Samstag, 4.2.2012
   Home
  Presse
  Veranstaltungen
  Beratung
  Ortsgruppen
  Öko-Wegweiser
  Wasser
  Infos + Tipps
  Projekte
  Unter 18
  Forum
  Kontakte
  Materialversand

       

Jungvögel in Not

 
Wohin mit Jungvögeln - Hilfsbedürftig? - Fütterung und Pflege - Erste Hilfe - Mehr Infos

 

Wohin mit aufgefundenen Jungvögeln?

junge amsel
Nicht jeder Jungvogel - hier eine kleine Amsel - ,der allein im Gartenbereich aufgefunden wird, ist als verlassen anzusehen.
Jedes Jahr erreichen uns in der NABU-Geschäftsstelle in Oldenburg zahlreiche Anrufe von Vogelfreunden, die nicht wissen, was sie mit aufgefundenen Jungvögeln tun sollen. Manche kommen sogar mit der jungen Dohle oder der kleinen Blaumeise in unsere Geschäftsstelle und wollen den Vogel bei uns abgeben.

Grundsätzlich können wir dies nicht tun und verweisen für solche Fälle immer auf die Vogelpflegestation in Rastede (Tel.: 0171-3649091). Dort werden verletzte oder verwaiste Jungtiere aufgenommen und wieder ausgewildert.

 

Wann sind Jungvögel hilfsbedürftig?

amselfuetterung
Hier ist ein Elternvogel zurückgekommen, um das Junge mit Futter zu versorgen...
Bitte seien Sie sehr vorsichtig mit der Aufnahme von Jungvögeln - dies sollte immer der letzte Schritt sein, damit man den Tieren nicht, ohne es zu wollen, mehr schadet als hilft!

Sollten Nestlinge (also noch nicht oder kaum befiederte Jungtiere) aus dem Gelege gestürzt sein, so setzen Sie diese nach Möglichkeit wieder ins Nest zurück (das Berühren durch den Menschen macht den Eltern nichts aus). Ist das Nest nicht erreichbar, warten Sie bitte in gut versteckter Position, bis Sie ganz sicher sind, dass die Elterntiere nur die Geschwister im Nest weiterfüttern und das Tier am Boden nicht beachten. Werden die Tiere am Boden weitergefüttert ist dies ist auf jeden Fall besser, als die Jungvögel aufzunehmen! Stellen Sie sicher, dass Sie die Elterntiere nicht durch Ihre beobachtende Anwesenheit irritieren und so von der Versorgung des Jungtieres abhalten.

Haben noch nicht flugfähige aber weitgehend mit vollständigem Gefieder ausgestatttete Jungvögel das Nest frühzeitig verlassen und werden am Boden weitergefüttert, so ist dies ein häufig zu beobachtender Vorgang, den Sie auf keinen Fall stören sollten. Im Zweifelsfall gilt wie oben, dass aus versteckter Warte beobachtet wird, ob - etwa im Laufe einer halben Stunde - wirklich keine Fütterung mehr erfolgt.

Erst wenn Sie sich ganz sicher sind, dass die Jungtiere nicht mehr gefüttert werden, wäre es sinnvoll die Tiere aufzunehmen. Doch seien Sie sich bitte der Verantwortung bewusst, die Sie damit übernehmen - ein Jungvogel braucht in ausgesprochen kurzen Zeitabständen und über einen langen Zeitraum hinweg sachgerechte Fütterung und Pflege. Sie können das Tier nicht einfach einen Nachmittag allein lassen...!

 

Fütterung und Pflege:

mauersegler
Ein junger Mauersegler, aus dem Nest gestürzt und von seinen "Pflegeeltern" bis zum Abflug in den Süden versorgt...
Eine fachgerechte Pflege und Aufzucht verwaister Jungvögel ist am ehesten in einer professionellen Pflegestation zu gewährleisten (s. Abschnitt "Wohin mit aufgefundenen Jungvögeln?"). Sollten Sie sich selbst um die Jungtiere kümmern wollen, so übernehmen Sie damit die alleinige Verantwortung über das junge Vogelleben - es ist sehr aufwändig, einen Jungvogel bis zur Eigenständigkeit zu versorgen.

Es würde den Rahmen dieser Seite sprengen, wenn wir Ihnen eine ausführliche Anleitung zu Aufzucht und Pflege oder auch zur Auswilderung von Jungvögeln geben wollten. Je nach Art kann auch eine andere Unterbringung und Fütterung nötig sein. Daher möchten wir Sie auf eine Internetseite verweisen, die sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und zahlreiche Hinweise und Anleitungen zum Umgang mit "Nestlingen und Ästlingen" gibt: www.wildvogelhilfe.org

 

Erste Hilfe:

junger schwan
Dieser verwaist aufgefundene Jungschwan wurde dem NABU übergeben und an die zuständige Wildvogelstation weiterlgeleitet.
Als dringende erste Hilfsmaßnahmen seien an dieser Stelle nur genannt:

  • Jungvögel sind sehr wärmebedürftig - ein weich ausgepolstertes Behältnis (keine Wolle oder ähnliche Stoffe, in denen sich die Krallen verfangen können) mit einer darüber hängenden 40-Watt-Glühbirne (Temperatur prüfen: 35-38 Grad) haben sich bewährt.
  • Geben Sie den Tieren Wasser tropfenweise direkt in den Schnabel (mit Holzstab, Pipette oder ähnlichem)
  • Notfütterung mit einer Mischung aus hartgekochtem Eigelb, Magerquark und Schmelzflocken oder kleingeriebenem Zwieback - langfristig aber artgerechtes Futter verwenden!

 

Weiterführende Infos:

 

seitenanfang
Impressum
NABU-Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Tel: 0441-25600 - Fax: 0441-2488761 - mail@nabu-oldenburg.de
Öffnungszeiten: Mo - Do, 15.00 - 17.00 Uhr
Gestaltung + Technik: ziesmer@nabu-oldenburg.de