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nabu-oldenburg/beratung/häufige fragen hauptseite beratung - übersicht häufige fragen
Häufig gestellte Fragen
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| Garten (Tiere im Garten - Gartenteich - Wildblumen - Gehölze) |
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Tiere im Garten |
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Was kann ich für die Ansiedlung von Hornissen in meinem Garten tun? | Natürlicherweise nutzen Hornissen vorhandene Aushöhlungen in alten Bäumen (beispielsweise großräumig ausgefaulte Obstbäume); da diese Strukturen in "gepflegten Siedlungsräumen" aufgrund von Ordnungssinn und Sicherheitsdenken immer weniger werden, weichen die Tiere oft auf Ersatzräume aus - das können Vogelnistkästen, Hohlräume in Dachkonstruktionen oder auch eigens angefertigte Hornissenkästen sein. Den Tieren ist schon sehr geholfen, wenn Sie das Volk an der Stelle nisten lassen, die die Königin für "ihre Saison" ausgewählt hat; Bauanleitungen für spezielle Hornissenkästen können Sie beim NABU Oldenburg bekommen. Bringen Sie diese Vorrichtungen an einem sonnigen Ort an, der sowohl den erwarteten Gästen als auch ihren Gastgebern ein konfliktfreies Nebeneinander gewährt... Mit einem artenreichen und naturnah gestalteten Garten können Sie Grundlegendes für den Erhalt der Hornissen und vieler anderer Insektenarten tun. | Wie kann ich die Ansiedlung heimischer Insektenarten im Gartenbereich fördern? | Zunächst durch die Aussaat und Anpflanzung heimischer Wildblumen. An diese sind unsere Insekten in langwierigen Evolutionsprozessen angepasst. Desweiteren lohnt es sich, viele unterschiedliche Strukturen als Nistgelegenheit im Gartenbereich zu schaffen - so vielfältig wie die Insektenwelt so unterschiedlich sind auch die Ansprüche an Nistorte. Totholz in jeder Form, Steinhaufen, Lehmflächen mit Löchern, vorgebohrte Hartholzblöcke, eigens angefertigte Holzkästen oder Röhrichtbündel; alle Nistgelegenheiten für Insekten am besten an einem sonnigen Ort anbringen, denn die Tiere sind in ihrer Entwicklung von der Außentemperatur abhängig. Sollten Sie spezielle Informationen suchen, so fragen Sie uns einfach... | Darf ich Amphibien aus der Natur in meinen Gartenteich umsetzen? | Nein - das ist nicht nur durch den Gesetzgeber eindeutig verboten, sondern auch aus biologischen Gründen zu unterlassen. Die meisten Amphibien suchen zur Paarung immer wieder ihr eigenes Geburtsgewässer auf; die Entnahme von Tieren aus der Natur zwecks Aussetzen im eigenen Teich würde den Tieren die Orientierung bei der Rückwanderung rauben. Bei geeigneten Bedingungen finden sich Amphibien in einem naturnah angelegten Gartenteich von allein ein. | Wie kann ich Fledermäusen Schlafquartiere im/am Haus oder im Garten anbieten? | Manche Arten (beispielsweise Großer Abendsegler) sind typische Baumhöhlenbewohner - für diese Tiere lassen sich neben dem Erhalt ausgehöhlter Baumstämme spezielle Fledermauskästen an Baumstämmen anbringen. Andere Arten wie die Breitflügelfledermaus suchen über Tag kleine Hohlräume in Gebäuden oder ungestörte Dachböden auf. Für diese Arten lassen sich nach einem eventuell erfolgten Ausbau des Dachstuhles oder nach anderen Renovierungsmaßnahmen dieselben Ersatzquartiere an der Hauswand, vorzugsweise unter dem Dachüberstand anbringen. Für beide Methoden gilt, dass die Kästen gerne in Gruppen angebracht werden können, mindestens in drei Meter Höhe und wenn möglich nach Südosten ausgerichtet sein sollten. | Was kann ich außer dem Angebot von Schlafquartieren für den Erhalt der Fledermäuse tun? | Legen Sie einen