Samstag, 21.4.2018
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"Mauersegler, Mehlschwalbe und Meisen in erfreulich hoher Zahl, Grünfink deutlich erholt"
NABU Stunde der Gartenvögel: Erste Trends aus dem Oldenburger Land

Oldenburger Land, d. 14.5.2017:
Erste Trends zur laufenden bundesweiten NABU Stunde der Gartenvögel, der größten Naturschutz-Mitmachaktion Deutschlands, lassen auch im Oldenburger Land im Hinblick auf manche Vogelarten vorsichtig aufatmen: Wie bundes- und landesweit wurden bislang im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Mehlschwalben und Mauersegler gemeldet. "Ob der Negativtrend dieser Arten damit gebremst ist, kann natürlich nicht gesagt werden", gibt jedoch NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers, der de Aktion vor vierzehn Jahren aus Großbritannien nach Deutschland holte, zu bedenken und warnt vor zu schnellen Schlüssen, "zumal beide Arten durch den dramatischen Rückgang ihrer Nahrung, der Insekten, sowie durch Landschaftsversiegelung, Brutplatzverlust und andere Faktoren weiterhin stark unter Druck sind", betonte Wohlers in Oldenburg. "Aber natürlich freuen wir uns sehr über den psotiven Trend - die Zeichen zeigen nach oben!" Auch andere Vogelarten seien in den bislang aus der Bevölkerung eingegangenen Meldungen deutlich stärker vertreten als im Mai vor einem Jahr; "dies betrifft beispielsweise den Grünfink, der lange durch eine Bakterienepidemie geschwächt war."

Besonders auffallend - auch zwischen Wangerooge und Dümmer: Im Gegensatz zur Winterzählaktion Anfang Januar sind Kohl- und Blaumeise in der Anzahl nicht abgesackt, sondern - je nach Landkreis - sehr stark oder zumindest im Vergleich zu 2016 gleichbleibend vertreten. "Es gibt Hoffnung!" freut sich der NABU-Bezirksgeschäftsführer.

Im Gegensatz zum Bundestrend liegt nicht überall im Oldenburger Land der Haussperling vorn. Er wird mancherorts von der Amsel überholt, die in mehr als 95 der Gärten vertreten ist und damit den höchsten Verbreitungswert aller Piepmätze erreicht. Insbesondere in den dichter besiedelten Bereichen des Oldenburger Landes hat sie den Schnabel vor. Zum "Führungsquartett" hierzulande zählen nach den bislang vorliegenden Ergebnissen neben Haussperling und Amsel die Kohl- und die Blaumeise. Auffallend ist, dass bei der diesjährigen Zählung auch Arten wie Gartenbaumläufer, Nachtigall, Kernbeißer, Tannenmeise und Gelbspötter in nennswerter Anzahl auftauchen. "Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen an der Aktion beteiligen, damit dazu beitragen, dass sich über Jahrzehnte wertvolle Erkenntnisse zur Entwicklung der Vogellebensräume in Städten und Dörfern entwickeln und - vor allem - der Zugang zu Naturkenntnis gesucht wird", unterstreicht Wohlers auch die umweltpädagogische Funktion der NABU Stunde dere Gartenvögel. Er ruft dazu auf, die am Wochenende gezählten Vögel noch bis zum 22. Mai an den NABU-Bundesverband in Berlin ("nur dorthin!") unter www.nabu.de zu melden. Unter allen Teilnehmern werden Preise verlost, darunter ein Frenglas, ein Wochenende in Hamburg und ein Urlaub auf Norderney. "Das Oldenburger Land weist stets besonders hohe Teilnehmerzahlen auf", freut sich Rüdiger Wohlers.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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