Sonntag, 16.12.2018
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NABU: 2017 den Garten zum Igelparadies machen
Für kleine Stachelritter kann Igelburg gebaut werden

Oldenburger Land, d. 28.2.2017:
Zu den wohl beliebtesten Säugetierarten in Deutschland zählt zweifelsohne der Igel. Schon in Märchen mit Schläue behaftet, verzaubert er Groß und Klein durch sein putziges Auftreten und seine Wahrhaftigkeit, wenn er sich bei Gefahr in eine stachlige Kugel verwandelt. Leider hilft ihm das nicht viel, wenn er unter die Räder von Autos zu geraten droht. Zahllose Igel lassen so auf Straßen jedes Jahr ihr Leben.

Dass man dem Igel im eigenen Garten oder Kleingarten ganz speziell helfen kann, ist vielen Menschen noch unbekannt. Grund genug für den Naturschutzbund NABU, nun Tipps zu geben – rechtzeitig vor Beginn der „Igelsaison“, wie Rüdiger Wohlers, Bezirksgeschäftsführer des NABU im Oldenburger Land, erläutert: „Wichtig ist es, dem Igel einen idealen Garten zu bieten, von dem freilich auch andere Tierarten profitieren werden. Voraussetzung ist, dass der Garten vielfältig ist, sich nicht nur aus ökologisch unbedeutenden Exoten zusammensetzt und neben heimischen Sträuchern auch ein paar ‚wilde’ Ecken hat, damit Igel Nahrung finden können – Schnecken, Larven und anderes.“

Zudem könne man dem Igel durch den Bau einer so genannten „Igelburg“ helfen, die mit einigen Handgriffen schnell hergerichtet sei: Aus Holz gebaut, mit einem Dach versehen – Dachpappe eignet sich gut -, sollte sie katzensicher an einem geschützten Ort aufgestellt und mit Reisig und Laub überdeckt werden. „Jetzt kann Mama Igel einziehen“, schmunzelt Wohlers. Der Naturschützer weiter: „Hier können die Jungigel ungestört zur Welt kommen, in dieser ‚Eigentumswohnung’ bietet sich eine ideale Kinderstube, vor allem in der ersten Aufwuchsphase, wenn die winzigen Igelchen von ihrer Mutter gesäugt werden. Aber schon im nächsten Herbst fällt der Igelburg noch eine ganz andere segensreiche Bedeutung zu: Vor den ersten kalten Nächten ziehen sich die Igel darin zurück, um in den Winterschlaf zu fallen. Dafür kann man das Innere dann mit etwas trockenem Heu befüllen. Wichtig ist es zudem, die Igelburg in keiner feuchten Senke aufzustellen, damit nicht übermäßig Feuchtigkeit oder gar Regenwasser ins Innere gelangen kann“, betont der NABU-Geschäftsführer.

„In jedem naturnahen Garten sollte eine Igelburg Platz finden – jetzt ist es noch nicht zu spät, eine zu bauen!“ Der NABU hält daher Igel-Infos und Baupläne bereit. Diese können angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort „Igelburg“, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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