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Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

Große Artenschutzerfolge, aber Sorgen um Kiebitz und Nordsee
NABU Oldenburger Land tagte/Grösch als Bezirksvorsitzender bestätigt

Oldenburg, d. 6.9.2010:
Rolf Grösch bleibt Bezirksvorsitzender des NABU im Oldenburger Land. Bei seiner Mitgliederversammlung in Oldenburg wählten die Naturschützer nicht nur einen neuen Vorstand, sondern zogen auch Bilanz: Der NABU verzeichnet nach wie vor ein starkes Mitgliederwachstum und weist zwischen Wangerooge und Dümmer nun fast 9.000 Mitglieder auf. "Ein erfreulicher Rückenwind für unsere zahlreichen Projekte", resümierte Geschäftsführer Rüdiger Wohlers, "denn die Bedrohungen von Ntaur sind rasant gewachsen." Wohlers wies darauf hin, dass der NABU in Folge seiner zahlreichen Artenschutzprojekte viel Konkretes für bedrohte Tier- und Pflanzenarten erreicht habe und die Ehrenamtlichen in den Orts- und Kreisgruppen unermüdliche Arbeit das ganze Jahr lang leisteten. "Sie sind da, wenn es um die Rettung von Alleebäumen vor Ort geht, wenn es gilt, neue Lebensräume für Heckenbrüter zu schaffen oder eine neue Streuobstwiese entstehen zu lassen sowie Kindern Tiere und Pflanzen konkret näher zu bringen." Besonders erfolgreich stellten sich die jahrzehntelangen Projekte für Schleiereule und Fledermäuse dar, auch im Schutz der kleinsten Eule, des Steinkauzes, gebe es geradezu "sensationell gute Entwicklungen." Wohlers kritisierte ebenso wie Rolf Grösch, dass durch die "geradezu explosionsartige Ausbreitung" von Biogasanlagen in allen Teilen des Oldenburger Landes "die Maiswüsten immer mehr anwachsen und weite Flächen für wildlebende Tiere ebenso wie für die Landschaftsästhetik verloren gehen, eine verheerende Entwicklung", sagte der NABU-Geschäftsführer. "Wenn es mit dem Verlust an Grünland im Oldenburgischen so weitergeht, wird der Kiebitz als einstiger Charaktervogel nur noch auf wenigen Flächen und ansonsten im Museum zu finden sein." Er unterstrich zudem, dass für die Deutsche Bucht eine effektivere Vorsorge vor Havarien geschaffen werden müsse, um Ölkatastrophen zu verhindern. Der NABU mahne schon seit Jahren, dass ein zweiter großer Hochseeschlepper bereitgestellt werden müsse. NABU-Vorsitzender Rolf Grösch, der in seinem Amt bestätigt wurde, hob hervor, dass der NABU im Oldenburger Land ein begehrter Ansprechpartner für viele Verantwortungsträger geworden sei und sich die Kooperationen ausgeweitet hätten. Er sprach exemplarisch das Projekt Lebendiger Friedhof mit der Evangelischen Landeskirche, in dessen Rahmen Nistgelegenheiten und Lebensräume auf Friedhöfen des Oldenburger Landes geschaffen werden, an, und die Kampagne zur Sammlung alter Handys, deren Erlös dem Naturschutz an der Havel zugutekommt.

NABU-Landesvorsitzender Holger Buschmann, der Aktuelles aus der Arbeit des Landesverbandes berichtete und die Arbeit der Bezirksgruppe würdigte, zeichnete Franz-Otto Müller (Brake), der seit 25 Jahren die NABU-Kreisgruppe Wesermarsch leitet und sich besonders um den Aufbau und die Betreuung der dortigen Kindergruppe und um den landesweiten Schutz des Wanderfalken verdient gemacht hat, mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes aus.

Bei den Vorstandswahlen wurden neben Rolf Grösch (Oldenburg) als Vorsitzendem auch Horst Lobensteiner (Rastede)als Stellvertretender Vorsitzender und Renate Heim (Oldenburg) als Schriftführerin sowie Volker Bohnet (Oldenburg), Franz-Otto Müller (Brake) als Beisitzer im Amt bestätigt. Neu gewählt wurden als Schatzmeister Wolfgang von der Lippe (Rastede) sowie als Beisitzer Hansjürgen Festerling (Oldenburg) und Jörg Schneider (Lohne).

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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