Donnerstag, 18.1.2018
Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

NABU: Bei Nistkästen kann manches falsch gemacht werden
Jetzt schon an die zweite Brut vieler Singvögel denken

Oldenburger Land, d. 3.4.2017:
Der Frühling ist da, längst haben die meisten Vögel ihre Reviere besetzt, und an so manchem Nistkasten herrscht reger Flugbetrieb bei Meise, Star und Co. – und damit steigt auch die Freude der Vogelfreunde, die dem emsigen Treiben gern zusehen. Leider mündet diese Freude aber oft in Fehler, wenn es um den Bau eines Nistkastens geht, berichten Experten des Naturschutzbundes NABU: „So mancher Nistkasten weist grobe Mängel auf. Dazu gehört die falsche Wahl des Baumaterials – etwa glattes Plastik. Hieran sammelt sich leicht Schwitzwasser, und Jungvögel haben Probleme, an der glatten Wand hochzukommen“, so Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land. „Ebenso vermeiden werden sollte eine Behandlung von Nistkastenholz mit Substanzen, die ausdünsten können oder deren Lackierung – atmungsaktives Holz ist das beste. Oft werden im Handel als vermeintliche Schnäppchen viel zu kleine Nistkästen angeboten – dabei muss jedem klar sein, dass gerade an heißen Spätfrühlings- oder Sommertagen darin eine stickige Hitze entstehen kann, die den Jungvögeln eine schwere Belastung oder sogar lebensbedrohende Gefährdung werden kann“, warnt Wohlers. Sogar von Angeboten angeblicher „Nistkästen“ hörten die Naturschützer schon, die gar nicht geöffnet werden konnten, sondern dicht verschlossen zusammengetackert waren: „Solche Kästen sind völlig ungeeignet, weil sie im Herbst nicht gereinigt werden können. Das alte Nestmaterial bleibt dann mit allen Parasiten im Kasten, selbst mumifizierte, tote Jungvögel bleiben darin liegen – im kommenden Frühjahr werden dann die neuen Jungvögel von den Parasiten befallen, um über die Jahre bildet sich eine verfaulende Masse, die eines Tages den Holzboden des Kastens zerstört. Solche Kästen gehören nicht in den Handel!“

Wer jetzt noch Singvögeln für die zweite Brut dieses Jahres oder für die nächstjährige Brut Nistkästen bauen möchte, kann solche groben Fehler ausschließen, indem er sich informiert: Aktuelle Tipps zum Bau verschiedener Nistkastentypen für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter hält der NABU in seiner 30seitigen Bauplansammlung und der Farbbroschüre „Vögel im Garten“ bereit. Diese können angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort „Nisthilfen“, Schlosswall 15, 25122 Oldenburg.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv
seitenanfang
Impressum
NABU-Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do, 15.00 - 17.00 Uhr
Gestaltung + Technik: ziesmer@nabu-oldenburg.de