Samstag, 21.4.2018
Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

NABU: Fürs Igel-Winterquartier sorgen – jetzt Igelburg bauen!
Beliebtes Stacheltier im Bestand rückläufig

Oldenburger Land, d. 13.7.2017:
Wenn in jedem Dezember in vielen Geschäftsstellen des NABU das Telefon klingelt, ist es in vielen Fällen ein Thema, das aufgeregte Anrufer besorgt: Sie haben Igel gefunden, die geschwächt in ihrem Garten lagen. So manches der beliebten Stacheltiere ist untergewichtig oder krank – aber viele haben „schlichtweg ein banales, aber lebensbedrohliches Problem: Sie finden keinen igelgerechten Unterschlupf“, berichtet Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land. „Der Igel gehört zu den populärsten Tieren überhaupt; aber wenn es um seinen konkreten Schutz geht, zeigen sich viele Igelfreunde uninformiert. Das gilt sowohl für seine Lebensraumansprüche als auch für sein Winterquartier. So mancher Igelfreund lässt seinen Garten völlig igelfeindlich, mit nagelscherenkurzem Rasen und immergrünen Exoten, sodass der Stachelritter keine Nahrung findet, und ohne jeden Unterschlupf für die Igelmutter und ihre Jungen – auch ohne Winterquartier“, erläutert Wohlers. „Neben einer naturnahen Gestaltung des Gartens, vor allem durch Anpflanzung heimischer Stauden und Gehölze, auch durch andere Elemente wie Hecken, Teich und Trockenmauer, ist es eine leicht zu bauende ‚Igelburg’, die dem Igel enorm helfen würde – in ihr können kleine Igel ungefährdet das Licht der Welt erblicken und die Tiere den Winter gut überstehen. Deshalb sollte jetzt, im Spätsommer und Herbst, nicht gezögert werden, rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit eine Igelburg zu bauen“, ruft der Naturschützer auf. „Die aus Holz zu bauende Igelburg kann dann im Herbst mit Reisig und Laub überdeckt werden und an einem trockenen Ort im Garten aufgestellt werden“, sagt Wohlers. „Eine Igelburg sollte in keinem Garten fehlen!“ Der Igel ist mittlerweile im Bestand rückläufig.

Der NABU hofft, dass jetzt noch viele Tausend Igelburgen für den nächsten Winter gebaut werden, die dem beliebten Stachelritter bewährten Unterschlupf bieten. Baupläne und ausführliche Igel-Infos gibt es gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort „Igel“, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv
seitenanfang
Impressum
NABU-Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do, 15.00 - 17.00 Uhr
Gestaltung + Technik: ziesmer@nabu-oldenburg.de