Mittwoch, 26.9.2018
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Die ersten Mauersegler sind da!
NABU sorgt sich um den Sommervogel und gibt Tipps mit Info-Paket zu Gebäudebrütern

Oldenburger Land, d. 3.5.2017:
Der NABU freut sich: Die ersten Mauersegler sind da! Fast "kalendergenau" wurden am Mittwoch über der Stadt Oldenburg und dem Ammerland die ersten dieser wendigen Sommervögel gesichtet, teilt Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers, der über deren Rückkehr "erleichtert und glücklich" ist: "Jetzt kann die warme Jahreszeit kommen!" freut sich Wohlers. Mauersegler haben einen sehr weiten Weg aus ihren westafrikanischen Winterquartieren zurückzulegen; meist treffen sie bereits am 1. Mai oder kurz davor in Norddeutschland, im Süden etwas früher ein. Um den 1. August machen sie sich dann wieder auf den gefahrvollen und anstrengenden Weg nach Afrika.

Der NABU sorgt sich sehr um diesen spannenden Vogel, dessen Lebensweise einzigartig ist: Der Mauersegler verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft - die Nahrungsaufnahme, Insekten, die Aufnahme von Nistmaterial wie herumfliegenden Haaren, Halmen und Federn, sogar die Paarung und der Schlaf, zu dem sich die wendigen Flieger in große Höhen hinaufschrauben, um schlafend abzusinken und erneut aufzusteigen, finden jenseits des Erdbodens statt. Ihre Flugkünste sind legendär: Mit ihrem scharfen "sriiiii"-Ruf sausen sie durch die Straßenschluchten. Bei Kaltwettereinbrüchen können sie sogar zeitweise ihre Brut zurücklassen; die Jungvögel fallen dann in eine lebenserhaltende Starre, bis die Altvögel zurückgekehrt sind und wieder ausreichend Insekten als Nahrung finden. "Mauersegler sind eigentlich Brüter in Felsnischen gewesen; den Menschen folgten sie im Zuge dessen Siedlungsausbauten, sodass sie heute vor allem unter Dachverschalungen, Dachpfannen und an anderen geschützten Orten in Gebäuden ihre Brutplätze finden. Aber ebendiese stehen ihnen oft nicht mehr zur Verfügung - durch moderne Insolierungen, Dacherneuerungen oder eine andere, hermetisch abdichtende Bauweise, die aus energetischen, klimaschützenden Gründen natürlich notwendig ist. Deshalb müssen wir den Mauerseglern anders helfen, Brutplätze zu finden", erläutert Rüdiger Wohlers und ruft nachdrücklich auf: "Es sollten allenthalben Mauerseglerkästen an Gebäuden angebracht werden. Diese haben sich mittlerweile gut bewährt! Und natürlich sollten, wo immer möglich, Einschlüpfe erhalten werden. Viel mehr Gebäude kommen in Frage, um an ihnen Mauerseglerkästen anzubringen, als gemeinhein angenommen wird! Das gilt für private wie öffentliche oder gewerbliche Objekte. Bei keinem Neubau eines öffentlichen Gebäudes sollten eingebaute oder angebaute Mauerseglerkästen fehlen!" unterstreicht der NABU-Bezirtksgeschäftsführer seinen Appell.

Wohlers hofft, dass viele Mauerseglerkästen gebaut und angebracht werden. Und dass auch anderen, unter Druck stehenden Gebäudebrütern wie Mehl- und Rauchschwalbe sowie nischenbütenden Vogelarten "unter die Flügel gegriffen" wird. Der NABU hat dazu ein Info-Paket zusammengestellt, dem neben Informationen über heimische Vogelarten auch Baupläne sowie das vom bayerischen NABU-Partner Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) herausgegebene "Mauersegler-Baubuch" beiliegen - "das Ausführlichste und Beste, das es zum praktischen Schutz für Mauersegler gibt", wie Wohlers betont.

Das Info-Paket kann gegen Einsendung von 10 Euro angefordert werden beim NABU, Stichwort Gebäudebrüter, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg. "Auf geht´s, Hand anlegen für Mauersegler, Schwalbe & Co", ruft der NABU-Geschäftsführer auf.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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