naturnahen Garten an, der viele heimische Wildpflanzen enthält - diese locken zahlreiche Insekten an, die wiederum Nahrungbasis für die Fledermäuse sind; schaffen Sie Strukturen, wenn Sie einen großflächigen Garten haben (randliche Heckenstrukturen, vielleicht durchsetzt mit einzelnen höheren Bäumen erbgeben beispielsweise die Wirkung einer Lichtung); Wasser im Garten lockt ebenfalls viele Insekten an; schaffen Sie Nistmöglichkeiten für Insekten; verschließen Sie keine kleinen Lücken und Einlässe an Ihren Gebäuden, wenn es nicht unbedingt sein muss. | Wie kann ich die Tierwelt in meinem Garten allgemein fördern? | Durch das Anlegen vielfältiger und naturnaher Strukturen: Hecken, Einzelgehölze, Stein- und Totholzhaufen, offener Boden und Teichanlagen - mit jedem dieser Elemente schaffen Sie Lebensraum für viele Arten! Lehnen Sie sich hin und wieder einfach zurück und lassen Sie den Rasenmäher in der Ecke stehen - so wie die intensive Landwirtschaft zu einem drastischen Artenrückgang in unseren Landschaften geführt hat, so bedeutet auch die intensive Gartenpflege oft das Aus für etliche potentielle Mitbewohner... Lassen Sie ruhig eine "Schmuddelecke" in Ihrem Garten entstehen, ganz unauffällig neben dem Kompost vielleicht; laden Sie Ihren ordentlichen Nachbarn ein, wenn das Rotkehlchen in Ihrem Haufen aus vorjährigem Zweigwerk brütet... Wir halten in unserer Geschäftsstelle Materialien zur naturnahen Gartengestaltung für Sie bereit - fordern Sie eine Liste per e-mail an. | Was kann ich speziell zur Förderung der Insektenwelt in meinem Garten tun? | Die Insektenwelt gehört zu den artenreichsten Gruppen unserer heimischen Tierwelt - entsprechend sind die Anforderungen der verschiedenen Tiere ganz unterschiedlich; grundätzlich sind artenreiche Wildblumenbestände (ob nun als Beet oder als Blumenwiese) sehr vielen Insektenarten förderlich; ebenso können Sie die Insektenvielfalt in Ihrem Garten sicher vervielfachen, wenn Sie an sonnigen Orten Totholz (in jeder Form), Steinhaufen, Trockenmauern, offene Sand- oder Gartenbodenflächen schaffen. Viele kleine Strukturen sind in diesem Falle nützlicher als wenige großflächige Angebote... | Kann ich spezielle Nisthilfen für Insekten im Garten anbringen? | Durchaus - wir bieten in unserer Geshäftsstelle an: Hummelkästen, Insektennistblöcke aus Hartholz, und spezielle Hornissenkästen; für weitere Ideen (z.B. eine "Insektenwand" für sehr viele Arten) halten wir unsere Bauplansammlung für Nisthilfen für Sie bereit. | Wie richte ich meinen Garten Igel-gerecht ein? | Igel sind nicht nur nett anzusehen, sondern als ausgesprochene "Nützlinge" sind sie fast in jedem Garten willkommen. So richtig wohl fühlen sich die kleinen Stacheltiere, wenn ihnen genügend Unterschlupf geboten wird - das können randlich im Garten gelegene Hecken und Wildsträucher sein, angehäuftes Zweigwerk oder auch zusammengekehrtes Laub im Herbst... Gerade zum Winter können Sie Igeln gefällig sein, indem Sie aus Zweigen und trockenem Laub, vielleicht mit einem speziellen "Igelkasten" darunter (Kasten oder Bauanleitung in unserer Geschäftsstelle) eine sogenannte Igelburg anbieten - hier kann der geschützt und warm den Winter überstehen! | Was kann ich für Amphibien in meinem Garten tun? | Durch die Anlage eines Gartenteiches bieten sie Kröten, Fröschen und Molchen einen geeigneten Lebensraum an - bitte warten Sie ab, in der Regel stellen sich Amphibien nach kurzer Zeit selbständig ein, setzen Sie keine Tiere oder Laich aus der Natur in Ihren Teich um! Ein gutes Amphibiengewässer hat eine ausgeprägte Flachwasserzone, kräftigen Bewuchs am Rande, eine größte Tiefe von