Samstag, 16.12.2017
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Neuer Jahresbericht der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Oldenburg (OAO) erschienen
Wertvolle Einblicke in die aktuelle Entwicklung der Vogelwelt im Oldenburger Land

Oldenburger Land, d. 16.5.2017:
Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Oldenburg (OAO) – Fachgruppe Ornithologie des NABU, der Oldenburgischen Landschaft und des Oldenburger Landesvereins - hat ihren 22. Jahresbericht herausgegeben. Er umfasst 280 Seiten und behandelt schwerpunktmäßig Rast- und Winterbestände bestimmter Arten in ausgewählten Gebieten. Dieser wurde bei einer Pressekonferenz von Eckart Liebl, einem der Sprecher der OAO, in Oldenburg der Öffentlichkeit vorgestellt. -

So haben die Winterbestände von Sing- und Zwergschwänen an der Thülsfelder Talsperre wohl aufgrund von Verlagerungen der Rastgebiete deutlich zugenommen.
Ebenfalls z. T. seit Jahren zugenommen haben die Rastbestände vom Silberreiher im Dümmergebiet und vom Kranich in der Diepholzer Moorniederung. Letzterer ist mittlerweile auch wieder als Brutvogel im Oldenburger Land heimisch.

Der Kampfläufer, ehemals vergleichsweise häufiger Brutvogel feuchter Wiesen, kommt seit Jahren im Oldenburger Land nur noch als Durchzügler vor. Auch in ganz Deutschland steht die Art als Brutvogel kurz vor dem Aussterben. Die Zahlen der rastenden Durchzügler (Brutvögel in Skandinavien und Sibirien) im Aper Tief, Landkreis Ammerland, erreichen nach einer Deichrückverlegung dagegen jährlich Höchstbestände von bis zu 450 Individuen, was dem Gebiet für den Kampfläufer eine enorme Bedeutung als Trittstein auf dem Weg in die Brutgebiete gibt.

Untersuchungen über überwinternde Kornweihen im Ipweger Moor und Mäusebussarde in der südlichen Wesermarsch versuchen die Ursachen für die jahrweise deutlich schwankenden Bestände herauszuarbeiten.

Seit längerem ist bekannt, dass Vögel der Agrarlandschaft deutlich im Bestand zurück gehen. Mit diesem Thema befasst sich der Artikel über den Wiesenvogelschutz auf der Unterweserinsel Strohauser Plate.

Weitere Artikel befassen sich mit Rastbeständen von Schnepfenvögeln und Regenpfeifern im Goldenstedter Moor, mit dem Auftreten von fehlfarbenen Amseln (z. B. Albinos) in Oldenburg und mit dem Brutbestand der Mehlschwalbe, ebenfalls in Oldenburg.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der „Avifaunistische Beobachtungsbericht“, in dem ca. 130.000 der OAO vorliegende Beobachtungsmeldungen ausgewertet werden. Der Bericht stellt das Vorkommen seltener Brut- und Gastvögel sowie Rastbestände ausgewählter Vogelarten im Oldenburger Land dar.

In dem gesonderten Abschnitt „Historische Ornithologie“ werden Artenspektrum und Herkunft historischer Vogelpräparate in der Naturkundlichen Sammlung des Mariengymnasiums Jever dargestellt.
Ferner wird ein Blick auf das Leben des Ornithologen Hans Kummerlöwe und dessen Verstrickung in den Nationalsozialismus geworfen.

Gefördert wurde der Jahresbericht durch die Umweltstiftung Weser-Ems sowie Naturschutzbehörden aus dem Oldenburger Land – und natürlich durch den NABU, die Oldenburgische Landschaft und den Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde.

Die Schriftleitung des 22. Jahresberichts der OAO hatten Jörg Grützmann, Oldenburg, und Eckart Liebl, Westerstede.- Der Jahresbericht, der seit Jahrzehnten in viele, auch internationale Bibliotheken Eingang findet, kostet 15 Euro. Er ist beim NABU Oldenburger Land e.V., Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, erhältlich.



Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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