Donnerstag, 19.4.2018
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NABU-Aufruf: Insektenretter werden - Im Garten und Kleingarten aktiv werden
Neues umfangreiches Info-Paket mit vielen spannenden Tipps und Hummel-Metall-Pin erhältlich

Oldenburger Land, d. 31.5.2017:
Der NABU ruft angesichts des dmaratischen Rückgangs an Insekten auf, selbst zum Insektenretter zuwerden, im eigenen Umfeld: Alle Interessierten können sich informieren, was sie im eigenen Wirkungsbereich - im Garten, Kleingarten, Park, auf dem Schulhof, dem Vereins- oder Betriebsgelände für Insekten tun können. Und zahlreiche Anregungen dazu hat der NABU, wie Rüdiger Wohlers, Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land, mitteilt, in einem neuen, umfangreichen Info-Paket zusammengestellt.

Nicht ohne Grund: "Die Bestände vieler Insektenarten gehen auch in Deutschland seit Jahren dramatisch zurück", betont der Naturschützer: "Das ist nicht nur ein Alarmsignal, das ist ein Zeichen für eine verheerende Entwicklung, die dem Blauen Planeten, wie wir ihn kennen, die auch der Menschheit eines Tages das Aus bescheren kann, denn ohne Insekten können wir nicht überleben!" skizziert Wohlers die besorgniserregende Entwicklung. "Ohne Insekten keine Bestäubung der Wild- und Kulturpflanzen, ohne Insekten somit ein sich verschärfender Welthunger, ohne Insekten ein Zusammenbruch der Nahrungsketten, denn Vögel, Säugetiere und andere mehr sind direkt auf diese Kleinlebewesen angewiesen. Jeder kann selbst auf geradezu banalste Weise feststellen, wie stark die Gesamtheit des Insektenaufkommens hierzulande abgenommen hat: Wer noch vor wenigen Jahren im Sommer eine Autofahrt über längere Strecken unternahm, musste die Windschutzscheibe immer wieder von toten Insekten reinigen - das ist seit Jahren nicht mehr so!"

Die Ursachen für den dramatischen Rückgang vieler Insektenarten seien vielfältig, betonte der NABU-Geschäftsführer: "Intensivlandwirtschaft mit Maiswüsten, Grünlandverlust, Pestizideinsatz, Flächenverbrauch und andere Faktoren, sicher auch bereits der Klimawandel und natürlich der Verlust besonders hochwertiger Lebensräume wie Moore, Trockenstandorte und Feldgehölze sowie totholzreiche Wälder spielen allesamt eine Rolle."

Daher sei jeder einzeln gefordert, etwas zum Insektenschutz beizutragen: "Neben dem Zugreifen auf Produkte aus dem biologischen Landbau kann eigenes Tun im Garten, Kleingarten oder vielen anderen Flächen, sei es bei Schulen, Vereinen oder Betrieben, helfen", führt Wohlers aus: "Es können für Insekten wichtige Nahrungs- und Entwicklungspflanzen ausgesät, gepflanzt und gefördert werden, die den Bedürfnissen heimischer Arten und Standorte entsprechen; es können auch so genannte Insektenhotels für Hautflügler gebaut werden, dies jedoch mit Sachverstand, denn viele sind mit gutem Willen gebaut, doch völlig nutzlos; es können ganzjährig viele Maßnahmen etwa auch zum Schutz der Schmetterlinge im Garten getroffen werden - und vieles mehr", ruft Rüdiger Wohlers alle Naturfreunde auf, "und wenn´s nur im Balkonkasten oder auf wenigen Quadratmetern getan wird - alles hilft - und bereitet viel Freude, wenn Schmetterling, Biene, HUmmel, Käfer und Co im Garten eine neue Heimat gefunden haben!"

Der NABU Oldenburger Land hat daher ein umfangreiches Info-Paket zur Verfügung gestellt. In diesem finden sich eine 30-seitige Bauplansammlung für Insekten-Nisthilfen aller Art, die Farbbroschüre Bienen-Hummeln-Hornissen, eine Anleitung zum Schmetterlings-Gartenjahr sowie, als besonderes Bonmot, ein farbiger Sammlerpin aus Metall mit einem Hummelmotiv.

Das Info-Paket kann angefordert werden gegen Einsendung von 10 Euro beim NABU, Stichwort "Insektenretter", Schlosswall 15, 26122 Oldenburg. - NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers hofft darauf, dass 2017 zu einem guten Jahr auch Insekten wird - "in unser aller Sinne, von der Schwalbe bis zum Menschen".

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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