mindestens einem Meter und keine steilen Uferkanten. Bitte führen Sie keine Säuberungsmaßnahmen am Teichgrund in Winter oder Frühling durch. Mit nur ein- oder zweischürig gesensten Wiesenbereichen oder unbearbeiteten Bereichen unter Gehölzen bieten Sie Amphibien einen hervorragenden Unterschlupf für die Sommermonate. | Was kann ich für Reptilien in meinem Garten tun? | Reptilien sind in unserer Region eher selten anzutreffen und sehr scheue Tiere - ein Angebot für Eidechsen können Sie am besten durch eine in der Vollsonne gelegene Trockenmauer schaffen, hier könnte sich die Zaun- oder die Waldeidechse einfinden. Ringelnatter und Blindschleiche brauchen recht ungestörte Bereiche, beispielsweise größere, sonnige Wildblumenwiesen, optimalerweise mit Anbindung an schattige Gehölzstrukturen, feuchte Flächen oder einen Teich... | Welche Nisthilfen kann ich Eulen und Käuzen im Garten und am Haus anbieten? | Je nach Art verschieden: Waldohreulen nutzen gern die verlassenen Nester von Elstern und Krähen; Für Waldkäuze gibt es spezielle Nistkästen (müssen recht hoch an Bäumen angebracht werden); Schleiereulen sind typischerweise Scheunenbewohner, spezielle Kästen können innen an Giebelseiten von Scheunen oder größeren Dachböden angebracht werden (Einflugloch in Postkartengröße nötig); Steinkäuze bewohnen ausgehöhlte Bäume auf Flächen mit lockerem Baumbestand (beispielsweise Obstwiesen) oder an Waldrändern, es gibt spezielle Steinkauzröhren als Nistangebot. Alle beschriebenen Kästen oder entsprechende Bauanleitungen sind in unserer Geschäftsstelle erhältlich. | Kann ich auch Kleinsäugern Nisthilfen im Gartenbereich anbieten? | Wir haben in unserer Geschäftsstelle sogenannte Kleinsäugerkobel im Angebot; diese geräumigen Kästen sind speziell auf die Anforderungen von Gartenschläfer und Eichhörnchen hin konstruiert, aber auch verschiedene Mausarten werden sich hier wohlfühlen. Für Igel gibt es bei uns eigens konstruierte Igelkästen, die im Winter mit Laub und Zweigen überhäuft einen geschützen Ort für die Winterruhe bieten. Diese Kästen nutzen Igel gelegentlich auch zur Nestanlage. |
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Gartenteich |
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Sollte ich Fische in meinen Teich einsetzen? | Wenn Sie den Teich gerade wegen der Fische angelegt haben, so sollten Sie im Sinne der Naturnähe heimische Arten wie Stichlinge, Gründlinge, Moderlieschen oder Bitterlinge einsetzen - legen Sie aber Wert auf die biologische Vielfalt in Ihrem Teich, so sehen Sie bitte von Fischbesatz ab; denn so klein und friedfertig auch die meisten Fische wirken: wo sie zu Hause sind, da werden andere Kleintiere und vor allem Insektenlarven zu potentiellem Fischfutter. Kleinräumige Gartenteiche bieten auf Dauer keine Flucht- und Versteckmöglichkeiten vor Räubern... | Wie richte ich meinen Gartenteich für Frösche und Kröten her? | Das Gewässer sollte eine ausgeprägte "amphibische Flachwasserzone" haben; vermeiden Sie steile Uferkanten aus Holz oder anderem Material, das Ein- und Ausstieg von Amphibien behindert; wesentlicher Bestandteil eines Amphibiengewässers ist eine Tiefwasserzone (mind. 1 m), die der frostfreien Überwinterung dient. Desweiteren fördern Struktur- und Artenreichtum eines Gewässers natürlich nicht nur die Ansiedlung von unzähligen Kleintieren sondern mit diesen auch wieder die Nahrungsgrundlage von Amphibien... Reinigen Sie den Gewässergrund nie im Winterhalbjahr auf - im Bodenbereich verkriechen sich die meisten überwinternden Tiere. Bieten Sie den Tieren auch Sommerquartiere an - selten gemähte Wiesenbereiche, ungestörte "Wilde Ecken", vielleicht unter Gehölzen... | Wie gestalte ich einen naturnahen Gartenteich? | Damit Ihr Teich möglichst vielen Pflanzen und Tieren ein geeigneter Lebensraum sein kann, sollten Sie auf jeden Fall eine amphibische Flachwasserzone einrichten; desweiteren schafft eine Mindesttiefe von etwa einem Meter die Möglichkeit, dass Teichbewohner am frostfreien Gewässergrund den Winter überstehen können. Steile Uferkanten sollten Sie vermeiden, da etlichen kleineren Lebewesen so der Wechsel von Land zu Wasser verwehrt würde. Die Bepflanzung mit Ufer- und Wasserpflanzen unterstützt die Ansiedlung vieler Tierarten (Nistplatz, Futterquelle, Schutz vor Räuberrn...). | Wie bekomme ich Tiere in den neuangelegten Gartenteich? | Ein naturnah angelegter Gartenteich wird von allein besiedelt - zunächst entdecken etliche Insektenarten den neu geschaffenen Lebensraum; Vögel und Kleinsäuger nutzen die Trinkwasserquelle und auch Amphibien stellen sich bei geeigneten Bedingungen meist schon im Laufe der ersten zwei Jahre ein. Bitte siedeln Sie keine Kaulquappen oder ausgewachsene Amphibien aus der freien Natur in Ihren Gartenteich um! | Kann ich Fische in meinem Gartenteich aussetzen? | Beim Besatz eines naturnahen Teiches mit Fischen kommen natürlich nur heimische Arten wie beispielsweise Moderlieschen, Bitterlinge (diese immer in Verbindung mit Teich- oder Malermuscheln!) oder Gründlinge in Frage. Doch so klein und friedlich diese Fische zunächst auch wirken: seien Sie sich bewusst, dass sie alle Insektenlarven in Ihrem Teich fressen werden, die sie erwischen... | Wie bepflanze ich in einen naturnahen Gartenteich? | Bei Einrichtung einer randlichen Flachwasserzone werden sich bald Wildpflanzen aus der Umgebung einfinden; sollte Ihnen dieser Vorgang zu lange dauern, so können Sie natürlich etliche Staudenarten im Handel erstehen (achten Sie auf heimische Arten) und im Ufer- und Flachwasserbereich einsetzen. Auch Bruchstücke und Samen von Wasserpflanzen werden im Laufe der Zeit von Tieren in den Teich eingeschleppt; sollten Sie diese selbst einbringen wollen, so beschweren Sie am besten den Pflanzballen mit einem Stein und versenken das Ganze einfach an der gewünschten Stelle, die nicht tiefer als einen halben Meter sein sollte - nach dem ersten Sommer sollten die Pflanzen bereits mit dem Teichgrund verwurzelt sein. | Was tue ich, wenn mein Gartenteich veralgt? | Dies ist ein häufig auftauchendes Problem, da Gartenteiche in der Regel keinen Abfluss haben - alle eingetragenen Nährstoffe also "im System" verbleiben. Sie können die Nährstoffeinträge reduzieren: Keinerlei Düngung, evtl. Netze im Herbst spannen, die herabfallendes Laub auffangen. Sie können Nährstoffe austragen: Schnitt der Uferpflanzen (bis zum Frühjahr in Teichnähe lagern, da etliche Insekten ihre Gelege in Uferpflanzen haben!), "Ernten" von besonders wüchsigen Wasserpflanzen, Entfernen von Laub und organischem Bodengrund (bevor sich Tiere dort zur Überwinterung eingerichtet haben; immer einige Tage am Teichrand liegen lassen, damit Kleintiere ins Wasser zurückwandern können!). Ein Wasseraustausch ist aufwändig: Sie müssten einen Teil des Wassers abpumpen (Filter wegen der Kleintiere!) und am besten durch sauberes Regenwasser ersetzen. |
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Wildblumen |
