorsitzender des mehr als 10.000 Mitglieder umfassenden NABU Oldenburger Land, in seinem Schreiben ausführte.

Grösch wies am Vorabend einer Entscheidung - der NABU versteht sein Schreiben als Einwendung - zudem darauf hin, dass durch diese Form der Bauleitplanung (B-Plan Nr. 119 - 1 bis 119 - 5) "durch die Einrichtung von Baufenstern für bestehende landwirtschaftliche Betriebe die Flächen außerhalb dieser Baufenster" durch die Gemeinde frei gehalten werden sollen - dies begrüße der NABU grundsätzlich. "Die Planungen der Gemeinde sehen allerdings vor, 156 Bestands- und 67 Entwicklungsflächen auszuweisen, auf denen dann sowohl landwirtschaftliche als auch gewerbliche Ställe (d.h. ohne Futterflächenanbindung) baurechtlich zulässig sein sollen! Schon jetzt gibt es innerhalb der Gemeinde Großenkneten genehmigte Ställe für rund 1,2 Millionen Masthühner, 300.000 Puten, 550.000 Legehennen, 85.000 Mastschweine und 11.000 Rinder!", gibt der NABU-Bezirksvorsitzende in seinem Schreiben zu bedenken.

Rolf Grösch: "Eine Steigerung der Tierzahlen durch noch mehr Stallbauten ist aber - in dieser durch intensive Tierhaltung ohnehin hoch belasteten Gegend - ein ökologische Katastrophe."

Der NABU-Vorsitzende weist in seinem ausführlichen Schreiben auf die Auswirkungen von Intensivtierhaltung auf Wasser, Boden, Artenvielfalt und Klima hin. Er appelliert an die Ratsmitglieder, mit ihrer Entscheidung dazu beizutragen, intakte Naturräume als das Wertvollste und Wichtigste, das Kindern und Enkeln hinterlassen wreden könne, zu erhalten.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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