Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
Musterprojekt: Der NABU startet in Naturgartenberatung durch „Artenvielfalt gezielt fördern“Oldenburg, d. 27.8.2009: Ein Musterprojekt für möglichst viele naturnahe Gärten hat der NABU in Oldenburg gestartet: Im Rahmen dieses auf 18 Monate angelegten Vorhabens sollen möglichst viele naturnahe Gartenflächen entstehen, um beispielhaft Artenvielfalt in Gärten eine Chance zu geben, berichtet NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers: „In einer Zeit rapide schrumpfender Freiflächen durch immer dichtere Bebauung, Gewerbe- und Industrieausweitungen sowie immer intensivere Landnutzung vor allem durch Maisanbau kommt Gärten eine enorm steigende Bedeutung auch für die Bewahrung der Artenvielfalt zu. Nachdem bei vielen Privatpersonen in den letzten zwei Jahrzehnten ein positives Umdenken in Richtung naturnäherer Gärten festzustellen ist und sich viele auch beim NABU Rat holen, möchten wir nun einen Schritt weitergehen“, sagte Wohlers: „Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt dank der finanziellen Förderung durch die Niedersächsische Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit, die Umweltstiftung Weser-Ems und die OLB ermöglicht wird“, sagte der Geschäftsführer.
Alida Eilers, Projektleiterin beim NABU, unterstrich, dass „oft mit einfachen Mitteln für die Artenvielfalt viel erreicht werden kann: Wir wenden uns daher an Verantwortliche, die öffentlich zugängliche Flächen pflegen, wie Firmen, Schulen, Kindergärten und Altenheime, und wollen ihnen beratend Lust auf die Einladung von Natur machen, damit Igel, Admiral, Dompfaff, Eidechse, Teichmolch, Fledermaus und pollensammelnde Immen eine neue Heimat finden, deren Entdeckung allen Beteiligten ganz neue Einblicke geben soll.“ Der NABU wird dabei – in der Hoffnung, dass so manche heute trostlose Firmen-Rasenfläche, so mancher ökologisch toter Bodendecker-Altenheimgarten und so mancher unter Asphalt vergrabener Schulhof demnächst wieder neues Leben erhalten kann – beratend zur Seite stehen. „Wir möchten alle Interessierten auf ihrem Weg begleiten, heimische Hecken für Igel, Vögel, Insekten ebenso entstehen zu lassen wie Wildraine, Obstbaumwiesen und Kräuterfluren. Natürlich gehören auch nektarreiche Stauden dazu, um Schmetterlingen und anderen Insekten einen reichen Tisch zu decken, Insektenwände als neue Paradiese für Hautflügler, Nisthilfen aller Art für Vögel und Kleinsäuger, Fledermausquartiere, Trockenmauern und andere ökologisch wertvolle Geländestrukturen“, schwärmt Alida Eilers von den Zielen des NABU-Projekts. Auch begleitete Nachbereitungen gehören zu diesem Modell-Vorhaben. Als Anschauungsobjekt soll der ständig weiter entwickelte Naturgarten der Umweltstiftung Weser-Ems am Marschweg 145 in Oldenburg dienen, der „Anregungen aus der Praxis für die Praxis geben soll“, wie Eilers betonte.
Firmen, Schulen, Kindergärten, Altenheime und andere Einrichtungen, die diese Beratung in Anspruch nehmen möchten, können sich ab sofort beim NABU melden (Tel. 0441 – 25600 oder eilers@nabu-oldenburg.de). Bedingung ist, dass die betreffenden Flächen frei zugänglich sind.
„Mit diesem großen Muster-Projekt möchten wir einen Pflock einrammen für mehr Artenvielfalt statt der Einfalt nutzloser exotischer Bodendecker“, unterstrich NABU-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers, „die Bewahrung von Artenvielfalt muss man beispielhaft vorleben, und sie wird einen jeden Tag reichlich durch immer neue Entdeckungen beschenken.“
Presserechtlich verantwortlich: Rüdiger Wohlers, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg Pressedienst NABU Oldenburg aktuell - archiv
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