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Woher bekomme ich Saatgut für standortgerechte Wildpflanzen? | Eine Wildpflanzen-Saatgutproduktion im Nordwesten ist uns nicht bekannt - doch bei uns heimische Arten finden Sie auf jeden Fall auch bei Produzenten im Süden Deutschlands; zu Fragen der Artenauswahl und Vermittlung von Bezugsquellen wenden Sie sich doch einfach an unsere Geschäftsstelle. | Wer kann mir sagen, welche Pflanzen bei mir in der Region heimisch sind? | Etliche Pflanzenführer aus dem Buchhandel bieten erste Informationen zur Verbreitung aller aufgeführten Arten - sollten Sie spezielle Fragen haben, so wenden Sie sich ruhig an uns... | Wie lege ich eine Wildblumenwiese an? | Der Boden sollte frei von Bewuchs und nicht zu nährstoffreich sein (evtl. mit Sandbeigaben aushagern); Wildblumensaatgut mit Grassaat vermischen ausbringen und die Fläche Anwalzen (geht bei kleinen Flächen auch mit Holzbrettern); auf Regen warten oder selbst Bewässern - sechs Wochen lang nicht austrocknen lassen. | Kann ich aus einer bestehenden Rasenfläche eine Wildblumenwiese machen? | Auf verschiedenen Flächen von etwa einem Quadratmeter wird die Grassode entfernt und einzelne Wildstauden werden gepflanzt; so können sich diese in der ersten Zeit ohne die übermächtige Konkurrenz der Gräser entwickeln und später auch ausbreiten. | Wie pflege ich eine Wildblumenwiese? | Ein- oder zweimaliger Schnitt pro Jahr sollte ausreichen - am besten mit der Sense. Bei nährstoffreichen Böden ist das Austragen des Mähgutes zu empfehlen (hagere Böden tragen mehr Wildpflanzenarten); doch lassen Sie das Mähgut vorher ein bis zwei Wochen liegen, damit Samen nachreifen und ausfallen können. Für Kleintiere schonend ist eine abgestufte Mahd, die immer einen Teil des Bewuchses als Lebensraum stehen lässt! |
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Gehölze (Hecken, Wildsträucher, Obstbäume) |
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Welchen ökologischen Wert haben eigentlich Wildsträucher und Hecken? | Heimische Sträucher sind Lebensraum, Rückzugsort, Futterquelle und Nistplatz für eine unglaublich große Zahl unserer Wildtiere. Desweiteren verbinden gerade Hecken verschiedene Biotope in der Landschaft miteinander, so dass viele Tiere im Schutz der Hecke ungesehen von Räubern ilhren Standort wechseln können. Wir halten in unserer Geschäftsstelle eine wirklich ausführliche Broschüre zum Thema "Heimische Wildsträucher" für Sie bereit... | Welche Sträucher sollte ich in meinen Naturgarten Pflanzen? | Für randliche Abpflanzungen mit Wildsträuchern oder Gebüschgruppen bieten sich etliche Arten an: Weißdorn, Schlehe, Holunder, Wildrose, Him- und Brombeeren sind die beliebtesten. Auch kleinere Baumarten wie Hainbuche, Holzapfel, Wildbirne oder Vogelbeere sind zu empfehlen - einige Sträucher können ohne Schnitt durchaus baumartigen Wuchs erlangen! Dies ist bereits bei der Pflanzung zu bedenken... Für Schnitthecken sind Weißdorn und Hainbuche nach wie vor als Klassiker anzusehen - diese heimischen Aren vertragen den jährlichen Schnitt ohne Probleme und bieten trotz der strukturierten Form einigen Nutzen für die Tierwelt. | Woher bekomme ich Pflanzmaterial für heimische Wildsträucher, wann und wie pflanze ich? | Jede gut sortierte Baumschule sollte immer die wichtigsten Arten bereit halten. Pflanzgut gibt es als Wurzel- Ballen- oder Containerware (die Preise steigen in derselben Reihenfolge); Pflanzzeit ist etwa von November bis März an Tagen ohne Frost (Containerware kann fast im ganzen Jahr gepflanzt werden) Pflanzen Sie die Sträucher nicht zu dicht (ein bis zwei Meter Abstand). Bei der Pflanzung immer die Sträucher beherzt zurückschneiden und verletzte Wurzelbereiche entfernen. Das Pflanzloch sollte geräumig sein, die Erde locker - bei Trockenheit einmalig angießen, selten sind längere Wassergaben nötig, da die richtige Pflanzzeit in der Regel ohnehin mit Wasser gut versorgt