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Pressedienst NABU Oldenburg  aktuell - archiv

NABU startet mit Werbung in Oldenburg durch:
Aufwind für Kinder-Naturschutz und Artenschutzprojekte

Oldenburg, d. 15.2.2010:
Seine bislang größte Werbeaktion für neue Mitglieder hat der Naturschutzbund NABU in der Stadt Oldenburg gestartet. „Wir starten jetzt regelrecht durch“, berichtete Geschäftsführer Rüdiger Wohlers: „Unsere Erfolge im Natur- und Artenschutz brauchen dringend weiteren Rückenwind aus der Bevölkerung. Ein Schwerpunkt ist der weitere Ausbau der Kindergruppenarbeit, denn wenn Kinder keinen Bezug zur Natur finden, hat die gesamte Gesellschaft in Zukunft ein großes Problem.“ Wohlers berichtete, dass die „erschreckende Entfremdung vieler heutiger Kinder so weit geht, dass sie zwar dreißig Handy-Klingeltöne, aber keine drei Baum- und keine zwei Vogelarten kennen – eine Zeitbombe für die Zukunft, denn wer Natur nicht kennt, wird sie nicht entbehren, und wer sie nicht entbehrt, wird sich nicht für ihren Schutz einsetzen!“ Zudem wolle der NABU seine bereits erfolgreichen Artenschutzprojekte weiter ausbauen. Als Beispiel nannte Wohlers den Schutz bedrohter Eulenarten wie der Schleiereule. Diese habe im Oldenburger Land noch vor gut 30 Jahren fast vor dem Verschwinden gestanden. Durch beharrliche Arbeit der NABU-Ehrenamtlichen – Bau und Anbringung großer Spezial-Nistkästen sowie deren Betreuung - sei ihr Bestand gerettet und enorm vergrößert worden. „Im Naturschutz braucht man einen langen Atem“, betonte Wohlers. Nun solle dem Steinkauz, der kleinsten hiesigen Eulenart, die besonders stark zurückgegangen sei, tatkräftig geholfen werden: Durch die Neuanlage und Pflege so genannter Streuobstwiesen mit alten Obstbaumsorten, in deren Stämmen die Steinkäuze, aber auch viele andere Tierarten, wieder eine Heimat finden könnten. Für den Steinkauz werden zudem spezielle Brutröhren aufgehängt, die von NABU-Eulenexperten betreut werden. Ein weiteres, deutliches Beispiel für bemerkenswerte Naturschutzerfolge seien die Aktivitäten der Nistkasten-AG des NABU, die für eine vierstellige Anzahl Bruthilfen sorgen – mit hervorragenden Brutergebnissen. Hinzugekommen sei vor zwei Jahren eine Arbeitsgemeinschaft des NABU, die sich mit dem Schutz von Schmetterlingen beschäftige, so Wohlers.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Pflege der NABU-eigenen Flächen an vielen Stellen des Oldenburger Landes. „Seien es Feuchtwiesen, die für Wiesenbrüter wie den gefährdeten Kiebitz spät gemäht werden, seien es Hecken, die für Rotkehlchen, Igel und Co gepflanzt werden – die NABU-Reservate sind eine Perlenkette des Lebens im Oldenburger Land“, sagte Wohlers. „Aber Naturschutz kostet Geld, und unsere Aktivitäten benötigen dafür viele neue Unterstützer. Deshalb hoffen wir, dass zu den mehr als 3.000 Mitgliedern des NABU in der Stadt Oldenburg möglichst viele neue hinzukommen – Kiebitz, Lerche, Zaunkönig & Co brauchen sie. Aber ganz besonders die vielen Kinder, denen wir Natur näherbringen möchten und klarmachen wollen, dass Kühe in Wirklichkeit nicht lila sind, und dass Igel, Frosch, Eiche, Linde und Buche nicht nur im Internet existieren.“

Wohlers stellte das Werbeteam vor, das in den kommenden Wochen durch Oldenburg gehen wird: „Wir freuen uns, sechs tüchtige Studenten dafür gewonnen zu haben, als Studentenjob für die gute Sache einzustehen und an den Türen zu klingeln. Dieses Engagement hilft dem Naturschutz vor der Haustür, denn wir stehen für konkrete Maßnahmen. Deshalb hoffen wir, dass sich die Herzen vieler Menschen öffnen werden. Unsere Studenten sind an ihrer Dienstkleidung und dem mitgeführten Ausweis erkennbar. Die Studenten dürfen kein Bargeld annehmen; sie haben das gerade erschienene attraktive NABU-Veranstaltungsprogramm dabei.“

Weitere Informationen gibt es beim NABU unter Tel. 25600 und im Internet unter www.nabu-oldenburg.de

Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
 

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