ist... Möglicherweise können noch im ersten Sommer Trockenheitsprobleme auftauchen. | Wie pflege ich eine Wildsträucherhecke? | Damit Ihre Hecke eine Hecke bleibt und sich nicht zu einer Baumrreihe entwickelt, muss sie etwa alle 5 bis 10 Jahre stark zurückgeschnitten werden (auf den Stock setzen); dies kann wenn gewünscht natürlich auch jeweils in kleineren Abschnitten erfolgen. | Welchen ökologischen Wert haben eigentlich Obstbäume im Garten? | Schon die meist nur extensiv genutzte Wiese unter alten Obstbäumen bietet zahlreichen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum, wie er in der heute üblichen Land(wirt)schaft kaum noch zu finden ist; Stamm und Borke eines alten Obstbaumes sind Biotop für ungezählte Insekten und andere Kleintiere; die Krone letztendlich stellt einen Lebensraum, den nicht nur Insekten zu schätzen wissen, sondern auch etliche Kleinsäuger und zahlreiche Vogelarten. So brütet der in unserer Region sehr selten gewordene Steinkauz oder auch der Wendehals mit Vorliebe in ausgehöhlten alten Obstbäumen, Fledermäuse nutzen diese Höhlen als Tagesunterschlupf und auch Gartenschläfer finden hier Möglichkeiten, ihre Jungen aufzuziehen - ganz zu schweigen von etlichen "gewöhnlichen" Singvögeln, die solche natürlichen Nistplätze freudig annehmen. Das Obst schließlich dient nicht nur dem menschlichen Verzehr sondern auch herabgefallenes Fallobst dient im Herbst vielen Insekten als energiereiche Nahrung in einer schon recht blütenarmen Jahreszeit... | Welche Obstbäume pflanze ich am besten? | Liegt Ihr Hauptaugenmerk auf bequemer Erreichbarkeit des Obstes, so bieten sich Viertel- oder Halbstämme an. Möchten Sie den ästhetischen Wert und den ökologischen Nutzen von Obstbäumen voll ausschöpfen, so sollten Sie zu Hochstämmen greifen, die im Alter einen "klassischen" Obstbaum ergeben. Im Sinne der Sortenvielfalt raten wir zur Pflanzung traditioneller und lokaler Sorten - die fünf Allerweltsarten, die Sie täglich im Supermarkt erstehen können, müssen Sie ja nicht auch noch in Ihrem eigenen Garten pflanzen... | Woher bekomme ich Pflanzmaterial für Obstbäume? | Es gibt inzwischen einige Baumschulen, die wieder ein Sortiment von älteren und auch lokalen Obstsorten als Halb- oder Hochstämme anbieten - sollten Sie in Ihrer Nähe keine finden, so melden Sie sich bitte in unserer Geschäftsstelle; wir werden versuchen, Ihnen weiter zu helfen. | Muss ich Obstbäume regelmäßig beschneiden? | Damit Obstbäume eine gesunde und starke Krone ausbilden, müssen Sie gerade in den ersten Jahren durch den sogenannten Erziehungsschnitt geformt werden. In späteren Jahren ist nur alle paar Jahre ein regulierender Schnitt nötig. | Wie führe ich einen korrekten Obstbaumschnitt aus? | Ziel ist der Aufbau einer kräftigen und durchlässigen Krone, in der möglichst alle Früchte genügend Sonnenlicht bekommen und der durchstreichende Wind die Feuchtigkeit auf den Blättern schnell abtrocknen kann (sonst Krankheiten). Dies erreicht man durch die Ausbildung von drei bis fünf soganannten Leitästen, die in verschiedene Himmelsrichtungen weisen, und einer Stammverlängerung, die den Kronenaufbau in die Höhe bringt. Die Leitäste sollten deutlich (mindestens 45 Grad) von der Stammverlängerung abzweigen und auf verschiedenen Höhenstufen ansetzen. Alle ins Kroneninnere weisenden Jungtriebe werden entfernt, bevor sie zu kräftigen Ästen heranwachsen. Dies wären die wichtigsten Grundsätze - für die praktische Durchführung eines Erziehungs- oder Pflegeschnittes sollten Sie jedoch unbedingt im Handel erhältliche Fachliteratur zu Rate ziehen! |
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